GmG Bulletin # 566

 

# 566 … 8.11.2013

 

 

 

 

 

GIBT ES SO ETWAS WIE RICHTIG & FALSCH NICHT?“

 

 

 

 

 

Eines der kontroversesten Konzepte in den GmG-Botschaften ist die Vorstellung, es gebe in Gottes Universum kein absolut Richtiges und kein absolut Falsches.

 

Für den Menschengeist ist dies schwierig zu akzeptieren. Falls es kein absolut Richtig gibt, wie können wir dann wissen, dass wir uns auf dem Weg zu Gott befinden? Durch welchen Maßstab sollen wir unseren Fortschritt einschätzen? Anhand welcher Festlegung sollen wir erkennen, was unter gegebenen Bedingungen unsere Handlungen sein sollen? Wie sollen wir unsere Gesetze erschaffen? Was soll unsere Werte konstituieren? Und wie sollen wir das Ausstellen unserer Bestrafungen rechtfertigen?

 

Die Schwierigkeit, die manche Menschen mit der "Kein Richtig oder Falsch"-Botschaft in GmG haben, besteht darin, dass sie dem Buch die Aussage unterstellen, wir hätten aus unserer Art und Weise, die Dinge zu verrichten, das "Richtig" und "Falsch" zu beseitigen, und sie sehen nicht, wie wir mit jeglicher Art von Gesellschaft vorankommen können, sofern wir das tun.

 

Hinsichtlich der ersten Mutmaßung liegen sie nicht richtig. Hinsichtlich der zweiten haben sie recht. Unsere gegenwärtige Ebene an Entwicklung als einer Spezies vorausgesetzt, können wir keine ordentliche Gesellschaft besitzen, sofern wir unsere Vorstellungen von "richtig" und "falsch" aufgeben.

 

Doch die GmG-Trilogie geht uns nicht an, dies zu tun. Sie schlägt nicht einmal vor, es wäre für uns etwas Gutes, es zu versuchen. Sie macht genau das Gegenteil. Sie trägt vor, dass wir unsere Werte beibehalten, so lange, wie wir sehen, dass sie uns dienlich sind.

 

Hier liegt der Schlüsselpunkt. Werte sind nur so lange Werte, wie sie wert-voll sind. Das meint, in der Lage, von Wert zu sein. Vor Zeiten hielten wir es für wert-voll, in diesem Lande Hexen auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen, und wir taten es. Seither haben sich unsere Werte verändert, und wir machen das nicht mehr. Womöglich schießen wir auf Ärzte vor Abtreibungs-Kliniken, und töten wir Mörder mit Stromstößen, doch wir verbrennen nicht mehr länger Hexen. So nimmt man an, unsere Gesellschaft habe einen Schritt vorwärts getan.

 

Der Dialog besagt, dass "jede Handlung eine Handlung der Selbst-Definition" darstellt. Genau vermittels unserer Wahlen hinsichtlich dessen, was wir zur Zeit "richtig" und "falsch" nennen, definieren wir uns als Individuen und als eine Gesellschaft.

 

Es ist also die GmG-Behauptung, dass "es so etwas wie richtig und falsch nicht gibt", kein Argument dafür, unsere gegenwärtigen Auffassungen über das, was richtig oder falsch ist, aufzugeben. Sie ist ein Argument dafür, uns darüber im klaren zu sein, dass unsere Auffassungen genau das sind: unsere Auffassungen. Sie stellen unsere gegenwärtigen Vorstellungen über die Dinge dar.

 

Dies hat mit objektiver Realität nichts zu tun. Anders ausgedrückt, es wäre ein inkorrekter Vorschlag anzunehmen, der Grund, weswegen wir diese zu unseren Werten erklären, bestehe darin, dass es Gottes Werte seien.

 

Gott hat keine Werte. In dem Sinne, dass Gott denkt, die eine Richtung einer Handlung sei "richtig", und eine andere sei "falsch", hat Gott keine Werte. In der Sache hat er keine Präferenzen. Sie sitzt nicht zu Gericht und sagt nicht: "Du tatst dies, und ich wollte, dass du jenes tatst, deswegen musst du nun bestraft werden."

