GmG Bulletin # 592

 

GmG Wöchentliches Bulletin # 592

 

 

 

9.5. 2014

 

 

 

 

 

Mehr über Zufriedenheit

 

 

 

 

 

Eine Anmerkung von Neale

 

 

 

Meine lieben Freunde …

 

 

 

 

 

In der letzten Woche sprachen wir hier an der Stelle über die ersten zwei Schritte in der Zufriedenheit: Verlassensein und Erfordernis. In dieser Woche wollen wir uns die letzten drei ansehen: Groll, Auseinandersetzung und Einsichtiges Urteilsvermögen.

 

 

 

 

 

Groll

 

Freiheit ist der natürliche Zustand der Seele. Freiheit ist das, was die Seele ist. Das Wort Freiheit und das Wort Gott sind wechselseitig austauschbar. Gott ist die Essenz von Freiheit, per Definition. Freiheit ist jene Qualität des Seins, die keine Grenzen kennt, die von keinen Beschränkungen umgeben ist, und mit der keine irgendwie gearteten Erfordernisse verknüpft werden können.

 

Für Gott ist es nicht erforderlich, etwas zu sein, zu tun oder zu haben. Man kann Gott nicht erforderlich haben. Dies ist deswegen der Fall, weil Gott All-Mächtig, der Schöpfer ist, und kein Erfordernis kann an solch ein Wesen angehängt werden. Wer würde das Bedürfen zur Ausführung bringen?

 

Das größte Geheimnis im Leben ist, dass desgleichen du nichts zu sein, zu tun oder zu haben nötig hast. Das ist deswegen der Fall, weil du „im Bilde und Ebenbilde Gottes" gemacht wurdest. Du bist allmächtig, der Schöpfer, und kein Erfordernis kann an solch ein Wesen angehängt werden.

 

Auch wenn das bei jemandem der Fall sein könnte (mutmaßlich bei Gott), dann existiert keiner, der es wollte. Das meint, Gott wollte es nicht. Wieso? Weil es nichts gibt, was Gott von dir will. Es gibt nichts, was Gott braucht, um glücklich zu sein. Gott hat alles, weil Gott Alles IST. Es existiert nichts, was Gott nicht ist – was also könnte Gott wollen oder brauchen oder anfordern?

 

Die Seele weiß darum. Dies ist unfehlbare Logik, und zu einem gewissen Grad versteht der Geist das auch. Doch das ist wohl eine sehr hohe Ebene – eine Ebene des Denkens (und Erinnerns), zu dem sich der Geist unmittelbar nach der Geburt nicht oft erhebt. Kurz nach der Geburt verlässt der Geist das, wovon er denkt, er kenne und verstehe es vom Leben, da alles in seiner äußeren Umgebung ihm etwas anderes signalisiert. Also verlässt der Geist sein Höchstes Erinnern: dasjenige seiner eigenen Einheit mit Der Essenz und seines Einsseins mit Allem Was Ist.

 

Es kann wohl für den Geist Jahre (und gewöhnlich ist das der Fall) dauern, bis er sich dieser Wahrheit erneut erinnert – und gar auch, bis er sie lebt. Besonders dann, wenn dem jungen Wesen vom Moment der Geburt an über all die frühen Jahre der körperlichen Entwicklung hinweg zu verstehen gegeben wurde, dass es in der Tat von Dem Woher Es Kam getrennt ist … und dass es ein Erfordernis gibt, dem nachzukommen ist, bevor es zurückkehren könne. Das Zurückkehren ist es, wonach es sich sehnt, also ist das junge Wesen ernsthaft danach bestrebt, diese Erfordernisse zu erfassen und ihnen nachzukommen.

 

Das einzige Problem dabei ist, die Seele weiß auf einer sehr tiefen Ebene und sie versteht es vollkommen, dass der Gedanke eines Erfordernisses verkehrt ist, eines Erfordernisses, das für das Wesen etabliert ist, um Gott zu erfahren (und noch mehr, um zu Gott zurückzukehren). Es handelt sich um eine Fälschung. Schlicht und einfach, die Dinge sind nicht so. Und somit wird das Wesen für den Rest seines Lebens im Konflikt stehen zwischen dem, was es inwendig (in seiner Seele) weiß, und dem, was ihm gesagt wird, und wovon es mithin im Auswendigen (im Geist) denkt, es sei sich darüber im Klaren.

 

Im Inwendigen versteht das Wesen, dass es die Freiheit Selbst ist (dies ist der Beweggrund, weswegen alle Wesen auf der Erde sich danach sehnen, frei zu sein. Es ist ihre Wesens-Natur … und sie wissen es.) Im Auswendigen wird dem Wesen immer und immer wieder bekundet, dass es nicht frei ist, dass es aber gewisse Dinge tun oder nicht tun muss, um Nachhause zurückzukehren, um sein Wahres Selbst und seine innewohnende Einsheit mit Gott zu erfahren.

 

Auf seinen Lebenswegen wird das Wesen fortwährend die Erfahrung dieses Konfliktes machen, und es wird laufend die Begegnung mit einer Wegscheide machen, die allmählich recht vertraut werden wird. Es wird die Wegkreuzung der Preisgabe und der Verbitterung sein. Das Wesen wird sich entweder an das preisgeben, was ihm erzählt wurde, oder es wird verbittert darüber werden, was ihm erzählt wurde.

 

Verbitterung ist der dritte Haltepunkt auf dem Pfad zur Zufriedenheit.

 

Verbitterung ist ein Signal dafür, dass die Seele anfängt, Vorrang gegenüber dem Geist einzunehmen; dafür, dass das, wovon die Seele weiß, dass sie es weiß, mehr und mehr Bedeutung erlangt, denn das, wovon der Geist denkt, dass er es weiß.

 

Verbitterung ist keine negative Emotion. Sie ist ein sehr positives Zeichen für Wachstum. Verbitterung ist der Beginn der Rebellion, und Rebellion ist der Beginn der Weisheit. Jedes freie Land und jeder freie Mensch begann mit Verbitterung. Die Weisheit liegt jenseits von „Nein, dankeschön".

 

Verbitterung ist Weisheit gebären. Dies ist stets der Fall.

