Norwegen bekennt sich zu täuschender Art von Entwicklungshilfe

 

"Rühmliche Aufrichtigkeit dort, wo es um Hunger, Leben und Tod geht"

 

Fast jeder von uns kennt es bei sich oder bei Anderen ... Da gab es mal eine Zeit, lang her oder vor ein paar Tagen, da habe ich einem Anderen mit dem Hintergedanken etwas von mir gegeben oder abgegeben, um auch etwas von ihm zu bekommen. Nach Jahren vielleicht habe ich mich derart geändert oder bin ich derart aufrichtig geworden, dass ich mir und dem Anderen dies eingestehe.

Hm. Und das, was uns doch derart vertraut ist, soll es in internationalen Beziehungen zwischen Arm und Reich nicht geben und nicht gegeben haben. Die Mittel von Reich zu Arm fließen gute 40 bis 50 Jahre, genannt Entwicklungshilfe. Dieses uns in unserem schmaleren Umfeld wohlbekannte Verhalten zwischen Zweien soll es zwischen Staaten nicht gegeben haben? 40 bis 50 Jahre keine Einsicht darin aufseiten der politischen Akteure und Verantwortlichen (Kritiker der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Nord und Süd mal ausgenommen), Einsicht darein, es habe Hintergedanken gegeben?

Jetzt macht es uns eine Regierung vor.

Die norwegische Regierung erlässt fünf sog. Entwicklungsländern Schulden in Höhe von 63 Mill. Euro. Es sind Sierra Leone, Peru, Ecuador, Jamaika und Ägypten. Die norwegische Regierung äußert, die Gewährung der Kredite sei entwicklungspolitisch sogar ein schwerer Fehler gewesen. Sie hätte nur das Motiv gehabt, den Verkauf und Export norwegischer Schiffe zu befördern.

Der Beginn, die Wahrheit zu reden in außenpolitischen Angelegenheiten.

 

Dies ist des Rühmens wert.

[Th.B. - 12.10.06]