GmG Bulletin # 580

 

GmG Wöchentliches Bulletin # 580

 

 

 

14.2.2014

 

 

 

Seht euch Sotschi an! Wir haben uns selber wieder ausgespürt!

 

 

 

 

 

Eine Anmerkung von Neale

 

 

 

Es ist an der Zeit, denke ich, hier eine Einschätzung abzugeben. Es ist Zeit, eine Bestandsaufnahme zu machen. Wie läuft es bei uns hier? Wie läuft es bei euch individuell, und wie läuft es bei uns kollektiv, in jenem Zeitraum, den wir in unserer gegenwärtigen physischen Form innehaben?

 

 

 

Schaut, wir sind hier alle auf einer Reise. Ein jeder von uns macht diese Ausfahrt. Und das hat nichts damit zu tun, was wir unserem Dafürhalten nach hier auf der Erde erzielt oder geleistet haben --- außer insofern, als jene Erzielung oder Leistung der Agenda unserer Seele dienlich ist und sie voranbringt.

 

 

 

Es geht um die Agenda der Seele, der dienlich zu sein wir hierhergekommen sind, es geht nicht um die Agenda des Körpers oder Geistes. Und es ist unser Versäumnis, dies zu begreifen – dieses eine, einzigartige Versäumnis –, welches verantwortlich ist für all die Missstände, die momentan der Menschheit zustoßen. (Wie auch im Verlauf der Historie.)

 

 

 

Schaut nun auf das, was in Sotschi passiert. Ich hatte in der vergangenen Nacht eine Möglichkeit, mir einige Stunden im Fernsehen die Winterolympiade anzuschauen, und das war eine helle Freude. Die Freude dabei war, Menschen, die in liebevoller Zuwendung zueinander stehen, zuzusehen.

 

 

 

Es waren Menschen, die in Liebe zum Leben standen, sie drückten dabei herausbrechende Freude und ungemilderten Gram in aller Offenheit aus, sie hatten es nicht nötig und versuchten nicht, ihre Emotionen vor jemandem abzuschirmen.

 

 

 

Sie waren in Liebe untereinander, die Athleten wie auch das Publikum, sie herzten und weinten gemeinsam, gratulierten oder trösteten einander, traten untereinander vollauf in Wettstreit, indes ohne dass ihr Verlangen zu gewinnen ihren Impuls überwältigte, mitempfindend und fürsorglich menschlich zu sein.

 

 

 

Und sie standen in Liebe mit sich selber, sie lebten und drückten jedes Gramm von sich selbst aus, feierten sich und ihre Hingabe und Bestimmtheit, die höchste Version von sich selbst zu sein, die sie zusammenbringen konnten, die sie, unter erheblichsten Anstrengungen, hervorrufen konnten.

 

 

 

Was ich sah, war Bekräftigung. Bestätigung, dass Menschenseinswesen dies zu tun in der Lage sind. Und das Einzige, was ich mich fragte, war: Falls Menschenseinswesen dies rund um den Sport zu tun vermögen, was hält uns dann davon ab, dies in unserer Legislative rund um Politik zuwege zu bringen, rund um die Ökonomie in unseren Vorstandszimmern, rund um Religion in unseren Häusern der Anbetung? Warum können wir nicht zusammen gut aufspielen … in allem?

 

 

 

Die Lektion der Olympischen Spiele lautet, dass unsere Spezies in der Lage ist, größer zu sein denn eine jede unserer individuellen Bestrebungen. In der Tat, wir sind in der Lage, jene Bestreben zusammenzuschließen in einer Weise, die es uns stattgibt, nach dem Höchsten und Besten in uns zu langen, ohne das Niedrigste und Schlimmste in dem Menschen in den Blick zu nehmen, der neben uns steht.

 

 

 

Möge es so sein, dass wir alle das Leben als solch ein Spiel betrachten können. Spiele, wo der wahre Wettstreit derjenige mit dem Selbst ist, welches sich zu einem Größer-denn-je-zuvor-Auftritt und zu der wahrhaftigen Olympischen Veranstaltung namens Leben erhebt.

 

 

 

Schaut, wir sind hier auf einer Reise. Und wenn du meinst, es gehe darum, wie viel Geld du verdienst oder wie viel Bekanntheit du erzielst, oder wie viel Beifall du unterwegs einheimst, oder wie viel Macht du erwirbst und wie viele Macht du nunmehr über wie viele Menschen einfährst, dann irrst du dich betrüblicherweise, und du wirst den Punkt verfehlt haben. Letztlich und voll und ganz wirst du den Punkt des Lebens verfehlt haben. Und beim Augenblick des Todes wirst du dies zu erkennen bekommen.

