GmG # 694

 

GmG Wöchentliches Bulletin # 694

 

 

 

22.4.2016

 

 

 

WAS BEDEUTET 'WIR SIND ALLE EINS' IM ALLTÄGLICHEN LEBEN?

 

 

 

Eine Anmerkung von Neale

 

 

 

Meine lieben Freunde,

 

 

 

Bei einer öffentlichen Ansprache wurde mir kürzlich eine Frage über die allererste Botschaft auf Seite 5 der 3000 Seiten des Gespräche mit Gott-Dialogsgestellt. „Was bedeutet es?“, wollte jemand aus der Zuhörerschar wissen. Ich erteilte, was meinem Dafürhalten nach eine recht gute Antwort darstellte, allerdings entsann ich mich, dass ich darüber ausführlich in Gespräche mit Gott für Eltern geschrieben hatte. Ich möchte euch gerne an all dem teilhaben lassen, weil dies eine Frage ist, die ich häufig gestellt bekomme, und weil es für jene unter uns eine gute Sache darstellt, sich dies anzusehen und es ab und an zu erörtern.

 

Mir bedeutet die GmG-Botschaft Wir Sind Alle Eins genau, was sie besagt. Das Gespräch führt aus und gibt uns zu verstehen, dass Alle Dinge Ein Ding sind. Es gibt alleinig Ein Ding, und alle Dinge sind des Einen Dings, das es gibt, teilhaftig.

 

Dies meint, dass wir mit ein ander Eins sind, Eins mit allem vom Leben, und Eins mit Gott. Es gibt, so wie ich es sehe, keine andere Möglichkeit, es zu deuten.

 

GmG gibt uns zu erkennen, dass du ich bist und dass ich du bin; dass wir Teil und Anteil des Allen sind. Wir sind durchsetzt als unterschiedene Energieformen in einer Umfassenderen Form, welche Alles Was Ist umfasst. Und mithin sind wir nicht bloß Eins mit ein ander, sondern Eins mit der Erde und einem jeden lebenden Ding auf ihr. Eins desgleichen mit dem Universum. Und Eins mit jener Göttlichen Essenz, welche wir Gott heißen.

 

Die Implikationen davon für die menschliche Rasse sind atemberaubend. Sofern wir dies für wahr hielten, würde sich in unserem Leben alles wandeln. Alles in unseren Religionen, in unserer Politik, in unserer Ökonomie, in unserem Bildungswesen, und in unseren sozialen Gebilden. Und alles in unserem persönlichen Leben desgleichen.

 

In unseren Religionen würden wir das Ende dieses scheinbar nie aufhörenden Ringens um Menschenseelen zu sehen bekommen. Religionen würden mit dem Beharren aufhören, sich selber als den Einen und Einzigen Pfad zu Gott auszuzeichnen. Sie würden uns auf unserem persönlichen Pfad beistehen, aber sie würden nicht den Anspruch erheben, Der Pfad zu sein. Und sie würden aufhören damit, Angst als das Hauptmittel in ihrem Arsenal in Einsatz zu bringen.

 

Sie würden die Lehre aussetzen, wir würden, außer wir befolgten ihre Lehrsätze, die Ewigkeit in dem immerwährenden Feuer der Hölle zubringen. Sie wären eine Quelle des Trostes und der Führung, der stets präsenten Hilfe und der Stärke in Zeiten des nötigen Bedarfs. Die Religion würde mithin ihrem höchsten Behuf und ihrer erhabensten Aufgabe dienlich sein.

 

In unserer Politik würden wir das Ende von versteckten Agenden und von Machtspielen unter den Augen haben, ebenso wie das Ende der Dämonisierung jener Menschen mit entgegengesetzten Ansichten. Politische Parteien würden mit dem Anspruch, ihr Weg sei der einzige, aufhören. Und sie würden zusammenarbeiten, um für die drängendsten Probleme eine Lösung zu finden, und die Gesellschaft voranbringen, indem sie sich auf die Suche nach gemeinsamem Boden begeben.

 

Ihnen ginge es darum, die funktionstüchtigsten ihrer Ideen mit den funktionstüchtigsten Ideen ihrer Opponenten zu vermengen. Die Politik würde demnach ihrem höchsten Behuf und ihrer erhabensten Aufgabe dienen.