 

Das Wesen, das sich dem, was ihm über die Auswärtige Welt und darüber, „wie es ist", gesagt wurde, dreingibt, wird vielleicht an dem Zweiten Haltepunkt auf dem Pfad zur Zufriedenheit – dem Erfordernis – für immer stehenbleiben. Dieses Wesen wird nie wahrhaft glücklich sein, weil es die Freiheit nie wirklich kennt, und Freiheit ist die Essenz von was es ist. Deswegen wird das Wesen sich Selbst nie wahrhaft kennen – und um eben das zu tun, ist es hierher gekommen. Auchdarum weiß es intuitiv, und infolgedessen wird das Wesen sehr unglücklich, äußerst unzufrieden sein.

 

Es wird den Versuch starten, sich selbst glücklich zu machen. Es wird sogar in der Lage sein, sich selbst davon zu überzeugen, dass es glücklich sein sollte, weil es, nach all dem, das Richtige tut. Es arbeitet hart daran, dem Erfordernis nachzukommen, das Gott für jene etabliert hat, die zu Ihm zurückzukehren wünschen. (Der Fakt, dass diesen Erfordernissen unmöglich nachzukommen ist, könnte auch zum Einnehmen einer leichten Erbitterung führen. Doch Derjenige, der sich der Kulturellen Story, die ihm von seiner Auswärtigen Welt erzählt wurde, preisgegeben hat, wird diese Verbitterung niedrighalten – oder, ganz typisch, er wird diese Verbitterung umleiten und anfangen, es Anderen übelzunehmen, die die Kulturelle Story nicht akzeptieren.)

 

Damit wird der inwendige Konflikt in einen auswendigen Konflikt gewendet, wobei das Wesen den Konflikt in sich selbst zurückweist zugunsten eines Konfliktes mit Jenen außerhalb von ihm. Dies ist stets einfacher zu handhaben und einfacher zu rechtfertigen.

 

Die Welt steht nun mit sich selbst aus dem besagten Grunde in Konflikt. Denn die Menschen des Planeten als Ganzes bewegen sich nun durch ihren eigenen kollektiven Prozess der Evolution. Das heißt, die gesamte Spezies namens homo sapiens hat sich nun dem Wegkreuz angenähert. Spezies entwickeln sich in einem viel langsameren Schrittempo als ihre einzelnen Glieder. Es benötigt eine Vielzahl an Generationen für eine Spezies, auch nur einen Schritt vorwärts zu nehmen. Viele Einzelmitglieder müssen Riesenschritte nehmen, damit die Spezies als Ganzes einen winzigen Schritt tut. Deswegen heißt es, und das ist wahr, dass die persönliche Arbeit eines Einzelnen das Gesamt der Menschheit erhebt.

 

 

 

Das Streiten

 

Wenn das Wesen an dem dritten Haltepunkt, dem der Verbitterung, angekommen ist, hat es ein Feld an Energie geschaffen, in dem die Auseinandersetzung vonstatten gehen kann. Wenn Verbitterung die Geburt von Weisheit ist, dann ist das Auseinandersetzen deren frühes Wachstum. Weisheit wächst, während das Streiten anhebt.

 

Das Wesen – ermutigt durch seine Verbitterung – beginnt, sich mit der Kulturellen Story, die ihm erzählt wurde, auseinander zu setzen, und oft mit denjenigen, die das Erzählen ausrichteten: Eltern, Lehrer, Geistliche, Rabbis, Ulamas, und im frühen Stadium des Wachstums fast alle und jeder von Autorität.

 

Sich mit der Autorität auseinandersetzen ist eine ‚rite de passage’ [Initiationsritus] der Jungen, und fast alle Wesen auf der Straße zur Zufriedenheit durchlaufen diese Passage. Noch einmal, das Streiten muss nicht eine negative Emotion oder Erfahrung sein. Vernünftiges Auseinandersetzen kann die Tür zu höherem Gewahrsein öffnen. Ja, fast immer tut es das – für beide Seiten der Debatte.

 

Natürlich findet bei dem einzelnen Menschenwesen das Auseinandersetzen inwendig statt. Einwendungen anbringen ist zuallererst ein inwendiger Prozess … ein Sprungstein zur Zufriedenheit. Man beginnt, sich mit seiner eigenen Kulturellen Story auseinanderzusetzen. Die Seele fängt an, sich mit dem Geist zu balgen. Es ist ein sanftes Balgen, denn die Seele kämpft nie und widerstreitet nie, sie liebt stattdessen immer und einzig. Und so ist die Seele darauf aus, den Geist in ein Umfassenderes Verstehen zu lieben.

 

Inwendiges Dagegenhalten bei der äußeren Wahrheit ist stets ein gutes Zeichen, ein wunderbarer Indikator für Wachstum. Allein dann, wenn Auseinandersetzen stattfindet, können Wahlen getroffen werden. Die getroffenen Wahlen sind selbstverständlich Entscheidungen, die man hinsichtlich dessen trifft, welche der inwendigen Schlussfolgerungen das Wesen annehmen möchte. Hat die Kulturelle Story recht, hat mein Inneres Wissen recht?

 

Wir sprechen hier über die Kulturelle Story hinsichtlich allem. Hinsichtlich Gott. Hinsichtlich Leben. Hinsichtlich Wie Die Dinge Sind. Hinsichtlich Einander. Hinsichtlich Allem.

 

Erlaubt mir, euch ein Beispiel zu geben. Wir halten eine Kulturelle Story inne, die uns auf diesem Planet über körperliche Schönheit und den Körperbau erzählt wird. Irgendwo innen in uns wissen alle von uns nun, dass diese Kulturelle Geschichte einfach das ist – eine Story, die jemand erzählt hat, und dass die Menschen sich darin eingekauft haben. Irgendwo tief innen von uns verstehen wir vollkommen, dass diese Kulturelle Geschichte und Wie Die Dinge Sind nichts mit der letzten Wirklichkeit zu tun haben.

 

Darüber gelangen wir nun in ein inwendiges Debattieren.

 

„Es ist wahr!"

 

„Es ist nicht wahr!"

 

„Es ist wahr!"

 

„Es ist nicht wahr!"

 

„Es ist wahr!"

 

„Es ist nicht wahr!"

 

„Okaaay, es ist nicht wahr! Aber was nun????"

 

 

 

 

Einsichtiges Urteilsvermögen

 

Der letzte Haltepunkt auf der Straße der Zufriedenheit ist die Einsicht. Sie kommt auf, wenn wir das Einwendungen Vorbringen eingestellt haben und schließlich die Differenz zwischen dem, was Wahr ist, und dem, was Nicht Wahr ist, einsehen oder kennen.

