GmG Bulletin # 662

 

GmG Wöchentliches Bulletin # 662

 

 

 

11.9.2015

 

 

 

DAS PROBLEM IN DER WELT HEUTE [Schluss]

 

 

Eine Anmerkung von Neale

 

 

 

 

 

Meine lieben Freunde …

 

 

 

Vor uns liegt der dritte und abschließende Teil eines mehrteiligen Beitrages von mir … er wurde vor einiger Zeit niedergeschrieben und ist heute nach wie vor zur Sache gehörig. Ich bin der Auffassung, ihr werdet aus dem Mit-Nachvollziehen dieser Serie etlichen Nutzen ziehen können …

 

Ich möchte nun gerne einen Vorschlag unterbreiten, in Hinsicht darauf, was die größte, Schäden anrichtende Unterstellung unter allen darstellt: Die Mutmaßung des Getrenntseins.

 

Der grundlegende, fundamentale Gedanke hier ist der, dass im Kosmos alles von allem anderen getrennt ist.

 

Lasst mich euch nun zeigen, wie dies darauf bezogen ist, was wir hier erörtern, indem ich euch eine Frage stelle. Machst du dir Gedanken über Gott? Wenn ja, wie lauten sie? Denkst du, einen Gott gebe es? Wenn ja, was ist Gott deines Erachtens? Ein Freund im Himmel? Ein liebevolles, aber gestrenges Elternteil? Jemand zum Fürchten? Jemand, der zu lieben ist? Beides?

 

Was immer du, sofern du überhaupt der Auffassung bist, dass es einen Gott gibt, meinst, ich möchte wetten, dass es einen einzelnen Gedanken gibt, den du mit Milliarden anderer Menschen gemein hast. Ich könnte schiefliegen, du könntest eine der wenigen Ausnahmen sein, die die Regel bestätigen, sofern du das aber nicht bist, sofern du die Sichtweise der großen Mehrheit einnimmst, ist der Gedanke, den du gemeinsam mit Milliarden anderer Menschen innehast, der: Gott ist von uns getrennt.

 

Ein Großteil der Menschen auf der Welt hängen dem an, was ich, wie es mich überkam, die Theologie der Getrenntheit nannte. Ich habe den Gott dieser Theologie als Iohayot bezeichnet. Dies klingt ein wenig wie ein Wort aus den eingeborenen Völkern der nordamerikanischen Kultur. Es ist ein Akronym für: I'm Over Here And You're Over There.

 

Dies ist genauso ein fundierter Name wie ein jeder andere, mit denen die Menschheit übergekommen ist, darunter Allah, Brahmin, Gott, Jehova, Krishna oder Yahwe, und er ist ungemein anschaulicher als die zurzeit gültige Konzeption von Gott, die von den meisten Menschen eingenommen wird. Religion ist nicht dafür bekannt, unter Menschen breit gefächertes Einvernehmen zum Vorschein zu bringen, freilich, worüber auch sonst die leidenschaftlich eingestellten Religionen untereinander strittiger Auffassung sind, die meisten pflichten dem bei, dass Gott die Aussage vorträgt: „I'm Over Here And You're Over There.“

 

Gott ergänzt hierzu: „Du kannst herüberkommen, wenn du möchtest, aber es gibt bestimmte Dinge, die du zu tun hast.“ Gott überreicht uns dann eine Liste von Vorgaben und Erfordernissen. Jene Liste ist durch zahlreiche Leute in vielen unterschiedlichen Weisen gedeutet worden, und jene unterschiedlichen Weisen werden bisweilen als Religionen bezeichnet.

 

Es existiert ausschließlich Eine Liste, das versichert uns eine jede unserer Religionen, und wir dürften nicht in Verwirrung geraten bei dem Gedanken, es gebe zahlreiche, ebenso wenig dürften wir derart fassungslos werden in Anbetracht der Unrichtigen Listen, die durch Andere lanciert werden, dass wir uns die verkehrte auslesen. Denn, sofern wir uns die Verkehrte Liste hernehmen, sind wir zu dem immerwährenden Höllenfeuer verurteilt. Dem gemäß ist die Strafe Gottes für einen jeden Irrtum bei unseren Verständnissen aufgestellt. Dabei könnt ihr sehen, dass eine ziemliche Menge auf dem Spiel steht.