 

In unserer Ökonomie würden wir das Ende des Größer-Besser-Mehr als den internationalen Maßstab von Erfolg zu Gesicht bekommen. Wir würden eine Neue Grundlagenlinie ausmachen, in der „maximale Produktivität“ frisch bestimmt ist, und in der unser nie zu Ende kommendes Streben nach Profit-Profit-Profit ersetzt werden würde durch ein Empfinden von Ehrfurcht und von der Wundersamkeit im Universum, einer Ehrerbietung für das Gesamt des Lebens, und durch eine Hingabe, eine Welt zu erschaffen, in der eine jede Person in Würde zu leben vermag, dabei die grundlegenden Bedürfnisse befriedigt bekommend. Die Ökonomie würde demgemäß ihrer höchsten Zweckstellung nachkommen, wie auch ihrer erhabensten Funktion.

 

In unserem Bildungswesen bekämen wir das Ende der Propaganda zu sehen, welche an die Stelle von Historie getreten ist, und das Ende von fachgebiets-betriebenen Lehrplänen, bei denen der Schwerpunkt auf dem Auswendiglernen von Fakten zu liegen kommt, und weniger auf den fundamentalen Konzepten des Lebens, welche wir gerne unsere Kinder begreifen sehen möchten: Achtsamkeit, Aufrichtigkeit, Verantwortlichkeit.

 

Wir würden eine demokratische Schule zu sehen bekommen, in der die Kinder ebenso ein Sagen darüber haben, was zu lernen ist, und wie sie es als Lehrende unterweisen würden, und in der wir die Umgebung nicht dafür hernehmen, Wissen in Kinder hinein zu schütten, sondern in denen wir Weisheit aus ihnen heraus ziehen. Demgemäß würde Bildung ihrem höchsten Behuf und ihrer erhabensten Aufgabe dienen.

 

Was Wir Sind Alle Eins nicht bedeutet, ist, dass das, was das meine ist, das deine ist, und dass was das deine ist, das meine ist. Nicht in dem gewöhnlichen menschlichen Verständnis jener Worte. Das Konzept des Einsseins schließt die Möglichkeit persönlichen Besitzes oder individuellen Zum-Ausdruck-Bringens nicht aus.

 

Womöglich sehen wir uns alsdann eine höhere Ebene des Strebens erleben, höher als je zuvor, unsere persönlichen Besitztümer mit Anderen zu teilen, derweil wir uns vergegenwärtigen, dass im Eigentlichen keine „Anderen“ da sind, schier und einzig Zusätzliche Versionen des Selbst – genau genommen steht uns nicht die Forderung ins Haus, unseren Besitz wegzugeben, noch auch sind wir befugt, Anderen deren Besitz wegzunehmen.

 

Ein jeder menschliche Ausdruck des Göttlichen wird sich selber genau so erfahren, wie es seine Wahl ist – und was wir sammeln und was wir untereinander teilen, gerät zu einem auffallenden Aspekt jenes individuellen Ausdrucks.

 

Wir Sind Alle Eins bedeutet zudem nicht, dass wir alle die gleichen sind, oder dass wir keine persönliche, singulare und überaus spezifische Identität innehaben. Das Gleichnis von der Schneeflocke, welches zum ersten Mal in dem Buch Das Einzige Was Zählt (Emnin Books, 2012, verteilt durch Hay House) veröffentlicht wurde, legt dies für Kinder in wundervoller Weise auseinander.

 

Ich biete es hier dar ….

 

 

 

Es war einmal eine Schneeflocke. Sie hieß Sara. Sara, die Schneeflocke, hatte einen Bruder namens Sam. Sam, die Schneeflocke.

 

Sara und Sam lebten beide gut – aber sie fürchteten den Tag, an dem sie sterben würden, ins Nichts hinein wegschmelzend. Eines Tages dann erschien den beiden der Schnee-Engel. „Eine Schneeflocke ist ewig. Wusstet ihr das?“, sprach der Engel, und daraufhin legte er dar:

 

Die allerersten Schneeflocken in der Historie der Welt sind Schneeflocken, die heute niedergehen. Sie fallen als ungemein individualisierte Verkörperlichungen vom Himmel. Es gibt keine zwei gleichen Schneeflocken. Es hat solche nie gegeben, in der ganzen Historie der Schneeflocken nicht.

