GmG Bulletin # 530

GmG Wöchentliches Bulletin # 530

 

1.3.2013

 

DIE MAGIE DES KLANGES

 

 

 

Eine Anmerkung von Neale

 

 

Meine lieben Freunde …. Im Verlaufe der in diesem Wöchentlichen Bulletin hinter uns gebrachten Erörterung der Heiligen Erfahrung haben wir zahlreiche Herangehensweisen erkundet, darunter erst vor kurzem den Aspekt des Lebens, den ich „Nicht-Gewahrsein“ nannte. Letzte Woche bot ich in dem Bulletin eine lebendige, „aus dem realen Leben“ gegriffene Erklärung dieses Phänomens dar. Falls du jene Ausgabe dieser Veröffentlichung versäumt hast, hoffe ich, du wirst dir zu helfen wissen und zurückgehen, um es dir anzusehen.

 

Heute möchte ich mich gerne auf eine Entfaltung der Fünf Werkzeuge des Nicht-Gewahrseins einlassen. Diese Instrumente zählen zu dem Wertvollsten, was ich im Laufe meines Lebens des Suchens aufgefunden habe, wie auch, während ich mit Anderen deren eigenes Suchen und deren Erfahrung mit ihnen durchsprach. Das erste dieser Werkzeuge ist: Resonanz.

 

Alles im Leben ist in sich von Energie eingeschlossen. Was die eine Energieart von einer anderen Energieart unterscheidet (und was in der Folge in einer Singularen Realität Differenzierung möglich macht), ist die Schwingung der Energie, oder, lose ausgedrückt, ist ihre Schnelligkeitsrate. Dies nennt man hin und wieder ihre Frequenz. Das meint, wie häufig ihr vibrierendes Pendeln ist.

 

Energie kommt in Wellen daher. Ein jeder Partikel ist eine wellen-gleiche Struktur, und viele Billionen solcher wellen-ähnlicher Elemente, auf der gleichen Frequenz oszillierend und aneinander gebunden, treten in Erscheinung, um die Super String Theory auszulösen, über die heute als der Basis einer Theory of Everything (TOE) so viel geredet wird.

 

Öfters reden wir von einer „Emotions-Welle“, die uns überkommt, und wir schildern damit das Erleben triftigerweise ab.

 

Diese Schwingung der Wesentlichen Energie des Universums erschafft ein deutlich ausgeprägtes Empfindungsvermögen von Resonanz innerhalb einer jeden lebendigen Sache, welche sich manchmal als Klang, oder als Lärm manifestiert. Klang kann selbstverständlich nicht vernommen werden, wenn nicht jemand da ist, der ihn hört. (Wir schauten uns diese althergebrachte Vexierfrage in einem früheren Eintrag hier in dem Bulletin an, als wir uns die Frage stellten: Erzeugt ein umfallender Baum im Wald ein Geräusch, sofern niemand zugegen ist?) Allemal, Klang oder Geräusch ist gegenwärtig, selbst wenn nichts anderes präsent ist. Er wird schier auf ungehörte Weisen kundgetan und verlautbart.

 

Die Resonanz des Universums bekundet sich, unter anderem, als der Klang des Lebens. Sie IST das Leben Selbst, wie es als eins in seinen elementarsten Formen zum Ausdruck gebracht wird. Es gibt Zeiten, wann du außerstande sein wirst, rohe Energie zu sehen, wo du indes imstande bist, sie zu hören. (Du kannst sie übrigens zudem öfters spüren, bevor du sie sehen kannst.)

 

Mystiker haben bekanntermaßen ausgesagt: „Im Kern des Universums ist der Klang des om.“ Die empfindlichsten Mikrophone, die die Menschen in der Lage sind zu erfinden, sind in den Weltraum verbracht worden, um auf das Universum gerichtet als unsere „Ohren“ ausgewiesen zu sein, und jene Geräte haben ein tiefes, niedrigfrequentes, durch unsere Ohren unvernehmbares, mysteriöses und fortwährendes Hintergrundgrummeln, oder hum, aufgenommen.

 

Was ist dieses hum? Könnte es die Allererste Kraft, die Wesensessenz, das Leben Selbst in seiner elementarsten Form sein? Die Wissenschaften tragen uns vor, hier gehe es um die Kosmische Mikrowellen-Hintergrund-Strahlung [Microwave Background radiation – CMB], von der behauptet wird, sie sei das „Echo“ des Big Bang. Sie ist ihrer Natur nach elektromagnetisch und ist somit eine Form von Licht.