 

Gewisslich, „Wahrheit" existiert nicht. So etwas wie Objektive Wahrheit gibt es nicht. Etwas ist nur dann wahr, sofern es für dich wahr ist. Subjektive Wahrheit ist die alleinige Wahrheit, die existiert. Einsichtiges Urteilsvermögen ist das Erleben des Wohnung-Nehmens in jemandes eigener Wahrheit – und darin zu verbleiben, ungeachtet allen äußeren „Augenscheins" des Gegenteils.

 

Wir wissen, dass F-E-A-R "False Evidence, Appearing Real" [‘die falsche Augenscheinlichkeit, die als real erscheint’] ist. Furcht wird dann aufkommen, wann immer jemand den Schritt Richtung Einsicht nimmt. In den frühen Stadien des einsichtigen Urteilsvermögens ist es natürlich, dass wir uns selbst anzweifeln und unser inwendigstes Wissen in Frage stellen. Dies stellt das letzte Stadium des Auseinandersetzens dar, ein Überbleibsel aus der vorhergegangenen inwendigen Erfahrung. Zuallerletzt erhält das einsichtige Urteilsvermögen bei dem fürwahr Beharrlichen den Sieg. Wir wissen, dass wir wissen, und wir wissen, dass wir es wissen.

 

Das einsichtige Urteilsvermögen ist der Sieg der Seele über den Geist, des Inwendigen über das Auswärtige, der inneren Wahrheit über die äußere Wahrheit, der Alleinigen Story Welche Ist über die Kulturelle Story, die uns verlautbart wurde.

 

Die Einsicht ist das Wissen, dass die Schönheit im Auge des Betrachters liegt – und dass Gott Schönheit in allem erblickt. Die Einsicht ist das Wissen um den Unterschied zwischen dem äußeren Mythos und der inneren Erfahrung. Im Äußeren wird uns kundgegeben, dass Gott und wir getrennt sind, und dass es ein Erfordernis gibt, dem wir nachzukommen haben, um zu Der Essenz zurückzukehren. Im Inneren wissen wir intuitiv, dass Gott und wir Eins sind, und dass nichts für uns erforderlich ist, um dies in Erfahrung zu bringen. Nichts.

 

Die Erfahrung ist unser, wann immer wir es wollen. Die Liebe Gottes ist unser, wann immer wir mit offenen Armen entgegengehen. Die Vergebung Gottes ist unser, wann immer wir sie annehmen – obgleich sie entschiedenermaßen nicht vonnöten ist, denn Gott kann in keiner Weise beschädigt werden. Und die Weisheit Gottes ist unser, wann immer wir Anspruch auf sie erheben.

 

Und hier das große Geheimnis: All das kann unser sein, wann immer wir Andere daran teilhaben lassen.

 

Es ist das Teilen von etwas, was uns eine wahre Erfahrung davon übermittelt - und einen anderen Weg gibt es nicht.

 

 

Mit Liebe,

 

 

 

Neale

 

 

 

 

 

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Über die Jahre sind das Wöchentliche Bulletin und seine Artikel, wie sie Neale Donald Walsch niedergeschrieben hat, in den E-Mail-Postfächern tausender Leser rund um die Welt zu einem Favoriten geraten. Wir freuen uns, zusätzlich zu den neuesten Artikeln von Neale, an dieser Stelle gelegentlich eine Auswahl aus den besten seiner zurückliegenden schriftlichen Äußerungen für diese vorliegende Veröffentlichung zu präsentieren. Wir sähen es ungerne, wenn sich die vielen Leute diesen oder jenen Beitrag davon entgehen ließen, Bemerkungen, die uns den Weg weisen, wie GmG in unserem täglichen Leben anzuwenden ist. Handelt es sich nun um eine neue Vorlage oder um einen Zugabe-Abdruck – wir vertrauen darauf, dass ihr von diesen Niederschriften aus der Feder des Mannes, der uns Gespräche mit Gott überbrachte, trefflichen Nutzen erlangt.

 

 

 

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Brief an Neale

 

 

 

Lieber Mr. Walsch:

 

 

 

Ich kann dir nicht sagen, wie tiefgehend GmG, Buch 1, für mich ist. Ich hatte mit Drogensucht, hin und her, über etwa 27 Jahre lang zu kämpfen. Dieses Buch gab mir so viel Inspiration und Hoffnung; es half mir zu sehen, weswegen Menschen Drogen nehmen (in meinem Fall: verordnungspflichtige), um der Welt zu entgegnen, und weswegen sie es so schwer finden, das Leben auf ihre Weise zu leben. Ich bin fast 42 Jahre alt, und gerade rückfällig geworden, nachdem ich über 60 Tage clean war (was für sich genommen ein Wunder für mich ist), und ich brauche Gottes Hilfe dringend. Ich brauche Seine Worte der Weisheit, damit sie mir Stärke verleihen. Gott macht es, dass die Entscheidungen so einfach klingen, von denen ich gewiss bin, dass sie derartig sein sollten, aber ich könnte bestimmt mehr Inspiration und mehr Wissen über das Thema gebrauchen. Ich hoffe, du kannst mit Ihm darüber im Einzelnen reden. Ich weiß, es gibt eine Menge Menschen wie mich da draußen, die gewiss aus Seiner Weisheit Vorteile ziehen könnten.

 

 

 

Susan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  NEALE ANTWORTET

 

 

 

 

 

Liebe Susan,

 

 

 

Aus deinem Brief geht nicht hervor, ob du eine Nutzerin nur von verschreibungspflichtigen Drogen oder auch von Straßendrogen bist. In deiner Beschreibung in Klammern erwähnst du verschreibungspflichtige Drogen, doch dann sprichst du davon, „nach einer Zeitspanne von über 60 Tagen wieder rückfällig geworden zu sein". Dies sind nicht die Worte, die normalerweise jemand benutzt, die einfach befand, sie müsse auf die Medikamente zurückgreifen, die sie vor einigen Monaten beiseite gelegt hat. Dies sind Worte, die ich immer wieder von Menschen gehört habe, die Straßendrogen nehmen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass du verschreibungspflichtige Drogen missbrauchst, indem du sie süchtigerweise verwendest. Und vielleicht ist das der Fall. Wie auch immer, deine Frage und dein Hilferuf berühren, wie du sagst, eine Lage, der sich Hunderttausende gegenübersehen. Lasst sie uns also anschauen.