 

Die Flocken sind in ihrer Gestalt ehrfurchtgebietend schön. Niemandem, der sie sich ansieht, wie sie vom Himmel herunterfallen, kann es entgehen, ihre ungemeine Pracht zu erblicken.

 

Derweil sie niedergehen, verschmelzen sie miteinander. Die Menschen nennen einen riesigen Haufen von ihnen auf dem Boden einfach 'Schnee'. Sie sagen nicht: 'Schau dir jenen großen Haufen Schneeflocken an.' Sie sagen: 'Schau dir jenen Berg Schnee an.' Sie sehen all die individuellen Schneeflocken als Eine. Und in der Tat, die Schneeflocken sind Eins mit Ein Ander.

 

Der Engel sprach weiter …

 

Nicht lange hin und die Sonne kommt heraus, und der Schnee schmilzt, jede Flocke vergeht, eine nach der anderen. Sie verschwinden natürlich nicht voll und ganz. Sie ändern einfach die Form. Jetzt sind sie Wasser, kräuseln sich gemeinsam in einer glitzernden Pfütze oder strömen zusammen in einem kleinen Fluss dahin.

 

Die Sonne setzt das Wirken ihrer Zauberei fort, und bald schwindet das Wasser selber dahin. Oder es scheint so. In Wirklichkeit wechselt auch jenes die Form. Es verdampft, steigt in der Luft als unsichtbare Dampfschwaden auf und sammelt sich dort in solch einer Konzentration an, dass sie erneut sichtbar werden – als Wolken.

 

Und mehr und mehr Dampfschwaden tun sich zusammen, die Wolken werden mit ihrer Feuchtigkeit schwer. Bald fällt die Feuchtigkeit – ein weiteres Mal – herunter, es regnet auf die Erde. Und sofern es mit der Temperatur stimmt, verwandelt sich der herunterfallende Regen aufs Neue in Schneeflocken – keine zwei Schneeflocken die gleichen. Für immer. In der Historie der Schneeflocken.

 

Sara und Sam waren in ihrem ganzen Leben nie so glücklich. Im Nu war alles was man … kristallklar nennen könnte.

 

Und mithin bekommen wir in dem Schnee den Zyklus des Lebens und die Geschichte von Dir zu erkennen.

 

 

 

Ich freue mich sehr, dass ich Gelegenheit dazu hatte, euch daran teilhaben zu lassen. Wie ich es bereits gesagt habe – es ist ab und an etwas Gutes, sich einige jener frühen Botschaften von Gespräche mit Gott vor Augen zu führen.

 

 

 

 

 

Mit Liebe,

 

Neale.

 

 

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P.S.: Fühlt euch frei, diese Ausgabe des Wöchentlichen Bulletins an alle Freunde weiterzuleiten. Womöglich ist es jenen danach, mehr darüber in Erfahrung zu bringen und sich zur Subskription zu melden – welche, wie euch ja bekannt ist, kostenfrei ist. Gebt ihnen also eine Chance, sich über diese wundervolle Publikation über GmG kundig zu machen, die jede Woche publiziert wird! Sendet sie an einen Freund, an eine Freundin!

 

 

 

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Über die Jahre sind das Wöchentliche Bulletin und seine Artikel, wie sie Neale Donald Walsch niedergeschrieben hat, in den E-Mail-Postfächern tausender Leser rund um die Welt zu einem Favoriten geraten. Wir freuen uns, zusätzlich zu den neuesten Artikeln von Neale, an dieser Stelle gelegentlich eine Auswahl aus den besten seiner zurückliegenden schriftlichen Äußerungen für diese vorliegende Veröffentlichung zu präsentieren. Wir sähen es ungerne, wenn sich die vielen Leute diesen oder jenen Beitrag davon entgehen ließen, Bemerkungen, die uns den Weg weisen, wie GmG in unserem täglichen Leben anzuwenden ist. Handelt es sich nun um eine neue Vorlage oder um einen Zugabe-Abdruck – wir vertrauen darauf, dass ihr von diesen Niederschriften aus der Feder des Mannes, der uns Gespräche mit Gott überbrachte, trefflichen Nutzen erlangt.

 

 

 

 

 

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Briefe an Neale ...