 

Wir sind von unserer Wurzel her im Grunde Licht und Klang. Wir resonieren mit beidem aufs Tiefste. Daher reagieren wir unverzüglich auf jedwedes Geräusch, und deswegen können wir durch gewisse Klänge dermaßen tief gerührt werden. Aus diesem Grunde ist Musik eine universale Sprache, welche über alle Barrieren der Sprache und der Kultur hinweg die Menschen bewegt und eint. (Musik hath charms to soothe the savage breast, schreibt Shakespeare, und er hatte trefflich recht.)

 

Man sagt, dass wir, sofern wir uns je aufmachten, eine Nachricht in den äußeren Raum zu versenden, in der Hoffnung, dass es andere empfindende Seinswesen gibt, die darauf eingehen, es nicht mit einer Wortbotschaft sondern mit Musik veranschlagen sollten. Vielleicht, wie in dem Science-Fiction Film 'Close Encounters of the Third Kind' ein Namenszug mit fünf Tönen.

 

Der Gedanke dabei ist der, dass, falls es innerhalb der Reichweite dieses Signals intelligente Seinswesen gibt, sie auf die universale Sprache von Klang als Tönen weidlich früher in Erwiderung treten würden, denn auf den Klang als Worte in irgendeiner Erden-Sprache (obschon jene zudem Töne sind, indes nicht annähernd so melodisch oder mathematisch strukturiert).

 

Dies liegt genau deshalb vor, weil wir, in unserer Basis, Licht und Klang sind, weswegen ja Meister praktisch jeder mystischen Tradition im Verlaufe der Zeitalter der menschlichen Evolution uns eingeladen und angehalten haben, unseren eigenen Wesensgehalt als ein Instrument bei der Entdeckung und Erfahrung unserer eigenen Essenz in Gebrauch zu nehmen.

 

Chanting und Singen wurden daher in praktisch jeder Religion auf dem Antlitz der Erde in Gebrauch genommen, um die Heilige Erfahrung herbeizurufen. Desgleichen waren Summen und om-ing und verschiedene andere Arten des Geräuschbildens die Werkzeuge der Seelen-In-Verbindung-Bringenden, solange wir uns zurückerinnern können.

 

Meditierenden wird öfters angetragen, eine gute Möglichkeit, bei dem Ansinnen einzusetzen, bestehe darin, auf den Klang ihres eigenen Atems zu lauschen. Sich tief in den Klang hineinzubewegen, sich mit ihm zu verschmelzen, eins mit ihm zu werden.

 

Uns selber darin üben, auf die Klänge des Lebens zu hören und auf die Resonanz mit dem Leben sehnlich aus zu sein – das ist ein wundervoller Anfang auf dem Pfad zum Nicht-Gewahrsein des Selbst. Wir erleben unser Selbst nicht als Einzelne, sondern als Teil des Ganzen in den Momenten der Transzendenz, welche ein uns Ausrichten auf nichts denn auf den Klang hervorzubringen vermag.

 

Mit Umarmen und in Liebe,

Neale.

 

P.S.: Fühlt euch frei, diese Ausgabe des Wöchentlichen Bulletins an alle Freunde weiterzuleiten. Womöglich ist es jenen danach, mehr darüber in Erfahrung zu bringen und sich zur Subskription zu melden – welche, wie euch ja bekannt ist, kostenfrei ist. Gebt ihnen also eine Chance, sich über diese wundervolle Publikation über GmG kundig zu machen, die jede Woche publiziert wird! Sendet sie an einen Freund, an eine Freundin!

 

Zur Subskription geht es hier …

 

http://cwg.org/index.php?page=email_signup

 

Die Gedanken von oben sind 'The Holy Experience' entnommen, ein ganzes ausgewachsenes Buch, das ihr euch unter

www.nealedonaldwalsh.com

kostenlos herunterladen könnt. Klickt einfach auf den 'Free Resources'-Button.



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Briefe an den Herausgeber

 

Wie erfährt Gott Sich Selber?