 

 

 

Es wird dir sodann kristallklar sein, dass die du meisten Augenblicke deines Lebens mit Dingen verschwendet hast, die nichts mit dem zu tun haben, wieso du hierher gekommen bist, und worin der Behuf all dessen bestanden hat.

 

 

 

Außer du hast das nicht getan.

 

 

 

Außer du gehörst zu jenen Menschen, die das von jeher begriffen haben – oder die es an einem Punkt im Leben, der ihnen Zeit genug zugewendet hatte, um etwas damit anzufangen, herausgefunden haben –, dass die Agenda Eurer Seele im Verlaufe eurer Zeit auf Erden einzig mit dem zu tun hat, wie ihr seid, nicht mit dem, was ihr tut.

 

 

 

Seid ihr der erhabenste Ausdruck von wer und was ihr wirklich seid (was im übrigen die Individuation der Göttlichkeit ist), welches euch jeder Augenblick, auf den ihr zulauft, stattgeben wird? Dies ist die Olympische Frage. Und euer Leben, so wie ihr es derzeit lebt, stellt die Antwort darauf dar.

 

 

 

Lasst die Spiele beginnen.

 

 

 

 

 

In Liebe,

 

Neale

 

 

 

 

 

 

 

P.S.: Fühlt euch frei, diese Ausgabe des Wöchentlichen Bulletins an alle Freunde weiterzuleiten. Womöglich ist es jenen danach, mehr darüber in Erfahrung zu bringen und sich zur Subskription zu melden – welche, wie euch ja bekannt ist, kostenfrei ist. Gebt ihnen also eine Chance, sich über diese wundervolle Publikation über GmG kundig zu machen, die jede Woche publiziert wird! Sendet sie an einen Freund, an eine Freundin!

 

 

 

Zur Subskription geht es hier …

 

 

 

http://cwg.org/index.php?page=email_signup

 

 

 

Über die Jahre sind das Wöchentliche Bulletin und seine Artikel, wie sie Neale Donald Walsch niedergeschrieben hat, in den E-Mail-Postfächern tausender Leser rund um die Welt zu einem Favoriten geraten. Wir freuen uns, zusätzlich zu den neuesten Artikeln von Neale, an dieser Stelle gelegentlich eine Auswahl aus den besten seiner zurückliegenden schriftlichen Äußerungen für diese vorliegende Veröffentlichung zu präsentieren. Wir sähen es ungerne, wenn sich die vielen Leute diesen oder jenen Beitrag davon entgehen ließen, Bemerkungen, die uns den Weg weisen, wie GmG in unserem täglichen Leben anzuwenden ist. Handelt es sich nun um eine neue Vorlage oder um einen Zugabe-Abdruck – wir vertrauen darauf, dass ihr von diesen Niederschriften aus der Feder des Mannes, der uns Gespräche mit Gott überbrachte, trefflichen Nutzen erlangt.

 

 

 

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Briefe an Neale:

 

 

 

Wie kann ich meine Träume leben, sofern ich sie los zu lassen habe?

 

 

 

Lieber Neale,

 

Meine Frage hat mit dem Erschaffen des eigenen Traums zu tun. Oft höre ich, man müsse „los lassen“, doch wie lasse ich das los, was ich in meinem Leben erschaffen möchte? Meine Träume schienen sich nie ohne eine gehörige Menge an Hingabe zu erfüllen. Ich habe meine Träume los gelassen, und das führte bloß zu einer entmutigenden Lebenserfahrung. Ferner, wie erkennt man Gott – oder sagen wir mal Schokolade –, bloß mit einem Konzept und nicht anhand von Erfahrung? Und etwas Ähnliches: wie akzeptiere ich ganz, dass das Universum gerecht und fair ist, falls ich kein Erleben gewahre, dass es das ist? Ich denke, ein Anlauf, mich selbst in diesen Dingen zu überreden, ist eine Form von Selbsttäuschung.

 

 

 

M.H.

 

 

 

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ANTWORT VON NEALE

 

 

 

 

 

Lieber M.H.,

 

 

 

eigentlich ist das Leben, so wie es die Meisten von uns leben, eine Form von Selbst-Täuschung. In der letzten Realität ist nichts von dem, was wir sehen, wirklich real, und das, was tatsächlich real ist, kann man nicht sehen. Deswegen ist es so wichtig, nicht „nach dem Augenschein zu urteilen“. Lasse mich indes zuerst zum Anfang deines Briefes kommen, und schauen, ob wir unseren Weg nicht von oben bis nach unten durchgehen können.