 

 

 

Susan, ich glaube, Menschen missbrauchen Drogen (verschreibungspflichtige und andere), da sie das Gefühl haben, sie könnten sich sonst nirgendwohin wenden. Sie wurden abhängig, weil sie nicht in der Lage waren, weil sie nirgendwo sonst das finden konnten, was diese Chemikalien ihnen einbringen: ein Gefühl des Wohlseins, oder wenigstens ein Gespür von Freisein und des momentanen Ablassens von emotionalen und/oder körperlichen Schmerzen, die sie in ihrem Leben erfahren.

 

 

 

Sogar Jene, die sich von sogenannten Freizeit-Drogen angezogen fühlen (während sie vorgeben, sie täten das einfach, weil sie das Empfinden, „high zu sein", genießen), geben an, sie hätten auf andere Weise keinen Weg gefunden, das Gefühl zugeführt zu erhalten, was ihnen diese Drogen einbringen. Und so kehren sie natürlich von Zeit zu Zeit und immer wieder zu ihren Drogen zurück (oder zu Getränken, oder zu sexueller Berauschtheit oder zu was es sonst noch so alles gibt). Jedes Suchtverhalten ist eine derartige Annoncierung. Es ist eine Erklärung, die besagt: „Ich habe die Kontrolle über mein Leben und habe meine Befähigung verloren, in meinem Leben das zu erschaffen, was ich wirklich wähle".

 

 

 

Es gibt zwei Kategorien, in die alles menschliche Erleben fällt. Das meint, wir erfahren uns zu jedem gegebenen Zeitpunkt in einer der zwei Weisen. Wir sind entweder (1) original/kreativ, oder wir sind (2) nicht-original/reaktiv. Dies sind die zwei Selbst-Ausdrucksweisen, durch die wir uns als Wer Wir Wirklich Sind und als Wer Wir nun Wählen zu Sein erfahren. Mit anderen Worten, diese „Selbst-Ausdrücke" sind nichts weiteres als Wege, die wir wählen, zu sein.

 

 

 

Nun kommt das Wichtige dabei. Wir „müssen" nicht etwas Bestimmtes „sein". Es liegt uns an, zu wählen. Es liegt uns an, zu entscheiden. In der Gegenwart einer Person, eines Ortes oder einer Sache gibt es nichts, was wir absolut zu tun haben. Wir müssen nicht wütend sein, wir müssen nicht traurig sein, wir müssen nicht glücklich, zornig oder sonstwas sein. Bei all dem haben wir die Wahl.

 

Nun fußt unsere Wahl zumeist darauf, wie wir die Daten, die hereinkommen, wahrnehmen.

 

 

 

Auf der Grundlage unserer Wahrnehmungen wählen wir einen Seinszustand (im Eigentlichen ganz beliebig) aus, in den wir uns dann hineinbewegen. Es ist der Ort, an dem wir, für diesen Augenblick, „leben, atmen und unser Sein verbringen". Sobald wir einen Seinszustand haben, ihn „inne-halten", sind wir das, was ich „ver-halten" ["be-having" im engl. Original; schlecht übersetzbar; A.d.Ü.] nenne. Das heißt, wir „halten einen Seinszustand" - - und nennen das „wir". Es ist eine Entscheidung, die wir treffen. Es ist unsere Wahl. Und wir treffen diese Entscheidung und diese Wahl jede Minute an jedem Tag. Sobald wir derartige Wahlen und Entscheidungen ausspielen und sie in Handlungen hinein kehren, so treffen Sozialwissenschaftler die Aussage, das stelle das dar, wie wir uns „verhalten". Und sie nennen dies „Verhalten".

 

 

 

Hinsichtlich des Verhaltens habe ich einige Typen beobachtet. Verhalten kann sein: (A) selten (B) gelegentlich (C) regelmäßig (D) gewohnheitsmäßig (E) zwanghaft oder (F) süchtig.

 

Um nun zu unseren zwei Erlebenskategorien zurückzukommen - im Hinblick auf die Kategorie 2 (nicht-original/reaktiv) sehen wir, dass alle soeben beschriebenen Verhaltensarten (von A bis F - von oben) bei Menschen zu der einen oder anderen Zeit beobachtet werden können. Im Hinblick auf die Kategorie 1 (Original/kreativ) allerdings erscheinen nur die ersten drei Typen (A-C). Sobald ein Verhalten gewohnheitsmäßig, zwanghaft oder süchtig wird, ist es nicht mehr länger ein Ausdruck des Selbst, ein Ausdruck, der original/kreativ ist, vielmehr wurde es zu: nicht-original/reaktiv.

 

In der ersten Kategorie stellen wir ein Verhalten aus uns heraus, das ursprünglich dafür geschaffen wurde, sich dem Moment zu fügen. Das heißt, wir begrüßen den Augenblick, und die Daten, die er uns präsentiert, als wäre es praktisch brandneu – in der Weise zuvor noch nie erlebt. Und wortwörtlich erschaffen wir aus dem Augenblick heraus eine originale Weise, damit umzugehen; eine originale Weise, darauf zu erwidern; eine originale Weise, zu „sein". Das bedeutet nicht, dass wir nie „handeln", wie wir zuvor „handelten" (wir können zum Beispiel fortwährend freundlich „handeln", oder stets mit Geduld reagieren, oder beharrlicherweise nett, verständnisvoll und liebevoll „sein"). Und so kann die Art, wie wir „aufkreuzen", mit unseren langfristigen Vorstellungen über uns konsistent sein. Unser Verhalten mag somit sehr „regelmäßig" sein, obgleich unsere Selbstausdrücke stets „original" sind.

 

 

 

In der zweiten Kategorie stellen wir ein Verhalten heraus, das noch einmal erschaffen wurde, um einem Augenblick gerecht zu werden. Das meint, wir begrüßen den Augenblick und die Daten, die er uns präsentiert, so, als wäre es Dasselbe wie ein Augenblick, den wir bereits zuvor erlebt haben. Dann erschaffen wir aus dem Augenblick heraus wortwörtlich eine nicht-originale Weise wieder, um mit ihm umzugehen; eine nicht-originale Weise, auf ihn zu erwidern, eine nicht-originale Weise, zu „sein". Kurz gesagt, wir reagieren. Wir agieren, wie wir es bereits zuvor einmal getan haben. Unsere Verhaltensweisen werden „gewohnheitsmäßig", sie werden dann „zwanghaft", und schließlich „süchtig", da unsere Selbst-Ausdrücke fortwährend „nicht-original" sind.