 

 

 

Lieber Neale … Eine einzelne Frage kam mir im Laufe der Lektüre der Bücher. Sofern alles insgesamt eins ist (was ich glaube, dass es so ist), wie erfährt Gott sodann tatsächlich das eine oder andere? Zum Beispiel, wie bilden wir Beziehungen oder intime Beziehungen, falls wir alle das gleiche sind? Ist der freie Wille sodann schlicht eine Illusion, derweil wir in Betracht ziehen, wie alles Gott ist, dass alles Gottes Wille, nicht der unsere, ist? Wie liebt Gott „uns“ als seine/ihre Kinder, wann es [Gott] Bescheid hat, dass es [Gott] genau dies ist. Ist nicht alles, was du niedergeschrieben hast, schier Gott, wie Er zu Sich Selber spricht, wie Er sich selber dabei täuscht und ein Schnippchen schlägt? Herzlichen Dank, Erin V.

 

 

 

NEALE ANTWORTET

 

Lieber Erin … Das sind gute Fragen. Meine Antworten, eine nach der anderen:

 

# 1: Jene Gegebenheit, dass alles insgesamt eins ist, schließt nicht von Anfang an aus, dies und das zu erfahren. Gott erfährt alles, mittels der unterschiedlichen Teile seiner selbst. Die Tatsache, dass dein Körper insgesamt Ein Körper ist, hält deinen Kopf nicht davon ab, einen Kopfschmerz zu erleben, selbst obschon sich deine Zehen in Ordnung fühlen – verhält es sich nicht so? Die unterschiedlichen Teile von dir können unterschiedliche Dinge erfahren, und dabei dem Gesamten Körper stattgeben, es zu erfahren. Sex ist ein gutes Beispiel. Du kannst lediglich ein oder zwei Partien deines Körpers in Gebrauch nehmen, dies aber hält deinen ganzen Körper nicht davon ab, Sex zu erleben.

 

# 2: Wir bilden innige Beziehungen mit Anderen auf dieselbe Weise, wie wir traute Beziehungen mit uns selber bilden. Hast du nicht eine trauliche Beziehung mit deinem Selbst? Sprichst du niemals zu dir selber, denkst du nicht zu dir selber, tröstest du dich nicht, etc.? Natürlich tust du das. Der Fakt, dass du nicht von dir selber abgesondert bist, hält dich nicht davon ab, dies zu tun.

 

# 3: Gott sagt: „Dein Wille für dich ist mein Wille für dich.“ Gott gibt jedem unter uns statt, sich in seinen zahlreichen Aspekten in aller Freiheit zum Ausdruck zu bringen, der Ebene des Bewusstseins gemäß, die der betreffende Mensch innehat. Du hast recht, alles IST Gottes Wille … und Gottes WILLE lautet, dass jedes Menschenseinswesen, welches ja eine Partie Gottes ist, seinen Willen auf jedwede Art zum Ausdruck bringt, die es sich aussucht. Allemal, sobald wir dies tun, bringen wir Gottes Willen zum Ausdruck. Lasse mich dir dazu eine praktische Veranschaulichung übermitteln. Glaubst du, du könntest so Erkleckliches ausrichten wie deinen kleinen Finger heben, falls Gott es nicht wollte, dass du das tust? Nein. Du könntest es nicht. Dies bedeutet indes nicht, dass Gott dich ZWINGT, deinen kleinen Finger zu heben. Wenn du also deinen kleinen Finger hebst, tust du dies als einen Akt persönlichen, freien Willens. Freilich könntest du dies nicht TUN, falls Gott es nicht wollte. Gott könnte dich in einer Minute stoppen. In einer Sekunde. In weniger als einer Sekunde. Wir sehen demnach alsbald, dass es Gottes Wille ist, dass du Deinen Willen zum Ausdruck bringst. Ja? Siehst du das? Die zwei sind eins. Du hast genau recht. Aber sie sind nicht gegensätzlich. Dein Freier Wille ist Gottes Wille. Erkennst du das?

 

# 4: Gott liebt „uns“, selbst obschon Gott darum weiß, dass Gott uns IST, auf dieselbe Weise, wie wir uns lieben. Ich vermag mich selber zu lieben, obschon Ich weiß, dass Ich das Selbst bin, welches ich liebe. Was ist das Problem dabei?

 

# 5: Ja, alles, was ich niedergeschrieben habe, ist Gott, wie Er zu Sich Selber spricht, indes nicht Sich Selber „täuschend“ und Sich dabei „ein Schnippchen schlagend“. Es ist Gott mit Sich Selber redend, unterdessen Er den Teilen Seiner Selbst ins Gedächtnis zurückruft, was jene individuellen Teile Seiner Selbst vergessen haben.