 

Diese Beschreibung der menschlichen Theologien ist in höchstem Maße vereinfachend, doch ist sie nicht weit davon entfernt, eine akkurate, wenn auch sehr grundlegende Zusammenfassung unserer Glaubensvorstellungen darzustellen. Und diese Glaubensvorstellungen bringen uns um.

 

Die Theologie der Trennung – das Verehren des Gottes Iohayot – wird, sofern sie weiterhin auf unserem Planeten den vorherrschenden Glauben darstellt, fortgesetzt die Evolution unserer Spezies herabmindern. Denn falls sich die Theologie der Trennung weiterhin als das Fenster ausweist, durch das sich die Menschen die Umschwünge ansehen, welche sich derzeit in unserer Welt begeben und welche sich weiterhin ereignen werden, werden sie jene Wandlungen als „Gottes Wille“ oder als „Gottes Strafe“ bezeichnen, und sie werden infolgedessen abgeneigt sein, etwas mit ihnen zu unternehmen – noch weniger, bei deren Erschaffen mit von der Partie zu sein. Dieses Vorgehen würde mit Sicherheit weiterhin unsere Evolution verlangsamen.

 

Viele Menschen sagen, dies sei der Fall, da Gott, ja in der Tat, „da drüben“ und da wir „auf dieser Seite“ seien. Gott muss gelegentlich „hierhin“ kommen, um uns eine Lektion zu erteilen. Und so kommt Gott herunter, um uns für unsere Sünden zu strafen, um uns dazu zu bringen, für unsere Vergehen zu zahlen, oder um was auch immer zu tun nötig ist zu tun, damit die natürliche Ordnung der Dinge wieder erreicht, und damit das Richtige in die genehme Balance mit dem, was Nicht Richtig ist, gebracht wird.

 

Unter diesem Gedankengut sind die AIDS-Epidemie, die zunehmende Gewalt auf der Erde, die Verschlechterung unserer Umwelt, das Zergliedern unserer Sozialsysteme, die Erosion und der Abbau unserer kollektiven Moralvorstellungen, die Armut und die Krankheiten, denen Millionen unterliegen, allesamt Anzeichen für Gottes Wut – Strafen von Hoch Oben herniedergebracht durch das zusehends böse Verhalten der Menschheit.

 

Und das Schlimmste steht uns noch aus. Gott ist dabei, sich Zum Allerletzten Mal zurückzuwenden, um die Auswertung auszugleichen, Gott ist dabei, die Dinge zurechtzurücken, die Guten und Rechtschaffenen zusammenzufassen, und die Bösen und Ungläubigen Hinter Sich zu Lassen, um daraufhin die Erde und alles physische Leben der Zerstörung anheim zu stellen.

 

Dieser Glaube an einen Gott, der „da drüben“ ist, und der etwas möchte und braucht oder der etwas erstrebt und verlangt von Jenen von uns „hier drüben“, der uns bestraft (und der nunmehr all dessen überdrüssig und bereit ist, uns der Zerstörung zu überantworten), sobald Er nicht bekommt, was Er möchte, benötigt, was Er erstrebt oder anfordert, ist es, der es den Menschen stattgibt, sich selber die moralische Autorität einzuräumen, Strafen aus sich selbst heraus für Jene auszusprechen, die das ignorieren, was diese Menschen für Gottes Wort ansehen, und die missachten, was jene Menschen festgelegt haben als das, was Gottes Weisungen oder Erfordernisse darstellt.

 

Diese Menschen bilden sich ein, sie verstehen die Bewandtnisse so, und erklären, in Gottes Namen zu handeln, während sie den Schalter an einem elektrischen Stuhl herumdrehen, oder Menschen für 20 Jahre hinter Gitter bringen, oder während sie ihre „Gott-gegebene Autorität“ in irgend anderer Weise einbringen, die sie zu bewerkstelligen uns bescheren, in Vergeltung für die Sünden, die Andere begangen haben.