 

 

 

Die Wörter „kreativ" und „reaktiv" sind das gleiche, in Wirklichkeit das gleiche. Nur die Buchstaben sind versetzt worden, damit sie Verschiedenes bedeuten. Die gleichen Buchstaben sind manipuliert worden, um ein anderes Ergebnis zu erzeugen. Dies gilt auch für die Handlungen, die mit diesen Wörtern in Verbindung stehen. Sind wir kreativ und sind wir reaktiv, so sind wir im wesentlichen dasselbe: Beobachter der Vorkommnisse in unserem Leben. Nur die Emotionen sind verschoben worden, so diese Vorkommnisse etwas Anderes bedeuten. Die gleichen Daten wurden verarbeitend gehandhabt, dabei ein anderes Resultat erzielend.

 

 

 

Die meisten von uns begreifen das Leben als etwas, das uns widerfährt; nicht: aufgrund von uns. Wir schauen auf Menschen, Orte und Begebnisse als für uns Auswärtiges, von uns abgetrennt. Aber in Wahrheit existiert nichts, was für uns auswärtig ist, nichts, das von uns getrennt ist. Es existiert keine Person, kein Ort oder kein Ereignis, was nicht Teil von Wer Wir Sind ist. Solange wir denken, dass es das gibt, werden wir stets in der Lage sein, uns vorzustellen, dass jemand oder etwas anderes uns „das antut"; dass auswärtige Menschen, Vorkommnisse und Umstände existieren, über die wir keine Kontrolle haben, die aber Kontrolle über uns haben. Darin besteht die Illusion, die wir unterhalten, und in der wir leben. Dies ist der Ort der Hilflosigkeit, die unsere Verzweiflung erschafft, wie auch unsere verzweifelten Verhaltensweisen, wo der Drogenmissbrauch ganz offensichtlich eine davon ist.

 

 

 

Drogenmissbrauch ist ein Suchtverhalten (Typ F von oben). Und da die Typen D, E und F schier zur Ausdruckskategorie 2 gehören können, sehen wir, dass Drogenmissbrauch ein nicht-originales/reaktives Sich-Zum-Ausdruck-Bringen des Selbst ist. In der Tat, Suchtverhalten ist ein Verhalten, was aufs Anstregendste reaktiv ist.

 

 

 

Der reaktive Ausdruck ist ein Ausdruck, der der Illusion, es gebe in der Sache keine Wahl, entspringt. Er stellt nicht die Art dar, wie wir wählen würden, und nicht das Verhalten dar, das wir ausführen würden, sofern wir dächten, wir hätten darin eine Wahl. Doch wir halten einen solchen Gedanken nicht inne, und somit treffen wir nicht die Wahl, eine neue Art des Seiens zu halten, vielmehr ver-halten wir uns auf die alte Art. Wir bleiben dabei, alte Verhaltensweisen auszuführen. Kurz gesagt, wir agieren, wie wir zuvor agiert haben. Wir stellen in dem Augenblick die Szene genauso nach, wie wir sie das letzte Mal erlebt haben. Sobald wir dies unkontrolliert tun, bewegen wir uns vom gewohnheitsmäßigen zum süchtigen Verhalten vor.

 

 

 

Wieso missbrauchen die Menschen Drogen? Weil sie vollständig vergessen haben Wer Sie Sind, sodass sie denken, sie hätten völlig die Kontrolle über ihre Erfahrung von sich selbst verloren. Sie haben sich von der Wahl fort, zu der Nicht-Wahl hin, bewegt, und vom Authentischen zum Nicht-Authentischen im Ausdruck ihrer selbst. Das meint, sie führen Verhaltensweisen aus - Weisen des Haltens von Seien -, die nicht die Wahrheit über sie selbst darstellen.

 

 

 

Ich habe mir Zeit dafür genommen, um einen Punkt zu gewinnen, der deines Erachtens recht augenfällig sein mag. Aber eine gute Zahl von Menschen, die all dies nicht als Offensichtliches im Blick haben, könnte dich überraschen. Und selbstverständlich haben die Darlegungen hier mit weit mehr zu tun als bloß mit Drogenmissbrauch. Alle gewohnheitsmäßigen, zwanghaften und süchtigen Verhaltensweisen kommen hier auf den Tisch, vom Nägelbeißen über sexuelles Zwangsverhalten, über Rauchsucht bis hin zu allen Arten von Verhalten, die eine Lüge über uns aussagen.

 

 

 

Das Heilmittel für Süchte aller Art ist von spiritueller Natur. Trotz der Tatsache, dass wir ununterbrochen damit Schiffbruch erleiden, verharren wir unablässig in dem Versuch, Drogenmissbrauch mit physischen Mitteln zu heilen, darin eingeschlossen physische Kraft. (Im Eigentlichen versuchen wir in diesem Lande unentwegt alles auf diese Weise zu heilen.) Eines Tages werden wir begreifen, dass das Heilmittel nicht körperlicher, sondern spiritueller Art ist. Dies haben sogenannte 12-Schritte-Programme seit Jahren gewusst, deswegen haben sie auch derartige erstaunliche Erfolgsraten.

 

 

 

Obschon - - sogar 12-Schritte-Programme vielseitiger Herkunft nehmen gelegentlich ihren Anfang von einem Ort, den ich als semantisch falsch erachte. Einige von ihnen beginnen damit, was sich für mich wie eine semantische Lüge über uns anfühlt, und sie bitten dich darum, diese Lüge als dein Mittel, den Weg der Genesung ausfindig zu machen, zu wiederholen. Die Lüge, die zu wiederholen und dir zueigen zu machen sie dich ersuchen, die erste Erklärung, die zu treffen sie dich bitten, heißt, dass du gegenüber deiner Sucht machtlos seist; dass du alleine für dich gestellt das Problem nicht zu lösen vermagst. Die Wahrheit ist, dies ist der einzige Weg, um es zu lösen.

 

 

 

Einige der Programme, die dich darum angehen, dein Leben und deinen Genesungsprozess Gott zu überantworten, beginnen meines Erachtens am falschen Platz, und bringen einen zum falschen Platz. Sie nehmen ihren Anfang darin, dass sie es zulassen, dass du behauptest (und in einigen Fällen fordern sie es, dass du das eingestehst), du und Gott seien getrennt. Freilich ist es genau diese Illusion der Getrenntheit, die dich machtlos, deine Süchte zu beenden, macht. (Deswegen, nebenbei gesagt, werden viele 12-Schritte-Programm-Teilnehmer nie sagen, sie seien „geheilt", sondern, sie erklären vielmehr, sie seien „in Genesung".)