 

Wiederholt trifft GmG die Aussage, dass "dein Wille für dich Gottes Wille für dich ist". Für Viele ist dies schwer zu akzeptieren. Es meint ganz wörtlich, dass du tun kannst, was immer du möchtest, ohne eine erwidernde Schuldzuweisung aufseiten des Herrn.

 

Um einen Sinn aus der "So etwas wie richtig und falsch gibt es nicht"-Botschaft herauszubekommen, ist es nötig, die Entscheidung zu treffen, mit dem Gebrauch von Gewalt (von ökonomischer, spiritueller, physischer, emotionaler Gewalt) bei unseren Versuchen aufzuhören, Andere dazu zu bringen, unsere Ansicht über die Dinge zu akzeptieren und selbst anzunehmen.

 

Unser Denken, dass, hinter allem jedenfalls, "das Rechte auf unserer Seite ist", räumt es uns ein, zur Zeit eine solchartige Gewalt zu gebrauchen, und so befinden wir uns gerechtfertigt bei allem, was wir tun, um Andere dazu zu bringen, dies einzusehen.

 

Und lasst uns eines klarstellen, anderenfalls würde diese Erörterung gar in ein Missverständnis münden. Der Grund dafür, Gewalt nicht zu nutzen, ist nicht, dass das Nutzen von Gewalt "falsch" ist. Der Grund für das Aufhören von Gewaltanwendung besteht darin, dass sie nicht funktioniert. Krieg funktioniert nicht. Ökonomische Erpressung funktioniert nicht. Nicht für eine Gesellschaft, die über sich sagt, sie wolle in Frieden und Harmonie leben.

 

GmG Buch 3 begründet, dass Höher Entwickelte Wesen (HEW's) mit ihrem Leben in fortgeschrittenen Zivilisationen sich von Menschenwesen auf zwei Weisen unterscheiden. Zum einen, sie beobachten, was so ist, und zum zweiten, sie tun, was funktioniert. Unter der größeren Anzahl von Menschen sind das Beobachten dessen, was so ist, und das Aussprechen der Wahrheit darüber nicht gang und gäbe, und das Tun dessen, was funktioniert, ist noch seltener.

 

Der Punkt hier ist - die HEW's halten nicht ein Wertesystem inne, das auf künstlichen Werten wie "richtig" und "falsch" fußt, sondern vielmehr, das auf dem fußt, was für ihre Gesundheit, ihren Wohlstand und ihr Glücklichsein "funktioniert" und was dafür "nicht funktioniert".

 

Sobald wir hierzulande eine solche Daumenregel in Anwendung brächten, würde sich über Nacht alles ändern.

 

Stets mit einem Umarmen,

 

Neale.

 

 

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FRAGEN UND ANTWORTEN VON GmG-LESERN

 

 

 

Lieber Neale,

 

 

 

ich möchte gerne ein Gespräch über einige Aspekte des GmG-Buches 1 beginnen, die mit mir resonierten. Es gibt so viel, bestimmt, und ich bin nur einige Seiten vorangekommen in dem Buch. Ja, ich ging zum Anfang zurück und begann mit der ersten Seite, nachdem ich meinen öffne-es-irgendwo-um-zu-sehen-wie-ich-damit-in-Verbindung-komme-Test durch hatte. Jede Seite enthält eine Anzahl von Diamanten, von denen jeder das Thema eines längeren Gesprächs werden kann.

 

 

 

Was mir so entgegenspringt, ist das Thema der "Gefühle", und wie sie um so vieles mehr ein genauer Kommunikator sind als das gesprochene Wort. Als eine Gesellschaft ist uns selbstverständlich gelehrt worden, unsere Gefühle im nachhinein anzuzweifeln, oder, was noch schlimmer ist, sie zu verleugnen. Das Paradigma, unter dem unser Leben und unsere Organisationen liefen, erklärte das Denken mit der linken Gehirnhälfte, das lineare, wenn-ich-es-nicht-sehen/berühren/schmecken/hören/riechen-kann-kann-es-nicht-real-sein-Denken für gültig und wertet das "gefühlsduselige", "weiche", "intuitive" Zeug ab.