 

 

 

 

Lieber Neale …. Unter der Arbeit hörte ich heute Nachmittag den archivierten Materialien deiner früheren Tele-Klassen zu, und hörte eine Menge übers Geben. Sobald du gibst, erhältst du derart viel mehr zurück, und klar, das glaube ich, und selbst dann, falls ich das nicht glaubte, möchte nach wie vor etwas in mir so stark all das geben, was ich von mir, meinen Ressourcen, meiner Zeit und meinem Geld zu geben vermag.

 

Gleichzeitig saß ich die vergangenen paar Abende hier und betrachtete mir meine eigene persönliche finanzielle Lage, und merkte, ich habe es wirklich nötig, mir mehr meiner Ausgaben bewusst zu sein, weil ich zurzeit finanziell nicht gerade gut dastehe, weil es anfängt, mich nervös zu machen und mich fragen lässt, wie ich über die Runden komme.

 

Gleichwohl hielt ich nachmittags auf dem Weg von der Arbeit nachhause am Lebensmittelladen an, um mir eine Schale Suppe zu kaufen; dabei kaufte ich vorsichtigerweise nur die Suppe und füllte keinen Einkaufswagen. Ich debattierte mit mir hin und her, an welcher Schlange vor der Kasse ich mich anstellen sollte, und stellte mich dann in eine Reihe hinter einem Mann mit einem motorisierten Rollstuhl. Er hatte nur ein paar Sachen, dann bemerkte ich, wie er die Werbeanzeigen herauszog, um davon die Coupons rüberzureichen, obwohl er sie nicht herausgeschnitten hatte, und ich sah, wie sich seine Rechnung auf $40 belief.

 

Er zog aus seiner Tasche ein Bündel heraus, überall quollen Papiere über, und gab dem Kassierer ein zerknülltes Papier, dann noch eines und sagte: „Ich weiß, irgendwo sind da $20 drin.“ Er sah, er hatte bloß einen Zwanziger, und bat den Kassierer, Einkaufssachen aus dem Wagen heraus zu nehmen.

 

Ich dachte: „Das ist mein perfekter Anlass zum Geben“. Ich bot an, etliche Dinge, die er sich nicht leisten konnte, auf meine Rechnung zu nehmen und sie zu bezahlen, obgleich ich selbst nicht viel Geld habe, und danach kroch meine Knappheits-Mentalität herein … „Also, ich möchte nur zwischen $10 und $15 bezahlen, nicht mehr, als ich es mir leisten kann.“

 

Nun sah ich zu, wie einige Würzflaschen, jede etwa zu $5, danach etwas Fleisch von dem Einkaufsbeleg heruntergenommen wurden. Bevor ich es mitbekam, betrug seine Rechnung bloß $5.

 

Ich dachte: „Also, ich werde keine $40 für die Lebensmittel dieses Mannes bezahlen. Er hätte gar nicht hierher kommen sollen, wenn er sich nicht im Klaren war, ob er genug Geld dabei hat.“ Dann half ihm jemand mit der einen Tasche voller Lebensmittel zum Auto, und ich ging zu meinem Wagen mit dem Gefühl, als hätte ich meine Gelegenheit zu geben versäumt. Ich habe die Gelegenheit verpasst für den Kassierer, den Einkaufstaschen-Träger und den Mann hinter mir in der Reihe, dass diese Menschen jemanden zu sehen bekommen, der einem Anderen etwas gibt und eine Inspiration für sie ist. Ich hatte das Gefühl, es sei ein Test gewesen, den ich nicht bestanden habe.

 

Ich fuhr nachhause und dachte dabei darüber nach, und als ich aus meinem Auto stieg und mich umwandte, um die Tür zu schließen … da drüben auf der anderen Straßenseite … sah ich den gleichen Mann, er war mein Nachbar!!! Ich fragte mich, ob ich zurückfahren, jene Dinge kaufen und sie ihm vorbei bringen sollte.

 

Ich ging ins Haus und sprach mit meiner Tante darüber; sie äußerte, mein Herz sei am rechten Fleck, vielleicht sei es aber nicht der richtige Ort für dich gewesen, etwas zu geben, und sie fuhr fort und erzählte mir davon, wie dieser Mann sein könne, wie er sich selbst nicht helfen möchte, und wie er manchmal die Erwartung aufbringe, dass die Leute ihm aufgrund seiner Versehrtheit Sachen zukommen lassen.

 

Meine Frage lautet also … Wie bringe ich unser Geben zu einem Ausgleich?