 

 

 

Allerdings, ja - nutze die Kraft Gottes in deinem Leben, um ein Problem zu lösen, von dem es heißt, man könne es nicht ohne die Kraft Gottes lösen. Darin gehen die 12-Schrittler und ich überein. Doch verorte die Macht Gottes nicht außerhalb von dir. Und sei umsichtig damit, nicht eine Art von Abhängigkeit (eine Abhängigkeit von Drogen etwa, oder von Alkohol) durch eine andere Art von Abhängigkeit (von einer Gruppe oder von einer Zusammenkunft) zu ersetzen. Dies ist gegenseitige Abhängigkeit, und nicht Unabhängigkeit.

 

 

 

Es mag dir nun dienlich sein, ein 12-Schritte-Programm als einen ersten Schritt in Richtung Unabhängigkeit zu nutzen, und, sofern das der Fall ist, so segne es dafür, dass es existiert; ehre es, wohin es dich zu bringen vermag oder wohin es dich verbracht hat. Doch triff nie die Wahl, die Erste Notfallhilfe an die Stelle der Heilung zu setzen.

 

 

 

Du fragst: Weswegen benutzen die Menschen Drogen (in deinem Falle verschreibungspflichtige), um der Welt zu begegnen, und weswegen finden sie es so schwer, das Leben auf ihre Weise zu leben? Weil sie nicht ihre wahre Natur, ihre wahre Beziehung zu Gott und ihren wahren Grund des Seins verstehen. Sie verstehen das Leben nicht und worum es handelt, und sie wissen über ihre höhere Natur wie auch über ihr großartigeres Ziel nicht Bescheid. Sie sind vollständig von der größeren Realität abgekoppelt, und leben somit das Leben auf einer schier körperlichen Ebene. Sie sehen sich so, als befänden sie sich auf der Auswirkensseite ihres Lebens, und nicht auf der diesbezüglichen Verursachungsseite. Und so erfahren sie sich als hilflos und hoffnungslos, zumindest wenn sie ohne ihre Abhängigkeiten, worum es sich auch immer handele, dastehen.

 

 

 

Nun möchte ich an dieser Stelle ein Wort an Jene richten, die in angemessener Weise, die verantwortungsvoll verschreibungspflichtige Drogen einnehmen. Verlasse nicht deine Drogentherapie, weil du denkst, du habest die Kontrolle über dein Leben verloren. Du hast deine Macht nicht jenen verschreibungspflichtigen Medikamenten überantwortet, sofern du sie angemessen einsetzt. Durch sie bist du erstarkt. Stelle einfach sicher, dass du weißt, was du einnimmst, und weswegen, und ob du sie eigentlich brauchst. Tue sie jedoch nicht ab, oder, erachte sie nicht als etwas „Verkehrtes", aus einer plötzlichen Idee heraus, „erleuchtete Menschen nähmen keine Drogen". Erleuchtete Menschen erschaffen ihr Leben, so, dass es funktioniert. Das Wunder von heute besteht darin, dass wir es zusammen ko-kreiert haben. Dies schließt die vielen wirklichen Wunder der konventionellen Medizin mit ein.

 

 

 

Es gibt allerdings Viele, die Drogen in der einen oder anderen Form missbrauchen, und es existiert ein Weg, um diesen Menschen beizustehen. Sich einfach der Wahrheit entsinnen und sie wieder formulieren. Um die Wahrheit wissen, und die Wahrheit wird dich frei setzen. Die Wahrheit ist: Du und Gott sind eins; zwischen euch gibt es keine Trennung; du bist ein göttliches Wesen, das seine gegenwärtige Lebenszeit dafür einsetzt, Wer Du Wirklich Bist zu wählen und zu erklären, zu annoncieren und zu sein, zum Ausdruck und zur Erfüllung zu bringen. Um dieses Ziel zu erlangen, wirst du jede Person, jeden Ort oder jedes Ding an dich ziehen, die du nötig hast. Verdamme deswegen nichts, segne alles, und, falls du deine gegenwärtige Erfahrung nicht magst, so wähle von neuem.

 

 

 

Du kannst deine Erfahrung eines jeden Zeitpunkts und deiner selbst in diesem Augenblick verwandeln, ohne etwas von dem umzugestalten, was du außerhalb von dir siehst. Nichts außerhalb von dir muss gewandelt oder umgestaltet werden. Allein das, was inwärtig ist, wird neu. Und doch, sobald du eine neue innere Vorstellung über dich einnimmst, so wird sich deine überkommene äußere Realität früher oder später wandeln. Das ist unvermeidlich.

 

 

 

Du möchtest deine eigene Sucht beenden, Susan? Schaffe eine neue Vorstellung über dich und halte sie fest. Begreife tiefer und vollständiger Wer Du Bist. Komme zu größerer Klarheit über das, wer du zu sein wählst. Lies 'Gespräche mit Gott Buch 1' immer wieder, bis du es verinnerlicht und verwirklicht hast.

 

 

 

Und verstehe Folgendes, damit du nicht meinst, du seiest alleine. Die meisten Menschen haben Süchte. Sie erkennen sie einfach nicht als solche. Ist jemand drogen-, alkohol- oder ess-süchtig, so wird dies durch die Gesellschaft genau als das anerkannt, was es ist: eine Sucht. Ist jemand freilich süchtig auf Sex, so wird man wohl einfach kokett oder promisk oder verführerisch oder ein „Frauenschwarm" dazu sagen. Und ist jemand auf Anerkennung süchtig, dann wird man ihn einen „schwer Arbeitenden" oder einen „Team-Spieler" nennen (und, falls die Sucht bereits zu anhaltendem Unglücklichsein geführt hat, so wird man es mit dieser neuen Sache da bezeichnen: mit „dysfunktional"). Ist jemand nach Zigaretten oder Tabak süchtig, so wird man sagen, er habe „eine schlechte Angewohnheit". Und so weiter und so fort - mit dem Bezeichnen unserer Verhaltensweisen durch alles andere als durch das, was sie sind: Süchte.