 

 

 

Deswegen betreiben weiße Männer über 45 immer noch die Mehrheit der Geschäfte in diesem Lande. Doch das ändert sich langsam. Ich glaube sicher, die weiblichen Prinzipien werden bald im Business mehr und mehr akzeptiert werden. Klar, dies war mein Wunsch seit geraumer Zeit, deswegen ist es für mich schwer, darin objektiv zu bleiben.

 

 

 

Ich stimme mit dem Buch/Gott überein. (Klingt irgendwie blöd, dies zu sagen.) Meine Frage an dich/dieQuelle/Gott: Einige Menschen unterscheiden zwischen Emotionen und Gefühlen, während Andere die Begriffe untereinander vertauschen. Was ist deine Sicht darauf? Worin besteht der Unterschied?

 

 

 

Carol M.

 

 

 

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Liebe Carol,

 

 

 

Du hast eine Schlüsselfrage gestellt. Schön! Ich hatte dieselbe Frage, als das GmG-Material zum ersten Mal durchkam. Nun bin ich mir über den Unterschied im Klaren.

 

 

 

Wie ich es verstehe, sind Gefühle das, was wir fühlen, und ist Emotion das, was in und mit unserem Körper als ein Ergebnis dessen, was wir fühlen, passiert. Du fühlst Angst, und die Emotion namens "Angst" brennt durch deinen Körper. Dein Magen mag sich verknoten. Du fängst vielleicht an zu zittern. Du tust vielleicht auch was Dummes.

 

 

 

Emotion scheint eine Kurzschrift für "Energie in Bewegung" zu sein -- das meint, Stoff, den wir mit unserem Körper tun. Oft "stellen wir unsere Emotionen dar". Das heißt, der Körper tut alles Mögliche (wir springen vor Freude!), das der Welt telegraphiert, was wir fühlen. Es existiert hier ein feiner Unterschied, ich weiß das. Für mich scheint es so, dass eine "Emotion" dasjenige ist, was unser Geist mit dem tut, was wir fühlen (und dann dem Körper mitteilt zu tun). Wir "fühlen" ein Ding, und werden dann "darüber emotional". Anders ausgedrückt, voll der Energie in Bewegung. Gefühle sind stets wahr.

 

 

 

Emotionen können manchmal unwahr sein.

 

 

 

Du möchtest ein Beispiel? Versuch es damit: Weinen ist oftmals eine emotionale Reaktion auf das Gefühl des Verlustes. Es ist auch oft eine emotionale Reaktion auf das Gefühl großer Erleichterung. Oder enormer und plötzlicher Freude. Nun beobachtet Jemand, der auf der anderen Straßenseite steht, einen Anderen, wie der weint, und er hat keine Vorstellung davon, was los ist. Er weiß nicht, was sein Gegenüber fühlt, nur, dass jener über etwas sehr emotional ist. Gefühle sind die tiefste Wahrheit. Emotionen sind die mentalen und physischen Manifestationen der Gefühle, nachdem der Geist mit seiner endlosen (und schnellen) Analyse über sie durch ist.

 

 

 

Der Geist weiß verflixt-noch-mal kein Jota über Gefühle. Nur das Herz tut es. Der Geist denkt selbstverständlich, er kenne sie, und kommt so mit allerhand Reaktionen daher. Einige von ihnen befinden sich in Übereinstimmung mit unseren wahren Gefühlen. Einige nicht.

 

 

 

In Augenblicken großer Entscheidung und Wahl in unserem Leben, müssen wir deswegen tief in uns hineingehen und unsere wahren Gefühle über etwas anschauen. Darin liegt unsere Wahrheit, nicht in unseren Emotionen.

 

 

 

Mit Segen,

 

 

 

neale

 

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