 

Ich hoffe, das alles stellt eine Hilfe dar für dich, Erin, die Dinge aufzuhellen.

 

Ich sende dir Gottes Liebe,

Neale.

 

 

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ANMERKUNG: Wenn du gerne einen Brief an den Herausgeber dieses Bulletins schreiben möchtest, dann sende schlicht eine E-Mail an

Neale [at] NealeDonaldWalsch [dot] com (Neale [at] NealeDonaldWalsch [dot] com)

mit der Angabe in der Betreffzeile „Letter to the Editor“. - In dieser vorliegenden Rubrik ['Briefe an den Herausgeber'] zieht Neale gelegentlich Mitteilungen, herrührend aus anderen Quellen, heran.

 

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Aus dem Sitz des leitenden Verwaltungsmitglieds

 

In dieser Woche möchte ich euch gerne an einer weiteren unter unseren Ressourcen in der Welt von CwG teilhaben lassen. Habt ihr von „The Global Conversation“ bereits gehört? Falls nicht, dann möchte ich sie euch jetzt hier einführen.

 

http://www.theglobalconversation.com

 

Die Global Conversation ist eine Internet-Zeitung, die von einer Gruppe engagierter Menschen geschrieben wird, Menschen mit dem tiefen Verlangen, die Welt in eine andere Art von Dialog hineinzuziehen, ein Dialog, welcher die Nachrichten, die Neue Spiritualität und, wie dies alles auf dich einwirkt, umsäumt. Editiert durch Lisa McCormack, umfassen unsere Mitwirkenden unseren eigenen Neale Donald Walsch, seine wunderbare Gattin und Dichterin Em Claire, die CwG Coaches, darunter wahrhaft die deinen, Laurie Lankins Farley von CwG for Parents, Lauren Rourk mit einer Hinsicht auf Teens, sowie zahlreiche andere.

 

Kürzlich fand sich da ein Beitrag von einem von meinen spirituellen Lieblingsautoren, von Matthew Fox, Autor von „Original Blessing“. Es gibt mehr als 20 Themenkreise, die abgedeckt werden, ebenso eine „Gast-Kolumne“, wo Fox's Artikel zu finden ist, nunmehr in der Archiv-Abteilung aufzufinden.

 

Die Webseite hat mehr als 350 000 Zugriffe auf sich gezogen und es werden täglich mehr. Ich schreibe eine Kolumne unter dem Titel 'Holistic Living', und, um euch ein Beispiel und einen Geschmack davon zu geben, was dort drüben vor sich geht, habe ich einen kürzlich erschienenen und bedeutsamen Beitrag mit dem Titel „Mitteilung, welche die Welt verwandeln könnte“ angefügt.

 

Ich hoffe, ihr findet an jener Seite ebenso Gefallen, wie an den zahlreichen Möglichkeiten, mit den Botschaften von GmG in Verbindung zu bleiben.

 

So wie immer ist es mir sehr danach, von euch etwas zu hören, bleibt also mit mir in Verbindung. Bis nächste Woche, freut euch an meinem Artikel von unten. Allen Segenswünsche – JR

 

 

 

Mitteilung, welche die Welt verwandeln könnte …

 

Kürzlich bekam ich einen Handyanruf von einer Freundin, die einen sehnlichen Wunsch äußerte, doch einen sicheren Raum aufsuchen zu können, um mir eine Erfahrung mitzuteilen, ein Erlebnis, wie und als mehr über sie geredet, denn zu ihr geredet wurde. Sie hatte mit einem Familienmitglied geplaudert, man brachte sich gegenseitig über das Leben auf den neuesten Stand, und ging eine gute Anzahl verschiedener Thematiken durch, als ein Meinungs-Rempler sich selber in ihre Unterhaltung einlud und hineinbegab, um sie brüsk über alles, wobei sie falsch gelegen hätten, auszurichten. Der negative Ausgang, den meine Freundin der Unterhaltung entspringen spürte, hatte nicht so sehr mit den Ansichten selber zu tun, sondern vielmehr mit der Bedürftigkeit des anderen Menschen, bei jedem der Gesichtspunkte der beiden miteinander Plaudernden recht zu haben, anstatt gewillt zu sein, ihre unterschiedlichen Auffassungen zu erörtern und zu beratschlagen.