 

Aber die Dinge reichen noch über holzschnittartige Auffassungen von Untat und Bestrafung hinaus. Diese besagte Vorstellung ist es, die es den Menschen gestattet, Flugzeuge in Gebäude zu lenken, unter den Rufen „Allah ist groß!“ unterdessen Tausende unschuldiger Zivilisten zu töten. Sie ist es, die es den Menschen stattgibt, eine Nation unter der Angabe von Vorwärtsverteidigung anzugreifen, eine Nation, die ihrer Vorstellung nach auf dem Wege ist, sie anzugreifen, sofern sie es nicht als Erstes tun, und die im Laufe einer Suche nach Massenvernichtungswaffen, die nicht vorhanden sind, Massenvernichtungswaffen einzusetzen, währenddessen Tausende unschuldiger Zivilisten getötet werden mit Bomben, die mit Münzen bezahlt sind, auf denen zu lesen steht: „In God We Trust.“

 

Dächten wir, wir tun diese Dinge Gott an, so würden wir sie natürlich nie tun. Freilich könnte uns nichts dazu bringen, zu meinen, dass wir diese Dinge Gott antun, außer der Gedanke, dass Wir Und Gott Eins Sind, und jener Gedanken ist Millionen von Menschen ein Gräuel; er ist ihnen eine radikale Konzeption, welche die gewaltige Mehrheit der Menschen ohne viel Federlesens abgewiesen hat. Sie passt nicht in unsere vorrangige Annahme. Der Großteil der Menschheit bleibt feste in seiner Theologie der Trennung nachgerade häuslich niedergelassen.

 

Eventuell wäre dies nicht so schlimm, sofern es einfach unsere allerhand Religionen hervorbrächte. Aber die Idee vom Getrenntsein von der Göttlichkeit, welche aus der Theologie der Trennung der Menschheit zutage tritt, erzeugt um Vieles mehr denn das Angesprochene. Sie zeitigt eine Kosmologie der Trennung. Das meint, eine kosmologische Hinsicht auf das Gesamt des Lebens, die vorträgt, dass alles von allem sonstigen getrennt ist. Und eine Kosmologie der Getrenntheit bringt eine Psychologie der Trennung hervor. Das meint, ein psychologisches Festhalten unseres Platzes in der Anordnung der Dinge, welches das individuelle Selbst in den Mittelpunkt unserer Erwägungen platziert. Und eine Psychologie der Trennung bringt eine Soziologie der Trennung hervor. Das meint, ein Art, sich untereinander zu vergemeinschaften von einem Ort des Getrenntseins her, nicht von einem Ort der Einheit oder des Einsseins her; eine Art, miteinander in Verkehr zu treten, welche unsere persönlichen Interessen für getrennt erklärt – oder zum wenigsten dafür, an erster Stelle zu stehen. Und eine Soziologie der Trennung bringt eine Pathologie der Trennung hervor. Das meint, pathologische Verhaltensweisen der Selbstzerstörung – sich auf der ganzen Welt individuell und kollektiv bekundend.

 

Die Frage erhebt sich mithin: Wie lange können wir überleben, in der Einbildung, wir seien getrennte Einheiten, in der Einbildung, wir lebten als ein Kollektiv, indessen nicht als Eins? Um wie viel länger können wir überleben, in der Einbildung, wir seien eher einzelne Seinswesen, denn Ein Einziges Sein?

 

Sofern es freilich einen einzigen Wandel in der Herangehensweise der Menschheit an das Leben gäbe, der uns derzeit am Förderlichsten wäre – der unerlässlicher, ausschlaggebender, der wesentlicher, machtvoller und transformativer wäre denn irgend eine andere Herangehensweise –, dann wäre es ein Umbruch in unserem Glauben an die Getrenntheit von Gott. Und daraufhin - an unsere Getrenntheit von einander. Wir sprechen hier soeben über eine massive Vorwärtsbewegung in das Ausleben einer Neuen Kulturellen Geschichte hinein, welche ihre Anfang nimmt mit einer anschaulichen Beschreibung unseres wesenhaften Einsseins.

 

Stellt euch vor, was solch eine Botschaft in dem Leben unserer Kinder hervorbringen würde.