 

 

 

GmG mag in dieser Hinsicht ein wenig anders als die konventionelle Weisheit sein, dennoch sagt GmG nichts darüber, man solle seine Träume „loslassen“. Ganz im Gegenteil, GmG stellt klar heraus, ohne eine Leidenschaft für dieses oder jenes gibt es im Leben weidlich wenig. Obgleich, GmG sagt, wir tun gut daran, Erwartungen und jegliche Bedürftigkeit für bestimmte Resultate los zu lassen. Vielleicht denkst du, das sei ein Widerspruch in der Begrifflichkeit, und das wird einem wohl so scheinen, bis du es dir genauer anschaust.

 

 

 

Nehmen wir ein Beispiel. Lasst uns mal annehmen, jemand hat einen Traum, die ganze Welt zu ändern, unser globales Bewusstsein umzuwandeln, unser Bewusstsein davon zu verwandeln, wie wir wählen miteinander umzugehen, er hat einen Traum, das Muster unseres weltweiten Erlebens Gottes zu wandeln. Etliche hatten immerzu einen solchen Traum, und haben ihn nie „los gelassen“, auch dann, wenn es danach ausschaute, als seien die Möglichkeiten, diesen Traum zu verwirklichen, in weite Ferne gerückt. Doch so sie an ihrem Traum festhielten, gaben sie früh jede Bedürftigkeit für ein bestimmtes Resultat auf. Somit ist es der fortdauernde Traum, der den Motor ihrer fortdauernden Erfahrung antreibt, es ist nicht die Erscheinlichkeit oder die Entbehrung des Zum-Vorschein-Kommens eines bestimmten Ausganges.

 

 

 

Anders ausgedrückt, diese Menschen träumen immer von diesem Vorkommnis, ob es sich nun tatsächlich begibt oder nicht. In diesem Sinne ist ihre Arbeit nie zuende gekommen, da sie, auch dann, wenn sie darin hängen bleiben, die Welt zu ändern, immerfort weiter träumen, das zu tun. Mit anderen Worten, egal, wie gut die Dinge auch eintreten, sie haben eine Idee, dass die Dinge immer besser gemacht werden können! Somit endet der Traum nie, und die Mission ist in Wirklichkeit nie vollendet, da es der Traum ist, der diese Menschen motiviert, nicht seine Vollendung! Mutter Teresa war ein solcher Mensch. Ebenso Martin Luther King.

 

 

 

Viele derartige Menschen gibt es in unserer Welt. Es mag sein, einer davon lebt direkt als dein Nachbar neben dir. Oder vielleicht gar in deinem Haus.

 

 

 

Im übrigen, es steht mit diesen Menschen genauso wie mit Gott. Gottes „Traum“, wenn du so willst, ist es, dass wir eines Tages restlos verwirklicht sind. Doch in dem Augenblick, wo dies erfolgt, wird eine neue Definition von dem, was „vollkommen verwirklicht“ heißt, erschaffen, da das Spiel, sofern wir gänzlich verwirklicht wären, vorüber wäre! Das Spiel erleben bedeutet nicht Punkte erzielen. Merke dir, wenn du einmal Punkte anschreibst, musst du aus dem Spielfeld herauslaufen. Das Spiel besteht darin, in die End-Zone zu gelangen, nicht darin, dort zu sein. Sobald ein Team die End-Zone erreicht, geht jeder zu der Stelle zurück, wo sie begannen, und, unter gegenseitigem Einvernehmen, fängt alles von vorne an!

 

 

 

Dies geht so lange, bis die Schlussglocke läutet, bis die Pfeife ertönt und das Spiel aus ist. Der einzige Unterschied zum Spiel des Lebens ist der, dass die Glocke nie zum Ende läutet. Die Pfeife ertönt nie. Der Punkt dabei: um Glück, Heiterkeit und ein Gefühl des Friedens über das Leben zu erlangen, tun wir gut daran, dorthin zu gelangen, uns von den Resultaten loszusagen, hingegen es ist uns nicht förderlich, just von unserem Traum, Resultate zu erlangen, losgelöst zu werden. Das ist Teil dessen, was GmG die göttliche Dichotomie nennt.

 

 

 

In seiner außerordentlichen Veröffentlichung 'Ein Handbuch zum Höheren Bewusstsein' verbrachte der verstorbene Ken Keyes, Jr. dieses Prinzip in alltägliche Begriffe, als er vortrug, dass wahre emotionale Freiheit nur erreicht werden könne, sobald wir unsere „Bedürfnisse“ in „Vorlieben“ verwandelt haben, womit wir unsere emotionalen „Süchte“ ausschalten. Meiner Meinung nach gehört das Buch von Ken zu den hilfreichsten, die je geschrieben wurden, und ich spreche dir gut und ernstlich zu, dir davon eine Ausgabe zu besorgen und es zu lesen.

