GmG Bulletin # 663

 

GmG Wöchentliches Bulletin # 663

 

 

 

18.9.2015

 

 

 

GOTTES BEDINGUNSLOSE LIEBE

 

 

Eine Anmerkung von Neale

 

 

 

 

 

Meine lieben Freunde …

 

 

 

Fast jede Heilige Schrift von nahezu einer jeden der exkludierenden organisierten Religionen der Welt enthält Passagen, die einen Gott der Wut, des Verurteilens und der Vergeltung schildern.

 

Erinnert ihr euch, was den Israeliten geschah, als sie dem Golden Kalb huldigten? Wurden nicht 3 000 von ihnen auf Gottes Befehl hin durch die Leviten hingemetzelt? Hat Gott euch nicht in Exodus 32:37 die Anordnung zukommen lassen: „Jeder lege sein Schwert an. Zieht durch das Lager von Tor zu Tor! Jeder erschlage seinen Bruder, seinen Freund, seinen Nächsten.“? Und wie steht es um die 24 000 Israeliten, die zu Baal beteten? Sagte Gott nicht zu Moses, wie im 4. Buch Mose 25: 4-9 geschrieben: „Nimm alle Anführer des Volkes und spieße sie für den Herrn im Angesicht der Sonne auf Pfähle ….“?

 

Um über unsere Lektion aus ‚Gespräche mit Gott Bd. 1’ hinauszugehen, lasst uns uns einem neuerem GmG-Dialog-Text, den ‚Die Neuen Offenbarungen’, zuwenden. Hier ein Zitat aus diesem außergewöhnlichen Buch:

 

»Die Bibel erzählt, wie 12 000 Männer, Frauen und Kinder aus Ai in einem Hinterhalt umgebracht wurden, der von Gott selbst vorgeschlagen und überwacht wurde (Josua 8, 1-30), und dass die Armeen der Amoriter vernichtet wurden, als „der Herr große Steine auf sie vom Himmel (warf) … sodass viele umkamen. Es kamen mehr durch die Hagelsteine um, als die Israeliten mit dem Schwert töteten“ (Josua 100, 11).

 

Die Bibelkritiker sagen uns, dass wir, wenn wir die Bücher Exodus, Leviticus, Deuteronomium, Josua, Richter, Amos, Könige, Chronik, Esther und Hiob lesen, um nur ein paar zu nennen, allein in der Geschichte des Alten Testaments auf nicht weniger als eine Million Menschen kommen, die durch Gottes Hand umkamen. Dazu gehören auch all jene, die bei einer sieben Jahre dauernden Hungersnot in Samaria starben, die der Herr verhängt hatte (2. Könige 8, 1), oder die 185 000 Assyrer, die über Nacht von einem Engel erschlagen wurden (2. Könige 19, 35), die 100 000 aramäischen Fußvolks, die – auf Gottes Geheiß – an einem einzigen Tag von den Kindern Israels umgebracht wurden (1. Könige 20, 28-30), oder die Propheten Baals, 450 an der Zahl, die von Elija ermordet wurden (1. Könige 18, 40), oder die halbe Million Israeliten, die von der – sich auf Gott stützenden – Armee des judäischen König Abija hingemetzelt wurden (2. Chronik 13, 16-20).

 

G.: Du findest vielleicht auch die Lektüre des Buches Mormon interessant. Es vermittelt den Menschen ein paar sehr aufschlussreiche Eindrücke von Gott. Da heißt es zum Beispiel:

 

„Heult! Denn der Tag des Herrn ist nah. Wie Zerschlagung wird er vom Allmächtigen kommen …. Siehe, der Tag des Herrn kommt, grausam vor Grimm und vor grimmigem Zorn, das Land zu verwüsten; und er wird die Sünder daraus hinweg vernichten …. Ich will die Welt strafen für das Böse, und die Schlechten für ihr Übeltun …. Ein jeder, der stolz ist, wird durchstoßen werden, und jeder, der zu den Schlechten hält, wird durch das Schwert fallen ….“

 

N.: Wow. Da kann man sehen, wie gemein du wirst, wenn man dich kränkt.

 

G.: Warte, es kommt noch mehr. Nicht damit zufrieden, die Bösen zu bestrafen, macht sich Gott, der Allmächtige, Schöpfer des Himmels und der Erde, auch noch über ihre unschuldigen Kinder und Frauen her.
„Ihre Kinder werden vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden.“

 

N.: Das sagt das Buch Mormon?

 

G.: Schau in 2 Nephi 23, 6-16 nach.

 

N.: Mann, das ist ja unglaublich.

 

G.: In der Tat. Du musst zugeben und eingestehen, dass ihr euch in vielen eurer heiligen Schriften selbst erzählt habt, dass Gott höchstpersönlich Menschen umbringt, die ihn kränken, und dass Gott auch möchte, dass ihr hingeht und für ihn tötet.