 

Betrüblich ist dabei, dass wir Angst haben, Einssein als ein Lebensprinzip zur Unterweisung zur Hand zu nehmen. Im Grunde genommen graut es uns vor der Idee. Warum? Weil wir uns vorstellen, Einssein meine Gleichförmigkeit, weil wir uns vorstellen, dass Identisch-heit Individualität zum Verschwinden bringt, und dass wir, sowie wir unsere Individualität einbüßen, unser ureigenes Selbst einbüßen.

 

Dem Geist kommt dieser Vorgang wie eine Angelegenheit des Überlebens vor. Meinem Geist nach ist es so, dass ich, damit ich als eine Entität, die ihrer selbst gewahr ist, überlebe, zu wissen habe, wer ich bin. Damit ich weiß, wer ich bin, habe ich von dir und allem sonstigen verschieden zu sein. Um von dir und allem sonstigen verschieden zu sein, habe ich von dir und allem anderen getrennt zu sein.

 

Dem hingegen macht Individualität nicht Trennung erforderlich, und haben Unterschiede nicht Aufspaltungen zu erzeugen, nicht mehr als unsere Finger von unserer Hand abgetrennt werden müssen, damit sie unter sich verschieden und ausgesprochen individuell sein können.

 

Deine Finger sind allesamt ein Teil deines Körpers, demzufolge sind sie alle du, just so wie wir alle ein Teil des Körpers Gottes und daher alle Gott sind.

 

Dies ist die Antwort auf die Frage: „Was begreifen wir nicht voll und ganz, das, wenn wir es verstünden, alles verwandeln würde?“

 

Was wir nicht vollauf verstehen, kann in vier Worten resümiert werden: Wir Sind Alle Eins.

 

Mache dir diese Anschauung zu Eigen, mache sie zu deinem Betriebs-Prinzip, überziehe damit unsere Politik, unsere Ökonomie, unsere Religionen, unser Bildungswesen und ein jedes Gebiet unserer menschlichen Gesellschaft, und sieh zu, wie wir im Laufe einer Generation den Himmel auf Erden erschaffen.

 

Wir sind eine Generierung, aus dem Paradies hervorgehend. Alles, was wir zu tun haben, ist unseren Verstand einiger weniger Dinge zu ändern – und dieser einen Sache im Besonderen.

 

 

Mit Liebe,

 

Neale.

 

 

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P.S.: Fühlt euch frei, diese Ausgabe des Wöchentlichen Bulletins an alle Freunde weiterzuleiten. Womöglich ist es jenen danach, mehr darüber in Erfahrung zu bringen und sich zur Subskription zu melden – welche, wie euch ja bekannt ist, kostenfrei ist. Gebt ihnen also eine Chance, sich über diese wundervolle Publikation über GmG kundig zu machen, die jede Woche publiziert wird! Sendet sie an einen Freund, an eine Freundin!

 

 

 

Zur Subskription des englisch-sprachigen Bulletins geht es hier …

 

 

 

http://cwg.org/index.php?page=email_signup

 

 

 

Über die Jahre sind das Wöchentliche Bulletin und seine Artikel, wie sie Neale Donald Walsch niedergeschrieben hat, in den E-Mail-Postfächern tausender Leser rund um die Welt zu einem Favoriten geraten. Wir freuen uns, zusätzlich zu den neuesten Artikeln von Neale, an dieser Stelle gelegentlich eine Auswahl aus den besten seiner zurückliegenden schriftlichen Äußerungen für diese vorliegende Veröffentlichung zu präsentieren. Wir sähen es ungerne, wenn sich die vielen Leute diesen oder jenen Beitrag davon entgehen ließen, Bemerkungen, die uns den Weg weisen, wie GmG in unserem täglichen Leben anzuwenden ist. Handelt es sich nun um eine neue Vorlage oder um einen Zugabe-Abdruck – wir vertrauen darauf, dass ihr von diesen Niederschriften aus der Feder des Mannes, der uns Gespräche mit Gott überbrachte, trefflichen Nutzen erlangt.

 

 

 

 

 

 

 

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Briefe an Neale ...