 

 

 

Nun fragst du zudem - wie kann man „Gott erkennen“, solange Gott nur ein Konzept und keine Erfahrung ist. GmG stellt heraus, die meisten Menschen kommen nur dazu, über Etwas etwas zu „wissen“, sobald und sofern dieses besagte Ding erfahren wird. Was die Erleuchtung uns ersucht zu tun, ist - so gibt es uns das Buch zu verstehen -, ein Ding zuerst „kennenzulernen“, und es alsdann zu erfahren! Ein Beispiel – wenn du weißt, dass das Leben immer klappt, dann wird es das wohl immer tun. Wenn du weißt, dass die Welt ein freundlicher Ort ist, wird sie sich gewöhnlich so zeigen. Wenn du Gott kennst, wirst du Ihn erfahren. Und wenn du schlicht weißt, dass dein Gebet beantwortet werden wird, dann wird es das tun. Du tätest gut daran, M.H., den Teil von GmG Buch 1 noch einmal zu lesen, der sich mit eine Sache „wissen“, bevor du sie erfährst, befasst.

 

 

 

Eine gesonderte Möglichkeit, dorthin zu gelangen, Gott kennenzulernen, lautet, eine andere Person zu veranlassen, Gott kennenzulernen. Die Erfahrung, zu der du einen Anderen aufmunterst, wird in dir selbst befördert. Demzufolge gibt es keinen sonstwen da draußen. Verbringe also deine Tage und Zeit nicht damit, dich zu fragen, wie du dazu kommen könnest, Gott zu erkennen. Verbringe sie damit, dich zu fragen, wie du ein Instrument sein könntest, mittels dessen Andere dazu gelangen können, Gott kennenzulernen. Denn - das, was du Anderen beschaffst, wendest du dir selbst zu. Und dies ist eine eminente Wahrheit.

 

 

 

 

 

Mit Liebe und Umarmen,

 

Neale

 

 

 

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ANMERKUNG: Wenn du gerne einen Brief an den Herausgeber dieses Bulletins schreiben möchtest, dann sende schlicht eine E-Mail an

 

Neale [at] NealeDonaldWalsch [dot] com (Neale [at] NealeDonaldWalsch [dot] com)

 

mit der Angabe in der Betreffzeile „Letter to the Editor“. - In dieser vorliegenden Rubrik ['Briefe an den Herausgeber'] zieht Neale gelegentlich Mitteilungen, herrührend aus anderen Quellen, heran.

 

 

 

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Aus dem Sitz des leitenden Verwaltungsmitglieds

 

 

 

 

 

Unaufhörlich bringen mich die wundervollen Wandlungen zum Erstaunen, welche sich im Leben eines Menschen begeben, derweilen sie die Botschaften der Gespräche mit Gott lesen und zur Anwendung bringen. Ich habe das Glück, diese Wandlungen bekomme ich die ganze Zeit zu sehen. Mir ist dies klar vor Augen, da Dementsprechendes mir vor etwa 15 Jahren widerfahren ist. Damals begann ich, mich nach eigenen Antworten, was Gott angeht, umzusehen. Es war eine wichtige Zeit in meinem Leben, gleichwie es das eine Gefilde war, welches ich noch wirklich zu begreifen hatte … was war an Gott für mich wahr?

 

 

 

Meine Glaubensüberzeugungen beliefen sich zu der Zeit auf eine Bandbreite von Thematiken, und ich konnte meine eigenen Vorstellungen in Gesprächen mit Anderen, also, über Dinge, die tatsächlich in dieser Welt eine Rolle zu spielen schienen, aufrechterhalten. Geld, Liebe, Gesundheit, Beziehungen, Karriere, Sex, Politik, Ausbildung, und so fort … all dies schien zu dem zu gehören, was die meisten Menschen für wichtig hielten; dementsprechend hielt ich es ebenso für wichtig.

 

 

 

Weltlichen Themen von der Art hatte ich etliches Erkunden gewidmet, ich hatte Meinungen und hatte eine Menge über die Themen nachgedacht, die wirklich von Belang sind. Und nicht bloß über die Ideen, die mir durch Andere oder durch meine Lebenserfahrung zugewendet worden waren. Nein, ich blickte in jene Ideen hinein und hatte die Fragen aus meinem Blickwinkel heraus formuliert. Was war für mich wahr? Ich hatte etliche recht solide Glaubensvorstellungen, mit denen ich ziemlich gut auskam.