 

Vielleicht ist es jetzt an der Zeit – solange wir noch Zeit haben --, dass wir uns alle ein paar wichtige Fragen stellen. Ist es möglich, dass das Wort Gottes, so wie es von den Menschen in ihren heiligen Büchern aufgeschrieben wurde, ein paar Irrtümer enthält! Ist es möglich, dass es etwas gibt, das wir über Gott und das Leben nicht wissen, und das, wenn wir es wüssten, alles verändern könnte?« ['Neue Offenbarungen', dt., S. 231 ff.]

 

Dies ist das Ende des Exzerptes aus ‚Neue Offenbarungen’. ‚Neue Offenbarungen’ macht den Punkt, dass die heiligen Schriften der Menschheit den Menschen auch die Erlaubnis erteilen, in derselben Weise zu handeln, wie die Menschen vermeinen, dass Gott es tut.

 

„Du musst das Böse aus dir heraus reinigen“, gibt die Bibel zu verstehen. „Bekämpfe sie, bis es keinen Konflikt mehr gibt und bis aller Glaube sich zu Gott richtet“, weist der Koran an. „Um die Menschen von Tugend zu schützen und die Menschen zu zerstören, die Böses tun, um die Richtschnur der heiligen Pflicht aufzustellen, erscheine ich Zeitalter nach Zeitalter“, informiert uns die Bhagavad-Gita.

 

Was die Heiligen Schriften betrifft – just dies ist die rechte und maßgebende Arbeit des Volkes Gottes.

 

Nun, im Lichte all DESSEN …. Findest du es möglich zu glauben, dass „Gottes Liebe bedingungslos ist“?

 

Das ist die gegenwärtige Lektion von GmG Buch 1. Kannst du das wohl glauben?

 

Ich würde dir keine Vorwürfe machen, wenn du das nicht könntest. Ich wäre nicht sehr überrascht. Der Großteil der Welt kann diese Behauptung auch nicht glauben.

 

Freilich, GmG spricht das Versprechen aus, dass Gottes Liebe bedingungslos IST. Und ‚Gemeinschaft mit Gott’ geht noch weiter. Es besagt, dass die Achte Illusion der Menschen darin besteht, dass „Bedingtheit Existiert“. Dies ist eine der zehn sehr umfangreichen, sehr wirkkräftigen Illusionen, die wir während des frühesten Teils unserer Existenz auf Erden schufen, und Hunderte kleinerer dazu, die wir jeden Tag hervorbringen. Da wir an sie glauben, haben wir eine Kulturelle Geschichte erzeugt, die uns darin beförderte, in diese Illusionen einzutreten, und sie real zu machen.

 

Um Gott direkt aus ‚Gemeinschaft mit Gott’ zu zitieren:

 

» Sie sind natürlich nicht wirklich real. Aber ihr habt euch eine Welt der Alice im Wunderland erschaffen, in der diese Illusionen in der Tat sehr real zu sein scheinen. Und wie der verrückte Hutmacher werdet ihr bestreiten, dass das Unrichtige unrichtig und das Wirkliche wirklich ist.

 

Das habt ihr im Grunde schon überaus lange getan.

 

Eine Kulturgeschichte ist eine Geschichte, die über die Jahrhunderte hinweg von einer Generation an die nächste weitergegeben wird. Es ist die Geschichte, die ihr euch über euch selbst erzählt.

 

Und da eure Kulturgeschichte auf Illusionen basiert, bringt sie Mythen hervor statt ein Verständnis von der Wirklichkeit.

 

Die Kulturgeschichte der Menschen besagt:

 

1. Gott hat eine Tagesordnung: Bedürftigkeit existiert.
2. Der Ausgang des Lebens ist zweifelhaft: Versagen existiert.
3. Du bist von Gott getrennt: Spaltung existiert.
4. Es ist nicht genug da: Mangel existiert.
5. Da ist etwas, das du tun musst: Erfordernis existiert.
6. Wenn du es nicht tust, wirst du bestraft werden: Richten existiert.
7. Die Strafe ist ewige Verdammnis: Verdammung existiert.
8. Daher hat Liebe ihre Bedingungen: Bedingtheit existiert.
9. Die Kenntnis und Erfüllung der Bedingungen machen dich überlegen: Überlegenheit existiert.
10 .Du weißt nicht, dass das Illusionen sind: Unwissenheit existiert.

 

Diese Kulturgeschichte ist so tief in euch verwurzelt, dass ihr sie voll und ganz auslebt. „So ist es nun mal“, sagt ihr zueinander. «

 

 

Dies ist das Ende des Exzerpts. (Und, im Übrigen, ein weiteres Mal … sofern du 'Gemeinschaft mit Gott' nicht gelesen hast, tue dies augenblicks. Die ganze GmG-Bücher-Serie muss im Gesamten gelesen werden, wenn dir ernsthaft an einem genauen Betrachten der 'Gespräche mit Gott'-Materialien gelegen ist – ganz zu schweigen davon, das Gelesene in deinem Leben zur Anwendung zu bringen.)…...