 

 

 

Mr Walsch,

 

als erstes möchte ich dir danken, dass du die Bücher geschrieben und die Geduld und das Durchhaltevermögen hast, sie vollendet und zur Veröffentlichung gebracht zu haben. Ich begann mit ihrer Lektüre, als meine Tochter Allison mit einem Noonan-Syndrom [erblicher Komplex von Entwicklungsstörungen; betrifft das äußere Erscheinungsbild wie auch die Veränderung innerer Organe; A.d.Ü.] geboren wurde. Sie war ständig krank und hatte in 9 Jahren 7 Operationen zu überstehen. Ich war verzweifelt dabei, zu begreifen, weswegen sie solche Schmerzen und Beschwernisse durchzumachen hat, und, was ich denn getan haben solle, wenn überhaupt, das möglicherweise die Ursache dafür war, dass sie ein derart schweres Leben zu führen hatte.

 

Im November 2004 mit 9 Jahren rannte sie über den Schulhof und starb augenblicks an Arrhythmie. Sie hatte eine ansteckende Leidenschaft für das Leben und machte immer Spaß. Sie sang und lachte, während sie etwas tat. Jeder war anscheinend von ihr angezogen. Sogar Fremde wollten sie besuchen kommen, mit ihr sprechen und sie anfassen. Ich bin von Menschen von weit weg, wie etwa aus New York, kontaktiert worden, die von einem Freund eines Freundes, der Ally kannte, gehört hatten.

 

Seit ihrem Ableben habe ich meine Leidenschaft für das Leben verloren. Ich habe eine weitere Tochter, die sich soeben von dem Trauma, ihr einziges Geschwisterteil verloren zu haben, erholt. Ich kann mir nicht helfen, ich fühle mich so - - wäre bei mir eine tödliche Krankheit diagnostiziert worden, dann wäre ich erleichtert. Emotional empfinde ich mich erschöpft, und ich möchte bloß von diesem Teil meiner Existenz auf und davon.

 

Ich weiß, Ally geht es gut, und ich glaube, ich werde sie wiedersehen. Es ist fast so, als hätte ich zu ihrer Lebzeit eine direkte Verbindung zu Gott gespürt. Ich konnte sie anschauen und an mich halten, und ich spürte dieses friedvolle Gefühl, das meinem Empfinden nach von ihr ausging. Ja, ich glaube, sie war ein Engel.

 

Ich fürchte den Tod nicht, und möchte bloß, dass dieser Schmerz endet. Über 9 Jahre mit Ally zusammen leben, im Herzen wissen, dass sie nicht ein ganzes Leben lang wird leben können, und dann sie derart unvermittelt verlieren, hat mich einfach ausgelaugt. Ich mache weiter, habe meine Lehrerlaubnis bekommen, versuche jeden Tag, zu den Kindern, die ich unterrichte, vorzudringen, und stehe ihnen bei, so gut ich es kann. Aber etwas hat sich in mir gewandelt.

 

Gibt es einen Weg, dieses von Friede erfüllte Gefühl wieder zu finden? Ich möchte von Ally lernen, und jeden Tag die Beste sein, die ich sein kann. Ich möchte nicht mein eigenes Leben beenden, ich sehne mich einfach nach dem Gefühl, das ich hatte, als meine Ally bei mir war. Seit ihrem Tod habe ich zweimal von ihr geträumt, und beide Male spürte ich die Verbundenheit von Neuem. Hast du mir einige weisheitsvolle Worte dazu?

 

Cindee.

 

 

 

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NEALE ANTWORTET

 

 

 

Meine liebe Cindee,

 

ich kann mir nichts Entsetzlicheres als den Verlust eines Kindes für jemanden vorstellen. Ich verstehe deine Gefühlsantwort darauf voll und ganz, und erlebe während der Lektüre deines Briefes große Empathie. Du bist eine mutige und sehr starke Frau, derweil du den Weg weitergingst, deine Lehrbefugnis zu erwerben und ein Leben zu schaffen, wo du fortwährend um andere Kinder herum bist, von deiner anderen Tochter ganz zu schweigen, die sich, nach deinen Worten, immer noch von dem Trauma erholt, ihr einziges Geschwisterteil verloren zu haben. Ich bin gewiss, dass ich dir nicht sagen muss, dass diese Tochter dich nun mehr denn je braucht, und dass die Kinder, die du jeden Tag im Klassenzimmer unter deiner Obhut und Führung hast, desgleichen auf sehr hohem Niveau auf dich angewiesen sind. So sehe ich die einzigartige Situation, in die dich das Leben gestellt hat - - und ich ehre dich dafür, dass du diesen Platz mit derartigem Mut gehalten hast.