 

 

 

Wenn es sich freilich auf Gott belief, war ich nach wie vor noch mit einer 15 Jahre alten Auffassung zu dem Thema zugange. Sprich, seither hatte ich keinen tieferen Blick mehr aufgewendet, um zu sehen, was ich für mich über Gott für wahr hielt. Meine letzte Begegnung mit Gott hatte von einer Kirche hergerührt, die mich im wesentlichen abgewiesen hatte, da ich die „falsche Art Fragen gestellt hatte“. Fragen wie … Falls denn Gott bedingungslos liebend ist, weswegen sind dann derart viele Bedingungen zugegen, seine Liebe in Empfang zu nehmen? Wieso sollte es denn einen Tag des Gerichts geben, sofern Liebe nicht-urteilend ist? Verdammung und Hölle? Wieso sollte es eine Hölle geben mögen, oder eine Notwendigkeit, vor ihr gerettet zu werden?

 

 

 

Diese Fragen, das stellte sich heraus, gehörten nicht zu den populären, die zu stellen seien. Zerstörerisch - das war der Begriff, den sie für mich, wie ich meine, in Gebrauch nahmen. Ich fühlte mich wie ein Ausgestoßener, und fußend auf dem, was mir über Gott verlautbart worden war, welches sich meinem Empfinden nach im Widerspruch dazu befand, was Gott meiner Vorstellung nach ist, tat ich, was jeder unausgereifte 15-Jährige tut, der sich zurückgewiesen, der sich verletzt und wütend fühlt; ich wies in Erwiderung daraufhin alles spornstreichs ab. Und indem ich dies tat, warf ich das Kind mit dem Bade weg. Verbitterung kann zu Weigerung führen, und in meinem Falle führte es zur Sucht und zu vielen Jahren voller Schmerz.

 

 

 

Gott sei Dank, im Alter von 23 Jahren wurde ich nüchtern und besuchte regelmäßig die Anonymen Alkoholiker. Ich machte mich an die 12 Schritte. Solltest du mit den 12 Schritten nicht vertraut sein – die letztliche Aufgabe der 12 Schritte ist es, dass einer die Verantwortung für sein Leben übernimmt, er leistet Wiedergutmachung für vergangene Schädigungen, die er angerichtet hat, er bringt das Geschenk des Dienens in Erfahrung und nimmt an einem Leben des spirituellen Erwachens teil, nicht mehr an einem Leben des selbstzentrierten Ego, dank des Aufspürens eines Gottes herrührend aus eigener Einsicht.

 

 

 

Ohne Zweifel hatte das spirituelle Erwachen bei mir mit 23 seinen Anfang genommen, allerdings brauchte es, aufgrund meines zurückliegenden Erlebens, Gott auszuschlagen, 12 Jahre, bevor ich einen anderen Blick auf Gott fasste. Ich mochte nicht einmal das Wort und fühlte mich durch es angewidert. Ich hielt an den vergangenen Wunden fest, als seien sie Gold in meiner Tasche. Zu reden wäre wohl von Vertrotzt-sein. Ich denke, ich benötigte jene Jahre als Vorbereitungszeit, und Schmerz kann gewisslich ein erstaunlicher Anreger sein.

 

 

 

12 Jahre Nüchternsein sah ich dahingehen, es mangelte mir allerdings an dem Glücklichen, an dem Freudevollen und Freien Part, wie es einem das „Big Book of AA“ verspricht. Ich tat alles, was das Programm empfahl: Zusammenkünfte aufsuchen, die Schritte durcharbeiten, reden, Spenden einwerben, dienstbar sein, etc., aber es war klar, etwas fehlte und funktionierte bei mir nicht. Ich konnte den Schmerz oder die Botschaft, die ebendiese Bewandtnis aussandte, nicht mehr länger ignorieren.

 

 

 

Eines Tages fühlte ich mich ganz schlecht, daher suchte ich eine meiner bevorzugten Zusammenkünfte auf. Als ich so dasaß und mein Leben betrachtete, kam es, dass ich mir die Schritte noch einmal ansah. Etwas traf mich in einer Weise, was es zuvor nie der Fall war. Am Ende des dritten Schrittes heißt es: „Gott, so wie wir Ihn verstanden haben“. In jenem Augenblick merkte ich, dass ich mich nie damit befasst hatte, was ich über Gott glaubte. Ich hatte ganz einfach abgewiesen, was Andere hatten verlauten lassen, hatte jedoch den nächsten logischen Schritt nicht unternommen, andersgelagerte Vorstellungen zu erkunden … darin eingeschlossen die meinigen!