 

Wir alle haben eine Sichtweise, eine Auffassung davon, wie die Dinge sein sollten, und ein Recht, jene Ideen auszudrücken. Wie wir freilich unser Anliegen hinter dem, was wir sagen, wählen, es in eine mitteilsame Form zu bringen, hat noch einen weiten Weg vor sich, bis das von uns zum Ausdruck Gebrachte in Empfang genommen wird. Ich habe dieser Tage in der Welt die Beobachtung gemacht, dass die meisten Menschen ein überwältigendes Bedürfnis verspüren, ihre Meinungen zu teilen und mitzuteilen, ob jene nun hilfreich sind oder nicht. Im Falle meiner Freundin wurde kein Gedanke darauf verwendet, wie die unerbeten ausgeführte Mitteilung ankommen würde, oder ob die beiden Freundinnen interessiert und ob die beiden Plauschenden vielleicht nicht daran interessiert sind, zu dem Zeitpunkt unterschiedliche Gesichtspunkte zu erörtern. Hätte der besagte, sich ständig und überall Einmischende gebeten, an dem Gespräch teilnehmen zu können, anstatt einfach seine Meinung über sie zu reihern, hätte ein gänzlich anderer Ausgang gezeitigt werden können.

 

Für mich hat wirkliche Kommunikation nichts damit zu tun, recht zu haben; es hat damit zu tun, gehört zu werden. Recht haben kehrt Kommunikation in eine Debatte, oder, schlimmer noch, in einen Streit. Debattieren kann heilsam sein, denn des Öfteren lernen wir kraft ihrer hinzu und wachsen. Debattieren veranlasst uns, über Thematiken nachzudenken, wo wir stehen, und weswegen wir das für wahr halten und glauben, was wir tun. Recht haben ist dort, wo Kommunikation endet und Selbstgerechtigkeit beginnt. Beim debattierenden Erörtern hört man zumindest dem anderen Standpunkt zu, bevor man einen Kontrapunkt einnimmt oder zu einer Stellung beziehenden Entgegnung ansetzt. Wirkliche Kommunikation freilich hat null Bedarf, was die eigene Sichtweise angeht, recht zu haben. Wohlbehaltene Kommunikation gibt allen Gesichtspunkten statt, vernommen zu werden, und reicht hernach für alle Teilnehmer die Freiheit zu, dass sie, ohne Auswirkungen zu zeitigen zu haben, zustimmen oder ablehnen.

 

Zum Beispiel – im Verlaufe der Jahre der Arbeit bei der Conversation with God Foundation, sind bei mir in der Post oder anderweitig etliche ziemlich konfrontative Mitteilungen rund um religiöse Glaubensüberzeugungen gelandet. Da ich auf der Webseite als „Reverend JR“ verzeichnet war, erreichte mich manchmal Post von Leuten, die versuchten, „meine verlorene Seele zu retten“. Etliche sind der Auffassung, GmG sei der „Teufel“, und diejenigen unter uns, die in GmG Nutzen und Förderliches finden, würden in Bälde in der Hölle den Irrtum unserer Wege erkennen. Gemäß einer guten Anzahl meiner besorgten „Seelenretter“ würde ich mich, als ein Geistlicher, an einem „speziellen Ort der Hölle“ wieder finden, dafür, dass ich meine Herde von dem einzigen wahren Erretter weggeführt habe.

 

Gewöhnlich ging ich auf diese Briefe mit dem Gedanken, den ich vorbrachte, ein, dass wir ganz bestimmt in der Lage sind, unsere Auffassungen über Gott in einer Weise zu erörtern, welche für beide von uns produktiv und förderlich ist, dass uns dabei indes jene Bedürftigkeit, recht zu haben, allzu oft in den Weg geriete. Ich erkannte rasch, dass bei den meisten jener Briefe die Schreiber nicht daran interessiert waren, einen Dialog zu führen, dass es ihnen vielmehr um einen Monolog ging. In einem Monolog ist kein Gespräch zugegen und ist keine Gelegenheit innewohnend, sich zu entwickeln, derweilen du der Auffassung bist, du habest bereits alle Antworten inne. Mein Interesse am Aufspüren eines gemeinsamen Grundes und am Ausweiten unseres wechselseitigen Verständnisses von Gott hatte, am Ende, bei dieser Obsession, „recht zu haben nötig zu haben“, den Kürzeren gezogen.