 

Das erste, was ich tun möchte, Cindee, ist die Empfehlung, dir mein Buch ‚ZUHAUSE IN GOTT in einem Leben, das nie endet’ herzunehmen (oder es wiederzulesen, wie es gerade darum steht). Dieses Buch wird dich in allem wiederbestätigen, was du anscheinend bereits über deine wunderbare Ally weißt - - und in noch ferneren Bewandtnissen, die du dich bloß gefragt oder die du geahnt hast. Nicht zuletzt Angaben solcher Art sind in der Passage dieses Buches zu finden, die mit dem Tod von Kindern zu tun hat. Diese Passage, Cindee, spricht davon ….

 

»Der Tod ist für die Kinder freundlich und gütig, da Kinder kaum mit allerhand vorher ausgedachten negativen Auffassungen darüber, was hinterher geschieht, in den Tod gelangen. Sie sind rein. Sie sind einfach bloß von dem spirituellen Gefilde herbeigekommen. Sie sind nicht weit entfernt von dem Kern Ihres Seins. Sie kamen einfach von Der Essenz her. Und so bewegen sich kleine Kinder durch die ersten Stadien des Todes ungemein schnell hindurch, und kehren beinahe unverzüglich in das Verschmelzen mit Der Essenz zurück.

 

Es sollte gesagt werden, dass Kinder im Nachleben „heranwachsen“. Das meint, sie werden all dessen, was vor sich geht, und werden der Letzten Wirklichkeit voll gewahr und voll bewusst. Sie wissen, weswegen sie zur Erde kamen, und sie wissen, weswegen sie derart früh fortgingen, wie es der Fall war. Sobald ihr Empfinden dabei in aller Gänze entwickelt ist, gehen sie voran, in welche Form, die sie sich aussuchen, auch immer hinein. Fühlen sie sich unvollständig, so werden sie dieselbe gute Gelegenheit wie jede andere Seele haben, „zum Leben zurückzukehren“. Der Prozess ist für alle Seelen der gleiche, egal, welches Alter ihr Körper hatte, als sie die körperliche Welt verließen.

 

Freilich sollte ich nun etwas über die Tagesordnung der Kinder sagen, die in jungem Alter sterben.

 

Jene Seelen, die den Körper betreten und ihn innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne verlassen – Kinder, die … in sehr zartem Alter sterben –, tun dies unweigerlich im Dienste einer Agenda eines Anderen, auf einer sehr hohen Ebene … In einigen Fällen ist es nötig, dass sie so früh fortgehen, um dies zu erreichen. Für diese Seele ist das jedoch nie eine Tragödie. Sie haben dem beigestimmt, so früh zu scheiden.

 

Jede Seele, die in den Körper eintritt, um der Agenda Anderer zu dienen, ist ein Engel – und jedes Kind, das sehr früh verstarb, hat dies getan, um einem Anderen ein Geschenk zu bereiten. Dieses Geschenk mag zu einer gewissen Zeit von den Eltern oder Anderen nicht verstanden werden, die sich, das ist natürlich, in tiefer Trauer befinden. Aber ich verspreche dir, das Geschenk wird begriffen werden, so die Zeit vergeht und die Heilung einsetzt, es wird in Empfang genommen werden, und das Arbeitsfeld dieses kleinen lieben Herzens – das nur als ein Engel beschrieben werden kann – wird zur Erledigung gebracht sein.«

 

Mir ist es klar, Cindee, du hast es mir ja gesagt, dass dir bereits klar ist, dass Ally ein Engel war und ist. Freilich frage ich mich, ob du früher bereits den Rest der Passage aus ‚ZUHAUSE IN GOTT’ in Betracht genommen hast. Es gibt eine Agenda, der zu Diensten zu stehen Ally hierherkam, und es war nicht bloß ihre eigene. Oder, um es anders auszudrücken, ihre eigene Agenda bestand darin, der Agenda Anderer zu dienen. Dies würde Jeden umfassen, dessen Leben durch das ihrige berührt wurde … und du erzählst mir, dass das eine Menge Leute waren. Davon bin ich nicht überrascht. Hast du auch über die Möglichkeit nachgedacht, Cindee, dass darin deine eigene spirituelle Agenda miteinbezogen ist?