 

 

 

Nicht lange danach beschloss ich, erneut zur Schule zu gehen und begann mit dem Studium der Vergleichenden Religionswissenschaften. Ich las auch allerhand Bücher über das Thema, und im Laufe dieser wunderbaren Zeit fand Gespräche mit Gott den Weg in mein Leben. Wie es bei so Vielen gewesen ist - es rührte mein Herz und ließ mich einen Weg einschlagen, der für mich alles änderte.

 

 

 

Erklecklich Vieles ist in allerhand Büchern über Gott geäußert worden, aus unterschiedenen religiösen Texten und Doktrinen her, bis hin zu Büchern, die von Menschen aus allen Lebensgängen des Lebens rund um den Globus niedergeschrieben worden waren, und dies geschah über Tausende Jahre hinweg. Es lag ein erheblicher Wert in der Lektüre und im Kennenlernen anderer Ideen. Dem gegenüber, es war ein Gespräch mit Gott, und weniger ein Gespräch über Gott, was mich wirklich anfasste. Ich verspürte und hatte im Laufe der Lektüre der Gespräche mit Gott eine tatsächliche Gottes-Erfahrung. Ich hörte mich selber laut aussprechen: „Ich wusste es, ich wusste es einfach, dass Gott bedingungslos liebt. Dies war es, weswegen ich mit 15 das Erleben in der Kirche zurückwies. Der einzige Missgriff, den ich beging, war, dass ich Gott zurückstieß, anstelle der Ideen von jemand anderem über Gott.“

 

 

 

Insofern als dich die Wahrheit freisetzt, tust du recht gut daran es für wahr zu erachten, dass du Freiheit verspürst und erlebst. Just dies ist Liebe, und dies bewerkstelligt sie, sie setzt euch frei. Wenn du, während du dich mit irgendeiner Auffassung beschäftigst, nicht Freiheit erlebst oder spürst, dann kann das ein Anzeichen sein, dass für dich etwas nicht stimmig ist. Ich fühlte alles, bloß nicht frei sein, als ich als 15-Jähriger über Gott zu Kenntnissen gelangen wollte, aber ich bin glücklich, sagen zu können, dass ich meine Gefühle und mein Erleben zu schätzen wusste, obschon ich den Missgriff eines jungen Mannes tat, zu einer Folgerung über Gott zu gelangen, die auf den Tätigkeiten und auf dem Blickwinkel anderer Menschen beruhte.

 

 

 

Die gute Nachricht dabei ist die, dass es keine Rolle spielt, wie lange es dauert, du wirst eine Wahrheit auffinden, die dich freisetzen wird … es ist schmerzhaft, dieses nicht zu tun. Und du wirst mit aller Sicherheit Menschen über den Weg laufen, die in Einvernehmen stehen mit deinem Blickwinkel. Es ist nicht nötig, mit jedem einer Auffassung zu sein, um ihn zu lieben und zu respektieren. Dies just ist die Sache, die heutzutage die Welt heilen würde.

 

 

 

Demzufolge habe ich mein Leben dem gewidmet, in der Welt ein Helfer zu sein und andere Menschen zu ermuntern, jedwede Pfade zu respektieren und zu ehren. Es spricht eine Menge für uns, sobald wir uns miteinander hinsetzen und eine respektvolle Unterhaltung über die Ideen, die wir innehalten, untereinander führen können. Jeder gewinnt hinzu, sobald wir unsere Vorstellungen untereinander austauschen, ohne den Bedarf, was sie angeht, für den Anderen recht zu haben. Dies tut Liebe. GmG ruft dir ins Gedächtnis zurück, dir in jedem Augenblick die Frage zu stellen: „Was Würde Jetzt Liebe Tun?“ Liebe respektiert fürwahr die Gesichtspunkte Anderer.

 

 

 

Ich tue es liebend gerne - den Menschen beistehen, eine Wahrheit zu finden, welche sie befreit. Nicht DIE Wahrheit, sondern vielmehr ihre Wahrheit. Das Spaßige an der Wahrheit ist, nicht anders als bei dir – sie entfaltet sich, sie nimmt zu und weitet sich aus. Und sie tut das immerdar. Das gleiche wirkt die Freude des tieferen Gewahrens und Verständnisses. Nachvollziehenkönnen wandelt alles.

 

 

 

Dies ist dieser Tage die Freude meines Lebens – mir ist es vollauf danach, hilfreich zu sein. Mir ist es danach, das zu sein und zu tun, wofür ich hierherkam, es zu sein und zu wirken. Dies ist ein Geschenk. Sobald du beschließt, etwas zu SEIN, zieht dich das Leben zu den rechten Leuten, Orten, Dingen und Situationen hin, um deine Wahl der SEIendheit zu erfüllen. Deswegen auch, als die Gelegenheit erschien, bei der Foundation zu arbeiten, sagte ich natürlich, ich würde gerne dort arbeiten mögen! Dies war schier eine weitere Möglichkeit für mich, zu SEIN, wer ich gerne in der Welt SEIN möchte.