 

Ich möchte geben. Ich möchte es so sehr und auf so vielfältige Weise tun, und manchmal bemerke ich, dass ich mich einfach ausgezehrt und nicht erfüllt fühle. Ich habe das Gefühl, dass ich der Frau an der Ecke $10 gegeben habe und jetzt die $10 nicht habe, die ich brauche, und, habe ich nicht gleichzeitig ebenfalls finanziell verantwortlich zu handeln??

 

Ich kann es mir nicht leisten, jedem, der mich darum angeht, oder dem ich es gerne geben möchte, Geld zu geben. Wie bringen wir angemessenes Geben in Balance, und wie erkennen wir, wann wir einfach Geld (genauso Hilfsmittel, Zeit, Geschenke, Talente) hinauswerfen?

 

Ich weiß, sofern wir geben, sollten wir das zehnfach zurück bekommen, wenn ich aber gebe und dann später in meinen Geldbeutel schaue, um meine eigene Rechnung zu bezahlen, sehe ich …. „Blöd! Ich habe meine letzten $10 weggegeben und jetzt brauche ich sie nötig.“ Das Gleiche gilt auch für nicht-monetäre Dinge; ich habe oft das Empfinden, verbraucht und erschöpft zu sein. Ich gebe alles, was ich bekommen habe, und danach habe ich das Gefühl, ich hätte nichts mehr für mich über, ich sei einfach benutzt und ausgenutzt worden. Was läuft bei dieser Gleichung nicht richtig? Danke im Voraus … Melissa.

 

 

 

NEALE ANTWORTET

 

 

 

Meine Liebe Melissa … du stellst die Frage Aller Zeiten. Lasse mich einmal sehen, ob ich einige Dinge für dich klären kann, aus der Ecke heraus, die ich meiner Vorstellung nach „kenne“ …

 

Zunächst – ich bin mir sicher, du kennst die Redeweise: „Geben ist gesegneter als nehmen“. Das ist wahr, sehr wahr – jedoch nicht, weil es „netter“ ist, zu geben, sondern weil es machtvoller ist.

 

Gespräche mit Gott sagt, dass „jede Handlung eine Handlung der Selbst-Definition ist“. Das bedeutet, dass wir mittels unserer Gedanken, Worte und Taten jeden Tag erschaffen, wer wir uns vorstellen zu sein.

 

GmG stellt auch heraus, dass „du alles, was du tust, für dich selbst tust“. Es gibt keinen Anderen, dessentwegen es zu tun wäre, und ja, es kann danach aussehen, es gebe jemanden. Deswegen präsentiert uns die Äußere Welt die Illusion der Trennung, und ruft dabei die Vorstellung ins Leben, dass es Mehr als Einen von Uns gebe.

 

Selbst wenn es freilich Mehr Als Einen von uns gäbe, stimmte es nach wie vor, dass „du alles, was du tust, für dich selbst tust“, weil alles, was du tust (oder nicht tust), in dir ein Gefühl hochbringt. Es veranlasst dich zu einem bestimmten Gefühl über dich. Und dieses Gefühl ist mehr als schier eine beiläufige Erfahrung. Es ist tatsächlich eine schöpferische Kraft. Sprich, so wie du dich über dich fühlst, so erschaffst du dich im nächsten goldenen Moment des Jetzt. Denke es dir so: Gefühle sind für die Seele Anleitungen. Sie sagen der Seele, wie du als Nächstes dein Selbst erleben möchtest.

 

Nun ist die wunderbare Sache dabei, dass Gefühle durch dich beliebig kontrolliert und sogar erschaffen werden können. Sie sind nicht notwendigerweise Dinge, die „über dich kommen“. Sie können Dinge darstellen, die du herstellst, die du aussuchst und erschaffst, und das in voller Absicht. Hast du jemals etwas getan, um dich gut zu fühlen? Wie etwa, eine gute Musik auflegen? Oder dir eine Show ansehen? Oder jemandem eine ganz große Umarmung geben?

 

Die Umarmung ist das beste Beispiel. Es könnte danach „aussehen“, als würdest du jemand ANDEREM diese Umarmung geben … sofern man allerdings eine Umarmung als ein warmes, kuscheliges Gefühl bestimmen kann --- wer bekommt dann das Gefühl und wer gibt es?