 

Ich bin mir drüber im Klaren, bloß an der Oberfläche – – für eine Mutter - zutiefst betrübt, von dem Tod ihres Kindes zu vernehmen - ist dies etwas sehr Schweres. Aber ich glaube, unterhalb der Oberfläche dieser infragestellenden Behauptung liegt eine tiefe Offenbarung von ungemeinem Wert. Ich weiß, während deiner verbleibenden Jahre auf Erden, Cindee, wirst du eine große Anzahl von Menschen berühren – und eine große Anzahl unter ihnen werden, aufgrund deines gewählten Berufes, Kinder sein. Denkst du, das ist Zufall? Cindee, ich denke das nicht. Ich erblicke darin ein mustergültiges Design. Und ich glaube, du wirst eine mitfühlendere, fürsorgendere, einfühlsamere, verständnisvollere, einsichtsreichere und in jeder Hinsicht wundervollere Führerin für diese Kinder, als sie je in ihrer Schule hoffen konnten, sie aufzufinden … alles aufgrund des Erlebens im Leben, das du hattest, und aufgrund dessen, was dir dein Engel Ally zugereicht hat.

 

Cindee, ich gehe noch weiter. Ich möchte dir sagen, ich glaube, Ally und die Seelen all jener anderen Kinder haben dies in dieser Art angelegt. Das heißt, dein wunderbares Kind starb aus einem Grund, der umfassender ist, als du es dir je hättest vorstellen können: um dich dazu zu bereiten, das Leben nicht bloß eines einzelnen Kindes zu berühren, sondern das von Hunderten und Hunderten von Kindern, in einer Weise, die nur bei einem Herzen in Erscheinung tritt, das gebrochen worden ist … und das wieder geheilt wurde, um so das wahre Wunder und die Herrlichkeit des Lebens, der Kindheit, der Göttlichkeit Selbst und des Wertes einer jeden Seele und aller Seelen zu begreifen. Ich glaube, jedes Kind in jedem Klassenzimmer, das du jemals von diesem Tag an bis zu deinem Lebensende betrittst, Cindee, wartet auf dich, ihm oder ihr dieses Geschenk zu überreichen. Ich glaube, dass deine andere Tochter auf das Darreichen dieses Geschenkes wartet, immer, wenn sie in deinen Armen aufgeht. Und ich glaube, dass du, während du sie in den Armen hältst, auch Ally in den Armen hältst. Denn Ally’s Seele begleitet die Seele ihrer Schwester in deinen Armen, aufdass ihre Heilung und ihre Freude die deinigen sein mögen, so wie auch die deinigen diejenigen ihrer Schwester.

 

Cindee, ist dies eine zu fantastische Realität, um sie anzunehmen und zu begreifen? Ich denke, nicht, sonst hättest du mir nie geschrieben. So gehe nun und feiere Ally’s immerwährende Präsenz, indem du das Ansinnen ihrer Seele und dasjenige von dir ehrst. Vergieße keine Tränen des Traurigseins, sondern Tränen der Freude darüber, denn so du allen anderen Kindern Licht, Glück und das Versprechen von Morgen überbringst - - und, ja in der Tat, allen Menschen, die dein Leben betreten - -, so überbringst du ihnen einen Teil von Ally … welche letzten Endes von Anfang an ein Teil von DIR war, die es jetzt ist und es immer sein wird.

 

Meine Freundin, Gott segne dich, und Danke dafür, dass du mir geschrieben hast. Ein Teil von mir soll stets kraft des Austausches, den wir gepflegt haben, bei dir sein. Wisse, dass Gott dir Stärke und Weisheit in unendlicher Fülle schickt.

 

Mit Liebe,

 

Neale.

 

 

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ANMERKUNG: Wenn du gerne einen Brief an den Herausgeber dieses Bulletins schreiben möchtest, dann sende schlicht eine E-Mail an

 

 

 

Neale [at] NealeDonaldWalsch [dot] com

 

 

 

mit der Angabe in der Betreffzeile „Letter to the Editor“. - In dieser vorliegenden Rubrik ['Briefe an den Herausgeber'] zieht Neale gelegentlich Mitteilungen, herrührend aus anderen Quellen, heran.