 

 

 

Ich bekomme positiven Wandel im Leben von Menschen zu sehen und habe daran teil. Wie ich es zu Beginn dieses Beitrages sagte ... „unaufhörlich bringen mich die wundervollen Wandlungen zum Erstaunen, welche sich im Leben eines Menschen begeben, derweilen sie die Botschaften der Gespräche mit Gott lesen und zur Anwendung bringen“. Und selbstverständlich die vielen anderen, unglaublich hilfreichen spirituellen Botschaften, die uns in der Welt zugänglich sind.

 

 

 

Ist die Zeit für dich da, dass sich dein Gewahrsein und dein Verständnis ausweiten? Sofern du dich auf irgendeiner Ebene abquälst, scheint die Antwort klar. Ziehe eines der Dinge in Betracht, die ich herbeigezogen habe. Ich beschloss, aus meinem inneren Bestreben heraus Studiengruppen anzuleiten, um mich regelmäßig in die Nähe dieser Botschaften zu begeben. Irgendwie war mir klar – wenn ich es mit Worten darstellen kann, könnte ich es leben. Und genau das hat sich begeben.

 

 

 

Wir hier bei der CwG Foundation haben uns verschrieben, anderen Menschen beizustehen, ein Leben-veränderndes Gespräch mit Gott zu führen. Eines, welches sie veranlasst, eine Wahrheit zur Kenntnis zu nehmen, welche sie freisetzt. Ich glaube, dies ist der Grund, weswegen uns so viele Menschen aus aller Welt Unterstützung zukommen lassen. Sie hatten die Freude eines spirituellen Erwachens, und sie möchten gerne jene Freude mit Anderen teilen. Sie begreifen, dass dort, wohin ihre Energie läuft, die Energie zunimmt. Nichts ändert die Welt zügiger.

 

 

 

Jeden Monat erhalten wir voller Dank eure Energie, und wir kehren jene Energie um, hinaus in die Welt kraft unserer Arbeit. Indem wir für Andere hier sind, ihnen beistehen beim Wachsen, indem wir die Botschaften von GmG in ihrem Leben praktisch anwenden. Es ist mittendrin in dieser Klarheit, dieses Gewahrseins und dieser Verständnisse, einhergehend mit dem sachten Stups, jenes in der Welt zu SEIN, was uns dazu geführt hat, etliche wundervolle Aufbrüche in den zahlreichen Menschen, mit denen wir zusammenkommen, mitzuerleben.

 

 

 

Dies ist die Mission und der Zweck der CwG Foundation. Ich danke euch aus vollem Herzen, dass ihr dieses durch eure Zuwendung ermöglicht, so noch eine weitere Seele erwacht, um sich zu erinnern, wer sie wirklich ist. Schier so wie die Foundation für mich vor 15 Jahren zugegen war, so wollen wir für das nächste Erwachen hier präsent sein. Und so ist es.

 

 

 

Von einer dankerfüllten Seele.

 

 

 

Mit Liebe,

 

 

 

JR

 

 

 

 

 

 

 

(J.R. Westen, D.D. ist ein Holistic Health & Spiritual Coach, der über mehr als ein Jahrzehnt Seite an Seite mit Neale Donald Walsch gearbeitet hat und aufgetreten ist. Er hat sich leidenschaftlich dem verschrieben, Menschen behilflich zu sein, dass sie über ihre emotionalen und spirituellen Herausforderungen hinausgelangen, indem sie Zusammenbrüche in Durchbrüche verwandeln. Seine Berater- und Coaching-Tätigkeit stellt praktische Weisheit und Wegweisung bereit, welche unverzüglich einverleibt werden können, um die Erfahrung des Lebens eines Menschen umzugestalten. So wie dies für die meisten wirkmächtigen Lehrer gilt - J.R.'s eigenes Ringen und Obsiegen beflügelten ihn, machtvolle Wege aufzuspüren, um Anderen zu helfen. Nüchtern seit dem 1. Juni 1986 trieb J.R.'s Passion, einzelnen Menschen beizustehen darin, im Laufe ihrer heftigen Lebensherausforderungen voranzurücken, dazu an, sich auf Suchtverhalten und Trauerbewältigung zu spezialisieren. J.R. lässt gegenwärtig seine Gabe des Beratens und des Coaching Einzelnen zuteil werden. JR dient nun als Verwaltungsleiter der Conversations with God Foundation. Mit ihm kann unter jr@cwg.org Kontakt aufgenommen werden.)