 

Also Melissa, als du es verpasstest, jenem Mann im Laden ein paar Dollar zu geben, um ihm bei seiner Lebensmittelrechnung auszuhelfen, hast du den Impuls, der sich innen in dir regte, gänzlich ignoriert. Jener Impuls, den wir als deinen Ersten Gedanken bezeichnen könnten, war inwendig in dir der Schöpferische Impuls, der der Lenker der menschlichen Erfahrung ist. Dein Göttliches Selbst WEISS, Wer Du Bist (in allem Überfluss, nichts benötigend, Göttlich vom Ursprung her, und immerzu umsorgt), aber dein Geist weiß es NICHT …. und er wird ununterbrochen intervenieren und dir sagen, was ER über Wer Du Bist meint zu wissen. Das ist beinahe immer eine FEHLINFORMIERUNG. Demnach, sobald deine Seele inwendig in dir einen Impuls erschafft, der den Ersten Gedanken herstellt (in diesem Fall: „Hilf diesem Mann, der in Not ist“), dann gib dem keine nochmalige Überlegung. BLEIBE bei dem ERSTEN GEDANKEN, der deinen Geist betreten hat!

 

(Eine detaillierte Beschreibung, wie der Geist es uns ausredet, ganz entschieden unser Selbst zu sein, wirst du hoffentlich bei der Lektüre von 'When Everything Changes, Change Everything' aufsuchen. Dort wird eine bemerkenswerte Darlegung alldessen geboten.)

 

Du hast dem Mann nicht geholfen, und du fühltest dich danach schrecklich. Du fühltest dich rund um dein Selbst schrecklich. Du hast auch dir eine riesige Dosis des Gefühls überreicht, dass du nicht genug habest. DIESES GEFÜHL ist SCHÖPFERISCH, es erzeugt die AKTUELLE REALITÄT, dass du nicht genug hast! Infolgedessen wirst du dich dazu bringen, „dich dabei wieder in Ordnung zu bringen“ – indem du NACHWEIST, dass du WUSSTEST, dass das was dich betrifft WAHR WAR! Indes war es deine BEKUNDUNG, die dasjenige erschaffen hat, was wahr war. Die Bekundung geht IMMER der Realität voraus! Erinnere dich stets daran. Falls du dich fragst, wieso du in deinem Leben nicht „genug“ hast, so achte darauf, was du unaufhörlich bekundest und veranschaulichst ….

 

Deine Tante äußerte, dein „Herz sei an der richtigen Stelle gewesen“, und sie hatte recht! Doch dann händigte sie dir allerhand Gründe aus, weswegen diesem Mann, der sich als dein Nachbar herausstellte, NICHTS zu geben sei … hauptsächlich weil er von Leuten zu erwarten scheint, ihm aufgrund seiner Behinderung zu helfen. Seine Begründung aber dafür, was er tut, hat nichts mit deinem Grund zu tun, das zu tun, was du tust!

 

Und nebenbei gesagt, bei allem Respekt für deine Tante, sie kann unmöglich die Agenda seiner Seele kennen. Ich werde an einen Traum erinnert, den ich einmal hatte und über den ich in meinem letzten Buch Auskunft gab, in dem oben erwähnten Buch, 'When Everything Changes, Change Everything'.

 

In meinem Traum ging ich in irgendeiner Stadt auf dem Bürgersteig, und ich gelangte drüben auf einer Straße zu einem Menschen, der sich gegen ein Gebäude lehnte, die Kleidung eine einzige Unordnung, fettige Haare, die seit Wochen nicht gewaschen waren, und ein Geruch …. naja sagen wir mal: interessant … in Ermangelung eines besseren Ausdrucks.

 

Der Mensch auf der Straße hielt eine kleine Papiertasse hin, als ich vorüberging. „Hast du etwas Wechselgeld für mich übrig?“, murmelte sie.

 

Oh, die gleiche Person steht sechs von sieben Tagen in der Woche an der gleichen Stelle, sagte ich zu mir selbst. Sie hat eine gute Masche am Laufen. Wieso sich damit behelligen, selbst nach Arbeit zu suchen, wenn du wer weiß wie viele Dollar in der Woche bekommen kannst, einfach indem du dastehst und um Geld bittest?