 

Lebenslanger Schüler, der ich bin - ich liebe ich es, mit Leuten von rund um die Welt zu sprechen, m it Menschen aus unterschiedlichen Gegebenheiten, Religionen und aus allerhand Gesichtswinkeln. Ich lerne so viel über mich, über das Leben und über Gott von jenen Unterhaltungen. Ich traf vor langer Zeit den Entschluss, dass ich alle Glaubensrichtungen und Gesichtswinkel ehren und das Bedürfnis los lassen möchte, bei diesem oder jenem recht zu haben, insbesondere was jemand anderen angeht. Stattdessen vertraue ich darauf, dass jede Person Bescheid erteilen kann und möchte, was für sie funktioniert, und dass ein großer Wert darin liegt, Auffassungen zu erörtern und wechselnden Gesichtspunkten zuzuhören. Es ist erstaunlich, was ein Gespräch zustande zu bringen vermag.

 

An dieser Stelle hat das Einsetzen von Gesprächen, welche die Welt zu verändern vermögen, seinen Wohnsitz. Die nötigen Bestandteile jener Unterhaltungen nehmen mit Respekt und Toleranz ihren Anfang. Mein Vater sagte gewöhnlich, Respekt und Toleranz würden die Welt heilen. Denkt daran. Was würde morgen passieren, falls wir alle aufwachten ohne das Bedürfnis, recht zu haben?

 

Was wäre, sofern niemand die Bedürftigkeit verspürte, über etwas, was sie gegenwärtig für die Wahrheit halten, recht zu haben? Was wäre, sofern jeder unter uns sich im Inneren geborgen genug fühlte, um unsere eigenen Glaubensüberzeugungen zu besehen und gar willens zu werden, jene Glaubensvorstellungen in Frage zu stellen, indem wir alternativen Gesichtspunkten zuhören? Was wäre, sofern wir willens wären, einen frischen Blick auf alle unsere zutiefst festgehaltenen Vorstellungen zu richten, um zu schauen, ob durch genauer betrachtende Nachfrage mehr an den Tag gelegt werden kann?

 

So zum Beispiel ist die Menschheit überzeugt, Gott habe, falls es denn einen Gott gibt, alles gesagt, was es über das Leben zu sagen gebe. Falls das so ist, wieso hat dann die Religion bis jetzt nicht die tiefgreifendsten Herausforderungen, denen sich die Menschheit gegenübersieht, gelöst? Warum ist der Großteil unter uns nach wie vor am Leiden? Vielleicht gibt es mehr, was über Gott und das Leben mitgeteilt gehört. Vielleicht gibt es mehr zu kennen, wobei, es zu kennen, alles umgestalten würde.

 

Es braucht großen Mut und Stärke, sich an der Stelle von „Ich stimme dem zu, dass ich in der Sache schief liegen mag“ aufzuhalten. Freiheit lebt auf der anderen Seite dieser Gleichung. Denn es braucht für dich, sofern dir die Bedürftigkeit, recht zu haben, abgeht, sich nichts zu ereignen, um in Friede zu sein.

 

Du siehst, falls die obige Behauptung für dich stimmig war, wird dein Glücksbarometer über die Grafik hinausschießen. Es wäre überdies das Ende von so vielen Umständen und Bedingungen, die heute in unserer Welt nicht klappen. Wir sind die Gegebenheiten der Welt, in Bewegung. Was wir uns jeden Tag aussuchen, das hat auf das Ganze von uns Einwirkungen.

 

Können wir alle Nutzen daraus ziehen, das Bedürfnis, recht zu haben, los zu lassen? Darauf kannst du wetten. Das Bedürfnis, recht zu haben, scheint mir zu unseren größten Süchten zu gehören und zu den Beweggründen zu gehören, weswegen wir uns derart langsam entwickeln.

 

Wann ich die Landschaft der Menschheit überschaue, sei es nun in der Historie oder dieser Tage - das Bedürfnis, recht zu haben, war die Ursache von dermaßen viel Schmerz, von dermaßen viel Tragik und Herzeleid. Es betrifft nicht schier Gott oder die Religion. Sieh dir jedes System in der Welt heute an. Das Bedürfnis, recht zu haben, hat die wirkliche Kommunikation stillgelegt, zugunsten von Positionen und Argumenten, die, wie der Krieg, unablässig zu Dingen hinlenken.