 

 

 

 

 

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Kurzmitteilungen

 

 

 

[Es folgen Schilderungen und Ankündigungen …]

 

 

 

> für mehrere Retreats der kommenden Monate

 

> für den soeben aufgestellten ONLINE-Kurs „Finding Right Livelihood by Living the Life You Love“

 

> für das jüngst (zunächst auf Engl.) erschienene Buch N.D. Walsch's ... „God's Message to the World: You've Got Me All Wrong

 

 

 

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Quelle: CwG Weekly Bulletin # 662 [11.9.2015] ~ Übersetzung: Theophil Balz [12.9.2015]

 

 

 

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Das engl. Original steht unter

 

http://cwg.org/index.php?b=662

 

 

 

Die

 

~ übersetzten Bulletins der letzten Jahre (jeweils als PDF-Datei herunterzuladen),

 

~ die kostenlosen E-books von ND Walsch,

 

~ sein Internet-Tagebuch (Blog; selektiv; inzwischen hat es Neale aufgegeben),

 

~ täglich sog. 'Heavenletters', tägliche Liebesbriefe Gottes an uns Menschliche Seinswesen auf der Erde (niedergeschrieben durch Frau Gloria Wendroff, Iowa, USA)

 

~ Möglichkeiten, eigene Beiträge und Kommentare zu schreiben,

 

~ Möglichkeiten, in einem Wort-Register nachzuschlagen, und manches Andere,

 

 

 

sind gesammelt erreichbar unter

 

www.gmg-materialien.de

 

 

 

ND Walsch lädt uns ausdrücklich dazu herbei, an seinem Leben teilzuhaben - und uns gegenseitig an unserem Leben teilhaben zu lassen.

 

 

 

»Geh mit mir, sage ich, und ich werde versuchen, dir zu helfen, dich aufs Neue wiederzuerschaffen, auch dann, indes ich dich darum ersuche, mir dabei zur Seite zu stehen, das Gleiche zu tun. Lasst uns unsere Futurologie zusammen gemeinsam erschaffen« [GmG Wö. Bulletin #239].

 

 

 

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Weitere verwandte Webseiten sind:

 

 

 

~ www.gespraechemitgott.org

 

~ www.humanitysteam.ch

 

~ www.humanitysteam.de

 

 

 

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IN EIGENER SACHE .....

 

 

 

Liebe Freunde,

 

die Mutter-Organisation, die »CwG Foundation«, benötigt in regelmäßiger Weise einen Mittelzufluss. In einer Extra-Mail vom 1.4.06 habe ich mich an Euch gewandt und dort dargelegt, welche Vorschläge ich für unsere gemeinsame Situation, auch für diejenige der Übersetzer und anderer Mitwirkender in Dtld., unterbreite.

 

 

 

Hier kurzgemacht .... wir erbitten mtl. 4 Euro für das Bulletin. Die Hälfte, abzüglich unserer fixen Kosten, geht per Monat in die USA, die andere Hälfte verbleibt in Dtld. zu den in der E-Mail aufgeführten Zwecken. Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam auf einer Grundlage weitermachen könnten, die uns allen guttut und uns in ergänzender Verschiedenartigkeit füreinander wohlstellt.

 

 

 

Liebe Grüße

 

Theophil

 

 

 

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Theophil Balz ~ Heidering 11 ~ D 49324 Melle ~ theophil [dot] balz [at] web [dot] de

 

 

 

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Ich habe ein Extra-Konto eingerichtet. [Da wir kein Verein sind, ist es nur möglich, das Konto auf einen Privat-Namen laufen zu lassen.]

 

 

 

Theophil Balz ~ »TUFUNZANE«

 

Kto. Nr.: 134023

 

Kreissparkasse Melle

 

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Notwendiges Kennwort auf dem Überweisungsformular: "BULLETIN"

 

 

 

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Anmerkung: »Tufunzane« (kisuaheli) heißt:

 

»Lasst uns zusammenkommen und uns gegenseitig anleiten und unterweisen.«

 

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