 

 

 

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[Es folgt noch eine Darstellung des Prison Outreach Program von wenigen kurzen Absätzen, ausgefertigt von Janine Cantin. Anm.d.Übers.]

 

 

 

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KURZMITTEILUNGEN

 

 

 

[Es folgen Schilderungen und Ankündigungen …]

 

 

 

> für den Retreat 'Conversations on Relationships', vom 16. bis zum 20. März 2014, in Costa Rica

 

> für den ONLINE-Kurs „Finding Right Livelihood by Living the Life You Love“

 

> für das neu erschienene Buch N.D. Walsch's ... „What God Said“

 

 

 

 

 

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Quelle: CwG Weekly Bulletin # 580 [14.2.2014] ~ Übersetzung: Theophil Balz [15.2.2014]

 

 

 

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Das engl. Original steht unter

 

http://www.cwg.org/bulletins/bulletin_580.html

 

 

 

Die

 

~ übersetzten Bulletins der letzten Jahre (jeweils als PDF-Datei herunterzuladen),

 

~ die kostenlosen E-books von ND Walsch,

 

~ sein Internet-Tagebuch (Blog; selektiv),

 

~ täglich sog. 'Heavenletters', tägliche Liebesbriefe Gottes an uns Menschliche Seinswesen auf der Erde (niedergeschrieben durch Frau Gloria Wendroff, Iowa, USA)

 

~ Möglichkeiten, eigene Beiträge und Kommentare zu schreiben,

 

~ Möglichkeiten, in einem Wort-Register nachzuschlagen, und manches Andere,

 

sind gesammelt erreichbar unter

 

www.gmg-materialien.de

 

 

 

ND Walsch lädt uns ausdrücklich dazu herbei, an seinem Leben teilzuhaben - und uns gegenseitig an unserem Leben teilhaben zu lassen.

 

 

 

»Geh mit mir, sage ich, und ich werde versuchen, dir zu helfen, dich aufs Neue wiederzuerschaffen, auch dann, indes ich dich darum ersuche, mir dabei zur Seite zu stehen, das Gleiche zu tun. Lasst uns unsere Futurologie zusammen gemeinsam erschaffen« [GmG Wö. Bulletin #239].

 

 

 

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Weitere verwandte Webseiten sind:

 

 

 

~ www.gespraechemitgott.org

 

~ www.humanityteam.at

 

~ www.humanitysteam.ch

 

~ www.humanitysteam.de

 

 

 

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IN EIGENER SACHE .....

 

 

 

Liebe Freunde,

 

die Mutter-Organisation, die »CwG Foundation«, benötigt in regelmäßiger Weise einen Mittelzufluss. In einer Extra-Mail vom 1.4.06 habe ich mich an Euch gewandt und dort dargelegt, welche Vorschläge ich für unsere gemeinsame Situation, auch für diejenige der Übersetzer und anderer Mitwirkender in Dtld., unterbreite.

 

Hier kurzgemacht .... wir erbitten mtl. 4 Euro für das Bulletin. Die Hälfte geht per Monat in die USA, die andere Hälfte verbleibt in Dtld. zu den in der E-Mail aufgeführten Zwecken. Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam auf einer Grundlage weitermachen könnten, die uns allen guttut und uns in ergänzender Verschiedenartigkeit füreinander wohlstellt.

 

Liebe Grüße

 

Theophil

 

 

 

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Theophil Balz ~ Heidering 11 ~ D 49324 Melle ~ theophil [dot] balz [at] web [dot] de (theophil [dot] balz [at] web [dot] de)

 

 

 

 

 

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Ich habe ein Extra-Konto eingerichtet. [Da wir kein Verein sind, ist es nur möglich, das Konto auf einen Privat-Namen laufen zu lassen.]

 

Theophil Balz ~ »TUFUNZANE«

 

Kto. Nr.: 134023

 

Kreissparkasse Melle

 

BLZ 26552286

 

Kennwort: »Bulletin«

 

Für Überweisungen vom Ausland:

 

- SWIFT: NOLADE21MEL

 

- IBAN-Nummer: DE73 2655 2286 0000 1340 23

 

[Das Schweizer Konto hatten wir aus Kostengründen aufzulösen; zwischenzeitlich wurde ja auch der Bankenzahlungsverkehr europäisiert und vereinfacht.]

 

Notwendiges Kennwort auf dem Überweisungsformular: "BULLETIN"

 

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Anmerkung: »Tufunzane« (kisuaheli) heißt:

 

»Lasst uns zusammenkommen und uns gegenseitig anleiten und unterweisen.«

 

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