 

Die Medien sind für ein Gutteil davon verantwortlich, bei Facebook, bei Reality TV, bei meinungs-getriebenem Produkt-Bomben-Zum-Platzen-Bringen, die dir 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche den Inhalt, bestehend aus Gesichtspunkten, um die Ohren pusten. Allemal haben wir die Zuständigkeit für unsere Teilhabe daran zu übernehmen. Energie nimmt zu, wo Energie daherkommt. Stellt es ein und hört auf, an jenen Systemen teilzunehmen, und seht zu, wie rasch sie sich ändern werden.

 

Das erforderliche Werkzeug, um das Bedürfnis, recht zu haben, los zu lassen, ist kritisches Bedenken. Dies ist keine Fertigkeit, die in der Schule unterwiesen wird; es wird von Menschen entwickelt, die zusehends willens werden, einen Schritt zurück zu treten und unterschiedliche Ansichten in Betracht zu ziehen; es wird entwickelt von Menschen, die willens sind, sich in wirklichen Gesprächen, in Erkundigungen und in Dialoge einzubringen. Dies ist derzeit bei dem menschlichen Befinden das fehlende Glied. Dies ist die Sache, die alles ändern könnte.

 

Hinterfragendes Denken erschließt jene Art Kommunikation, die die Welt zu verwandeln vermag und verwandeln wird. Vonnöten ist die Befähigung, darin Einsicht zu nehmen, dass dasjenige, was für dich klappt, nicht für einen anderen Menschen klappt. Bist du willens, die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, dass dein Weg nicht DER WEG ist, dass er vielmehr einfach ein andersgearteter Weg ist? Die Feststellung von Gespräche mit Gott trifft hier perfekt zu: „Unser Weg ist kein besserer, unser Weg ist schier ein anderer Weg.“

 

Diese Denkart in Anwendung gebracht, diese Gesprächsführungsweise zum Ausdruck gebracht, diese Art Bereitwilligkeit, offen für neue Möglichkeiten und neue Gedanken zu sein, werden von den Menschen, welche die Welt umgestalten, in Gebrauch genommen werden. Weswegen lässt du dies denn nicht dich sein?

 

P.S.: Ich stimme dem zu, mich bei alledem täuschen zu mögen!

 

 

 

(J.R. Westen, D.D. ist ein Holistic Health & Spiritual Coach, der über mehr als ein Jahrzehnt Seite an Seite mit Neale Donald Walsch gearbeitet hat und aufgetreten ist. Er hat sich leidenschaftlich dem verschrieben, Menschen behilflich zu sein, dass sie über ihre emotionalen und spirituellen Herausforderungen hinausgelangen, indem sie Zusammenbrüche in Durchbrüche verwandeln. Seine Berater- und Coaching-Tätigkeit stellt praktische Weisheit und Wegweisung bereit, welche unverzüglich einverleibt werden können, um die Erfahrung des Lebens eines Menschen umzugestalten. So wie dies für die meisten wirkmächtigen Lehrer gilt - J.R.'s eigenes Ringen und Obsiegen beflügelten ihn, machtvolle Wege aufzuspüren, um Anderen zu helfen. Nüchtern seit dem 1. Juni 1986 trieb J.R.'s Passion, einzelnen Menschen beizustehen darin, im Laufe ihrer heftigen Lebensherausforderungen voranzurücken, dazu an, sich auf Suchtverhalten und Trauerbewältigung zu spezialisieren. J.R. lässt gegenwärtig seine Gabe des Beratens und des Coaching Einzelnen zuteil werden. JR dient nun als Verwaltungsleiter der Conversations with God Foundation. Mit ihm kann unter JR [at] CWG [dot] ORGJR [at] CWG [dot] ORGJR [at] CWG [dot] ORGJR [at] CWG [dot] ORGJR [at] CWG [dot] ORG

Kontakt aufgenommen werden.)

 

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Kurzmitteilungen

 

[Es folgt eine kurze Annoncierung …]

 

des neuesten Buchs von N.D. Walsch … 'The Only Thing That Matters'.

 

 

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Die Rechte Lebensführung ermitteln, indem das Leben, das du gerne magst, geführt wird.

