Der freie Wille zu einer Entscheidung über Gewalt

 

"Wie ein Schauspieler aus seinem Beruf heraus die Opfer- und Täter-Sicht überschreitet ...."

 

Jürgen Vogel anlässlich seines in diesen Monaten laufenden Films "Der freie Wille" [aus: "Die Zeit" vom 9.2.2006 (Beilage zur Berlinale)] ....

"Ich fände es toll, wenn es sich herausstellen würde, dass man nicht einfach irgendwo reingeboren worden ist, sondern dass man es sich selbst ausgesucht hat. Wenn man diesen Gedanken ins Leben übernimmt, ist man nicht mehr Opfer, sondern selbstbestimmt. Du hast dir dein Leben ausgesucht, nun musst du damit klarkommen. Auch das Elend - du hast es gewollt."

"Ich kann nur aus mir selbst schöpfen. Alles andere wäre Zwang."

"Der freie Wille" ist ein Liebesfilm; nicht an Gesellschaftskritik orientiert, keine Ambitionen für Analogien zu unserer je eigenen Lebensführung. Ein aus der Haft entlassener Vergewaltiger lernt eine Frau kennen, und sie beginnen ein Paar zu werden; ein Paar unter den Bedingungen dieses um das Ringen um den eigenen Willen sich scharenden Theo alias Jürgen Vogel.

[Th.B. - 10/06]