 

 

 

Der Weg, unsere Süchte zu beenden, besteht darin, in unserem Selbst-Ausdruck von der Kategorie 2 zur Kategorie 1 voranzuschreiten. Vom Reaktiven zum Kreativen überzuwechseln. Vom Nicht-Originellen zum Originellen überzuwechseln hinsichtlich dessen, wie wir jedweden Augenblick anblicken und erschaffen – wie auch unser Selbst in Beziehung zu ihm. Die größte Version der großartigsten Vision, die wir je über uns innehatten, zu leben. Diese Vision zu erschaffen, falls wir es nicht bereits getan haben, und uns dann in sie hinein zu begeben und uns darin zu vergrößern. Darum handelt die Rekreation. Der Zweck des Lebens ist es, uns in jedem Augenblick des Jetzt aufs Neue wiederzuerschaffen, damit wir unser Selbst umso herrlicher kennenlernen, und somit Gott verherrlichen und preisen.

 

 

 

Ich hoffe, dies war hilfreich. Ich weiß, dies wird sich nicht alles über Nacht verändern (außer, selbstverständlich, das tut es), doch hoffe ich, es war eine Hilfe. Nicht nur hilfreich für dich, Susan, sondern für Tausende Anderer, die ihr Leben durch Verhaltensweisen übernommen sehen, über die sie scheinbar wenig oder keine Kontrolle aufweisen. Sieh jeden Augenblick als brandneu. Sieh jedes Vorkommnis als eine Gelegenheit, dich selbst in einer neuen und umfassenden Art wiederzuerschaffen und zu erfahren. Triff eine Entscheidung hinsichtlich dessen, wer und was du bist, und wer du wählst zu sein. Sei dir darüber klar. Und bleibe da dran, egal worum es nun gerade einmal geht.

 

 

 

Vielen Segen, neale.

 

 

 

 

 

 

 

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ANMERKUNG: Wenn du gerne einen Brief an den Herausgeber dieses Bulletins schreiben möchtest, dann sende schlicht eine E-Mail an

 

Neale [at] NealeDonaldWalsch [dot] com (Neale [at] NealeDonaldWalsch [dot] com)

 

mit der Angabe in der Betreffzeile „Letter to the Editor“. - In dieser vorliegenden Rubrik ['Briefe an den Herausgeber'] zieht Neale gelegentlich Mitteilungen, herrührend aus anderen Quellen, heran.

 

 

 

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Aus dem Sitz des leitenden Verwaltungsmitglieds

 

 

 

 

 

Ich bin erschöpft. In einer guten Weise allerdings. Die letzten zwei Wochen verbrachte ich damit, eine ganze Lebenszeit an Erinnerungen durchzugehen, derweilen ich damit beschäftigt war, mein Familien-Zuhause aufzulösen. Was für ein riesiges Unterfangen. Was für ein Geschenk. Mir war es wichtig, all die Sachen meiner Eltern durchzusehen, sie anzufassen, mit ihnen zusammen zu sein und zu entscheiden, was ich behalten muss und was ich bereit bin loszulassen. Es ging bei mir um Beendung und um Abschied Nehmen von jenem Teil meines Lebens, in dem Wissen, dass mir meine Erinnerungen immer gewärtig sind. Zu ihnen gehört die Dankbarkeit, die ich spüre dafür, mir die Zeit zu nehmen, dieses Geschehen zu durchlaufen. Kein Bedauern.

 

 

 

Inmitten all dessen nahm die Gesundheit meiner Mutter eine plötzliche Wendung zum Schlimmeren, und sie wurde ins Hospital überstellt. Die gute Nachricht ist die, es geht ihr jetzt gut, aber ich dachte, ich hätte nachhause fliegen müssen, oder noch schlimmer, sie könnte sterben, noch bevor ich mich dort einfinden konnte. Ich dachte bei mir, wie stehen die Chancen, dass ich all die Dinge unternehme, um in ihre Nähe zu gelangen, sodass ich dann für sie da sein kann, wann sie mich braucht, bloß, dass derweilen, während ich fort bin, dies oder das passiert! War Murphy abermals am Zuschlagen?

 

 

 

Just dies bot mir mein Geist in dem Augenblick dar, und ich bin mir recht sicher, dass ich mit jenem Gedanken die Dinge hätte betreiben können und dass ich eine insgesamt schmerzhafte Geschichte drumherum gebaut hätte … hier nun, was ich stattdessen tat.

 

 

 

Ich entschied noch einmal.

 

 

 

So ich regelmäßig Gespräche mit Gott habe, habe ich mir unterwegs etliche ausweislich förderliche Werkzeuge ausgesucht, und beschied, sie in Gebrauch zu nehmen. Mir wird ins Gedächtnis gerufen, dass ich meine Erwiderung auf Ereignisse aufzufinden habe, daher entschied ich einfach noch einmal. Ich überdachte, was ich an Gedanken, Worten und Handlungen wählen könnte, die mir von Nutzen wären und einen positiven Ausgang zeitigten. Einen tiefen Atemzug holend, dafür, in dem Moment zu sein, schickte ich mich an, im Inneren nach der Weisheit zu suchen, welche, sobald man ihr stattgibt, durch uns alle strömt. Die Frage, die heraufkam: Was ist mir momentan wirklich wichtig? Die Antwort hieß: Liebe, Zum Ausdruck Bringen und Verbundenheit.

 

 

 

Als erstes sprach ich also mit meiner Mutter am Telefon und brachte alles zum Ausdruck, was ich fühlte. Ich ließ sie wissen, wie sehr ich sie liebe und dass alles gut werde. Weil die Wahrheit die ist, und weil sie es immer war, dass alles in Ordnung so ist. Es ist besser als in Ordnung. Alles trägt sich perfekt zu. Ob ich nun einverstanden bin mit dem, was sich ereignet, oder nicht, das ist eine andere Sache. Weil es indes sehr wohl von Belang ist, entschied ich mich, es in Ordnung zu finden, nicht dort zu sein. Ich konnte hinnehmen, was sich ereignete und frei sein, oder, ich konnte mich mit einem noch schmerzhafteren Weg befasst sehen. Es hatte für mich nicht Hand und Fuß, mich mit der Realität dessen, was geschah, in Auseinandersetzung zu begeben, aber es machte einen kolossalen Sinn, alle meine Liebe für sie zum Ausdruck zu bringen. Das zählte wirklich. Und Friede stellte sich daraufhin ein, was ein Zeichen dafür ist, dass jemand seine Wahrheit lebt. Friede, Wahrheit und Liebe. Ja, dies sind die Wahloptionen, die wirklich von Belang sind.