Die CWG Foundation ist stolz, unseren neuesten und EXCLUSIVEN Online-Kurs von Neale Donald Walsch anzukündigen

 

Neale verschafft dir Zugang in sein eigenes Zuhause zu einer in die Tiefe gehenden Erörterung; mit dabei sind praktische „Bleib-dran- und Packen-Wir-Es-An“-Werkzeuge, die euch eine Hilfe sind beim Leben desjenigen Lebens, was euch lieb ist. Er trägt dir einen Weg an, all die Freude und die Tiefe, die das Leben vorhalten kann, zu erfahren. Aus einer Bandbreite an GmG-Unterweisungen her entnommen, führt dieser Kurs das Beste der besten Prinzipien zusammen, dein Leben zu bereichern und zu verschönern, und die Welt um uns zu heilen.

 

Zu Näherem und zur Anmeldung – klicke hier.

 

 

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Quelle: CwG Weekly Bulletin # 530 [1.3.2013] ~ Übersetzung: Theophil Balz [3.3.2013]

 

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Das engl. Original steht unter

http://www.cwg.org/bulletins/bulletin_530.html

 

Die

~ übersetzten Bulletins der letzten Jahre (jeweils als PDF-Datei herunterzuladen),

~ die kostenlosen E-books von ND Walsch,

~ sein Internet-Tagebuch (Blog; selektiv),

~ täglich sog. 'Heavenletters', tägliche Liebesbriefe Gottes an uns Menschliche Seinswesen auf der Erde (niedergeschrieben durch Frau Gloria Wendroff, Iowa, USA)

~ Möglichkeiten, eigene Beiträge und Kommentare zu schreiben,

~ Möglichkeiten, in einem Wort-Register nachzuschlagen, und manches Andere,

sind gesammelt erreichbar unter

www.gmg-materialien.de

 

ND Walsch lädt uns ausdrücklich dazu herbei, an seinem Leben teilzuhaben - und uns gegenseitig an unserem Leben teilhaben zu lassen.

 

»Geh mit mir, sage ich, und ich werde versuchen, dir zu helfen, dich aufs Neue wiederzuerschaffen, auch dann, indes ich dich darum ersuche, mir dabei zur Seite zu stehen, das Gleiche zu tun. Lasst uns unsere Futurologie zusammen gemeinsam erschaffen« [GmG Wö. Bulletin #239].

 

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Weitere verwandte Webseiten sind:

 

~ www.gespraechemitgott.org

~ www.humanityteam.at

~ www.humanitysteam.ch

~ www.humanitysteam.de

 

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  IN EIGENER SACHE .....

  Liebe Freunde,

die Mutter-Organisation, die »CwG Foundation«, benötigt in regelmäßiger Weise einen Mittelzufluss. In einer Extra-Mail vom 1.4.06 habe ich mich an Euch gewandt und dort dargelegt, welche Vorschläge ich für unsere gemeinsame Situation, auch für diejenige der Übersetzer und anderer Mitwirkender in Dtld., unterbreite.

Hier kurzgemacht .... wir erbitten mtl. 4 Euro für das Bulletin. Die Hälfte geht per Monat in die USA, die andere Hälfte verbleibt in Dtld. zu den in der E-Mail aufgeführten Zwecken. Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam auf einer Grundlage weitermachen könnten, die uns allen guttut und uns in ergänzender Verschiedenartigkeit füreinander wohlstellt.

Liebe Grüße

Theophil

 

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Theophil Balz ~ Hesterbrinkweg 11 ~ D 49324 Melle ~ [0049] (0)5422 8563 ~ theophil [dot] balz [at] web [dot] de (theophil [dot] balz [at] web [dot] de)

 

 

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Ich habe ein Extra-Konto eingerichtet. [Da wir kein Verein sind, ist es nur möglich, das Konto auf einen Privat-Namen laufen zu lassen.]

Theophil Balz ~ »TUFUNZANE«

Kto. Nr.: 134023

Kreissparkasse Melle

BLZ 26552286

Kennwort: »Bulletin«

Für Überweisungen vom Ausland:

- SWIFT: NOLADE21MEL

- IBAN-Nummer: DE73 2655 2286 0000 1340 23

[Das Schweizer Konto hatten wir aus Kostengründen aufzulösen; zwischenzeitlich wurde ja auch der Bankenzahlungsverkehr europäisiert und vereinfacht.]

Notwendiges Kennwort auf dem Überweisungsformular: "BULLETIN"

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Anmerkung: »Tufunzane« (kisuaheli) heißt:

»Lasst uns zusammenkommen und uns gegenseitig anleiten und unterweisen.«

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