 

Ich ging an ihr vorbei, ohne ihr nicht einmal so viel wie einen Blick zuzureichen … doch dann machte ich kehrt und lief direkt auf sie zu. „Sage mir eines“, platzte ich heraus. „Wieso suchst du dir nicht einfach eine Arbeit, so wie jeder Andere auch, anstatt hier dazustehen, und die Leute um Geld anzugehen?“

 

„Falls ich das täte“, erwiderte die Frau mit den Einkaufstaschen, „wer würde hier sein, um dich erkennen zu lassen, wer du wirklich bist - ?“

 

Ich war angesichts ihrer Antwort fassungslos.

 

Fassungslos zur Stille hin.

 

Demnach also, Melissa, mache ich mir nichts daraus, was deine Tante über die Motivation dieses Mannes denkt. Sie schaut die Dinge aus dem erdverbundenen Geist heraus an. Ich lade dich ein, dir die Dinge aus der Perspektive der Seele her anzusehen – des immerwährend Parts von dir, der weiß, Wer Du Bist, wo du bist, wieso du dort bist, wo du bist, und was du stets als Ansinnen hattest, es hier zu tun.

 

Also, Melissa, zu deiner eigentlichen Frage: Wie findest du ein Gleichgewicht zwischen deinem inneren Impuls zu geben, zu geben, zu geben (und nicht bloß Geld, sondern viele Dinge, wie etwa Mitempfinden, Liebe, Geduld, Hilfe allerhand Art, etc.) und deinem weltlichen Geist, der die Aussage trifft: „Sei vorsichtig! Es ist nicht genug da! Sei vorsichtig! Wirst du dabei ein 'Rückentgelt' bekommen? Pass auf!“

 

Ebender Gedanke, dass du einen „Rückfluss“ erhältst, ist ein Gedanke, der dir eine Lüge über Wer Du Bist auftischt. Wer Du Bist braucht kein „Entgelt“ … bei nichts, am allerwenigsten bei einem Akt der Freigiebigkeit von Liebe. Wer du bist IST Freigiebigkeit und Liebe. Es ist darauf aus, das zu bekunden, nicht das IN EMPFANG ZU NEHMEN ….

 

Sobald du das einmal begriffen hast, dreht sich alles Leben um. Das wälzt ganz wörtlich deine Ansichten um. Das ist eine innere Revolution. Und du wirst nie mehr die gleiche sein.

 

Wirst du immer haben, was du brauchst? Ja. Wirst du immer denken, dass du hast, was du denkst zu brauchen?

 

Vielleicht nicht. Es hängt davon ab, was du „denkst zu brauchen“. Und DAS hängt davon ab, was du denkst, du SEIST es.

 

Mein Vater sagte immer mal wieder zu mir als Teenager: „Wer, denkst du, bist du überhaupt …!“?

 

Dein Leben, dein gelebtes Leben ist deine Antwort auf diese Frage. Sie wird sich in jedem Augenblick verdoppeln und vervielfältigen, im Hervorgehen aus dem Augenblick zuvor. SELBSTVERSTÄNDLICH hat du in deinem Leben nicht ausreichend Geld. Du hast das soeben bekundet, veranschaulicht.

 

Nun also, was ich getan hätte…

 

Ich hätte zu dem Mann gesagt: „Mein lieber Freund, ich wollte gerne, ich hätte das Gefühl, dass ich genug Geld hätte, um deine ganze Rechnung hier zu bezahlen, da ich ja sehe, wie du das nicht kannst. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich das heute tun kann. Aber ganz bestimmt KANN ich HELFEN. Lasse mich dir diese kleine Summe geben (sagen wir mal fünf oder zehn Dollar, keine vierzig), möchtest du das gerne? Das gäbe mir ein gutes Gefühl.“ Sage die Wahrheit: Das gäbe mir ein gutes Gefühl.

 

Tue stets, was dir ein gutes Gefühl gibt. Dein Magen wird dir immer sagen, welches es ist. Unterziehe es dem Bauch-Test. Dann gehe mit dem Hand in Hand.

 

Immer.

 

Du wirst dich schlechter fühlen, sobald du es ignorierst, das verspreche ich dir.

 

In Liebe,

 

Neale

 

 

 

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ANMERKUNG: Wenn du gerne einen Brief an den Herausgeber dieses Bulletins schreiben möchtest, dann sende schlicht eine E-Mail an

 

 

 

Neale [at] NealeDonaldWalsch [dot] com

 

 

 

mit der Angabe in der Betreffzeile „Letter to the Editor“. - In dieser vorliegenden Rubrik ['Briefe an den Herausgeber'] zieht Neale gelegentlich Mitteilungen, herrührend aus anderen Quellen, heran.