 

 

 

Und so ist Mom wieder zuhause, und so bin ich euch, so wie immer, dankbar für eure Liebe und euren Rückhalt. Ich bin in der kommenden Woche wieder im Büro, um die Arbeit aufzuholen; fühlt euch dementsprechend frei, euch mit mir in Verbindung zu setzen. Ich liebe es stets, von euch zu hören. Und, so wie immer, ich weiß eure Unterstützung der Conversations with God Foundation zu schätzen!

 

 

 

Ich möchte zudem einem jeden unter euch danken, die auf meinen Artikel der letzten Woche eingegangen sind und der Stiftung haben eine Spende zukommen lassen. Dies alles hilft, und ich schätze euch alle so sehr.

 

 

 

In Dankbarkeit,

 

 

 

JR

 

 

 

 

 

 

 

(J.R. Westen, D.D. ist ein Holistic Health & Spiritual Coach, der über mehr als ein Jahrzehnt Seite an Seite mit Neale Donald Walsch gearbeitet hat und aufgetreten ist. Er hat sich leidenschaftlich dem verschrieben, Menschen behilflich zu sein, dass sie über ihre emotionalen und spirituellen Herausforderungen hinausgelangen, indem sie Zusammenbrüche in Durchbrüche verwandeln. Seine Berater- und Coaching-Tätigkeit stellt praktische Weisheit und Wegweisung bereit, welche unverzüglich einverleibt werden können, um die Erfahrung des Lebens eines Menschen umzugestalten. So wie dies für die meisten wirkmächtigen Lehrer gilt - J.R.'s eigenes Ringen und Obsiegen beflügelten ihn, machtvolle Wege aufzuspüren, um Anderen zu helfen. Nüchtern seit dem 1. Juni 1986 trieb J.R.'s Passion, einzelnen Menschen beizustehen darin, im Laufe ihrer heftigen Lebensherausforderungen voranzurücken, dazu an, sich auf Suchtverhalten und Trauerbewältigung zu spezialisieren. J.R. lässt gegenwärtig seine Gabe des Beratens und des Coaching Einzelnen zuteil werden. Er dient nun als Verwaltungsleiter der Conversations with God Foundation. Mit ihm kann unter jr@cwg.org Kontakt aufgenommen werden.)

 

 

 

 

 

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KURZMITTEILUNGEN

 

 

 

[Es folgen Schilderungen und Ankündigungen …]

 

 

 

 

 

> für den ONLINE-Kurs „Finding Right Livelihood by Living the Life You Love“

 

> für das neu erschienene Buch N.D. Walsch's ... „What God Said“

 

 

 

 

 

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Quelle: CwG Weekly Bulletin # 592 [9.5.2014] ~ Übersetzung: Theophil Balz [10.5.2014]

 

 

 

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Das engl. Original steht unter

 

http://cwg.org/index.php?b=592

 

 

 

Die

 

~ übersetzten Bulletins der letzten Jahre (jeweils als PDF-Datei herunterzuladen),

 

~ die kostenlosen E-books von ND Walsch,

 

~ sein Internet-Tagebuch (Blog; selektiv),

 

~ täglich sog. 'Heavenletters', tägliche Liebesbriefe Gottes an uns Menschliche Seinswesen auf der Erde (niedergeschrieben durch Frau Gloria Wendroff, Iowa, USA)

 

~ Möglichkeiten, eigene Beiträge und Kommentare zu schreiben,

 

~ Möglichkeiten, in einem Wort-Register nachzuschlagen, und manches Andere,

 

sind gesammelt erreichbar unter

 

www.gmg-materialien.de

 

 

 

ND Walsch lädt uns ausdrücklich dazu herbei, an seinem Leben teilzuhaben - und uns gegenseitig an unserem Leben teilhaben zu lassen.

 

 

 

»Geh mit mir, sage ich, und ich werde versuchen, dir zu helfen, dich aufs Neue wiederzuerschaffen, auch dann, indes ich dich darum ersuche, mir dabei zur Seite zu stehen, das Gleiche zu tun. Lasst uns unsere Futurologie zusammen gemeinsam erschaffen« [GmG Wö. Bulletin #239].

 

 

 

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Weitere verwandte Webseiten sind:

 

 

 

~ www.gespraechemitgott.org

 

~ www.humanityteam.at

 

~ www.humanitysteam.ch

 

~ www.humanitysteam.de

 

 

 

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IN EIGENER SACHE .....

 

 

 

Liebe Freunde,

 

die Mutter-Organisation, die »CwG Foundation«, benötigt in regelmäßiger Weise einen Mittelzufluss. In einer Extra-Mail vom 1.4.06 habe ich mich an Euch gewandt und dort dargelegt, welche Vorschläge ich für unsere gemeinsame Situation, auch für diejenige der Übersetzer und anderer Mitwirkender in Dtld., unterbreite.

 

Hier kurzgemacht .... wir erbitten mtl. 4 Euro für das Bulletin. Die Hälfte geht per Monat in die USA, die andere Hälfte verbleibt in Dtld. zu den in der E-Mail aufgeführten Zwecken. Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam auf einer Grundlage weitermachen könnten, die uns allen guttut und uns in ergänzender Verschiedenartigkeit füreinander wohlstellt.

 

Liebe Grüße

 

Theophil

 

 

 

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Theophil Balz ~ Heidering 11 ~ D 49324 Melle ~ theophil [dot] balz [at] web [dot] de (theophil [dot] balz [at] web [dot] de)

 

 

 

 

 

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Ich habe ein Extra-Konto eingerichtet. [Da wir kein Verein sind, ist es nur möglich, das Konto auf einen Privat-Namen laufen zu lassen.]

 

Theophil Balz ~ »TUFUNZANE«

 

Kto. Nr.: 134023

 

Kreissparkasse Melle

 

BLZ 26552286

 

Kennwort: »Bulletin«

 

Für Überweisungen vom Ausland:

 

- SWIFT: NOLADE21MEL

 

- IBAN-Nummer: DE73 2655 2286 0000 1340 23

 

[Das Schweizer Konto hatten wir aus Kostengründen aufzulösen; zwischenzeitlich wurde ja auch der Bankenzahlungsverkehr europäisiert und vereinfacht.]

 

Notwendiges Kennwort auf dem Überweisungsformular: "BULLETIN"

 

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Anmerkung: »Tufunzane« (kisuaheli) heißt:

 

»Lasst uns zusammenkommen und uns gegenseitig anleiten und unterweisen.«

 

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