 

 

 

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Kurzmitteilungen

 

 

 

[Es folgen Schilderungen und Ankündigungen …]

 

 

 

> Hinweis auf den nächsten Retreat, gehalten über das Buch 'Zuhause bei Gott'

 

 

 

> für das neulich (zunächst auf Engl.) erschienene Buch N.D. Walsch's ... „God's Message to the World: You've Got Me All Wrong

 

 

 

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Quelle: CwG Weekly Bulletin # 694 [22.4.2016] ~ Übersetzung: Theophil Balz [2.5.2016]

 

 

 

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Das engl. Original steht unter

 

http://cwg.org/index.php?b=694

 

 

 

 

 

Die

 

~ übersetzten Bulletins der letzten Jahre (jeweils als PDF-Datei herunterzuladen),

 

~ die kostenlosen E-books von ND Walsch,

 

 

 

~ sein Internet-Tagebuch (Blog; selektiv),

 

~ täglich sog. 'Heavenletters', tägliche Liebesbriefe Gottes an uns Menschliche Seinswesen auf der Erde (niedergeschrieben durch Frau Gloria Wendroff, Iowa, USA)

 

~ Möglichkeiten, eigene Beiträge und Kommentare zu schreiben,

 

~ Möglichkeiten, in einem Wort-Register nachzuschlagen, und manches Andere,

 

sind gesammelt erreichbar unter

 

 

 

www.gmg-materialien.de

 

 

 

ND Walsch lädt uns ausdrücklich dazu herbei, an seinem Leben teilzuhaben - und uns gegenseitig an unserem Leben teilhaben zu lassen.

 

 

 

»Geh mit mir, sage ich, und ich werde versuchen, dir zu helfen, dich aufs Neue wiederzuerschaffen, auch dann, indes ich dich darum ersuche, mir dabei zur Seite zu stehen, das Gleiche zu tun. Lasst uns unsere Futurologie zusammen gemeinsam erschaffen« [GmG Wö. Bulletin #239].

 

 

 

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Weitere verwandte Webseiten sind:

 

 

 

~ www.gespraechemitgott.org

 

~ www.humanitysteam.ch

 

~ http://www.humanitys-team-austria.org/

 

~ www.humanitysteam.de

 

 

 

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IN EIGENER SACHE .....

 

 

 

Liebe Freunde,

 

 

 

die Mutter-Organisation, die »CwG Foundation«, benötigt in regelmäßiger Weise einen Mittelzufluss. In einer Extra-Mail vom 1.4.06 habe ich mich an Euch gewandt und dort dargelegt, welche Vorschläge ich für unsere gemeinsame Situation, auch für diejenige der Übersetzer und anderer Mitwirkender in Dtld., unterbreite.

 

 

 

Hier kurzgemacht .... wir erbitten mtl. 4 Euro für das Bulletin. Die Hälfte geht per Monat in die USA, die andere Hälfte verbleibt in Dtld. zu den in der E-Mail aufgeführten Zwecken. Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam auf einer Grundlage weitermachen könnten, die uns allen guttut und uns in ergänzender Verschiedenartigkeit füreinander wohlstellt.

 

 

 

Liebe Grüße

 

Theophil

 

 

 

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Theophil Balz ~ Heidering 11 ~ D 49324 Melle ~ theophil [dot] balz [at] web [dot] de

 

 

 

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Ich habe ein Extra-Konto eingerichtet. [Da wir kein Verein sind, ist es nur möglich, das Konto auf einen Privat-Namen laufen zu lassen.]

 

 

 

Theophil Balz ~ »TUFUNZANE«

 

Kto. Nr.: 134023

 

Kreissparkasse Melle

 

BLZ 26552286

 

Kennwort: »Bulletin«

 

Für Überweisungen vom Ausland:

 

- SWIFT: NOLADE21MEL

 

- IBAN-Nummer: DE73 2655 2286 0000 1340 23

 

 

 

Notwendiges Kennwort auf dem Überweisungsformular: "BULLETIN"

 

 

 

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Anmerkung: »Tufunzane« (kisuaheli) heißt:

 

 

 

»Lasst uns zusammenkommen und uns gegenseitig anleiten und unterweisen.«

 

 

 

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