 

 

Teil II – in der kommenden Woche.

 

 

Mit Liebe,

 

Neale.

 

 

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P.S.: Fühlt euch frei, diese Ausgabe des Wöchentlichen Bulletins an alle Freunde weiterzuleiten. Womöglich ist es jenen danach, mehr darüber in Erfahrung zu bringen und sich zur Subskription zu melden – welche, wie euch ja bekannt ist, kostenfrei ist. Gebt ihnen also eine Chance, sich über diese wundervolle Publikation über GmG kundig zu machen, die jede Woche publiziert wird! Sendet sie an einen Freund, an eine Freundin!

 

 

 

Zur Subskription des englisch-sprachigen Bulletins geht es hier …

 

 

 

http://cwg.org/index.php?page=email_signup

 

 

 

Über die Jahre sind das Wöchentliche Bulletin und seine Artikel, wie sie Neale Donald Walsch niedergeschrieben hat, in den E-Mail-Postfächern tausender Leser rund um die Welt zu einem Favoriten geraten. Wir freuen uns, zusätzlich zu den neuesten Artikeln von Neale, an dieser Stelle gelegentlich eine Auswahl aus den besten seiner zurückliegenden schriftlichen Äußerungen für diese vorliegende Veröffentlichung zu präsentieren. Wir sähen es ungerne, wenn sich die vielen Leute diesen oder jenen Beitrag davon entgehen ließen, Bemerkungen, die uns den Weg weisen, wie GmG in unserem täglichen Leben anzuwenden ist. Handelt es sich nun um eine neue Vorlage oder um einen Zugabe-Abdruck – wir vertrauen darauf, dass ihr von diesen Niederschriften aus der Feder des Mannes, der uns Gespräche mit Gott überbrachte, trefflichen Nutzen erlangt.

 

 

 

 

 

 

 

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Briefe an Neale ...

 

 

 

Hallo Neale,

 

 

einmal habe ich an einem bestimmten Punkt einen Selbstmord versucht. Ich bin dankbar, dass er misslang …. aber ich glaube, ich bin für meinen Selbstmordversuch dankbar, weil er mein Leben in einer positiven Weise veränderte, die es bisher noch nie gab, außer möglicherweise auf dem Weg über das Buch ‚GmG für Teenager’.

 

 

Meine Frage bezieht sich darauf, was ‚Zuhause in Gott’ eine „metaphysische Haarspalterei“ nennt. ‚Zuhause in Gott’ äußert Sachen über den Selbstmord, die aus meiner gegenwärtigen Sicht eine ungemeine Störung in Gottes Vollkommenem System aufzuweisen scheinen.

 

 

Okay, lasst uns einmal sagen, ich beging den Selbstmord. Selbstmord ist, metaphysisch, der Bewusste Geist, wie er gegen das revoltiert, was das Überbewusste und der Rest des Geistes / der Seele an Wahl getroffen haben.

 

 

Der Bewusste Geist ist ein Teil des Überbewussten, woraus er ein Teil von Wer Wir Sind wird. Gleichwohl, sofern der Bewusste Geist revoltiert und Selbstmord begeht, um den ‚Schmerzen’ des Lebens zu entkommen, so wird das Überbewusste fehlschlagen darin, das zu erfahren, was es in dieser Lebensspanne zu erfahren wünschte. Ich dachte, Scheitern sei eine Illusion, aber, Scheitern existiert in dieser Situation recht deutlich.

 

 

Ich hoffe, das hatte Hand und Fuß.

 

 

Ein Freund von mir nahm sich am 6. Juni das Leben. Ich vermisse ihn sehr, und die Begebenheiten seines Lebens ergeben einen Beweggrund, wenn nicht eine Rechtfertigung, für diese Handlung. Zum ersten Mal seit langer Zeit wurde ich auf Gott wütend, wegen dieser Störung im System.

 

 

Die soeben angesprochene Seele ist höchstwahrscheinlich das zarteste und liebevollste Wesen, dem ich je begegnet bin - - oder dem ich je begegnen werde. Aus seinem freundlichen und ruhigen Benehmen entsprang Vorteilhaftes, und den Gedanken, er habe ein weiteres Mal durch diese Vorkommnisse zu gehen (wie es ‚Zuhause in Gott’ angibt, geht dies im Falle jedes Selbstmordes vonstatten), finde ich unerträglich.

 

 

Schmerz mag in der Letzten Wirklichkeit nicht existieren, aber auf dem Physischen Raumschiff ist Schmerz sehr, sehr real.

 

 

Auch spricht Gott in ‚Zuhause in Gott’ davon, dass nichts eine Überraschung ist … wie etwa in: Nichts geschieht außerhalb des Rahmens der Agenda einer Seele.

 

 

Sollte ich Selbstmord begehen, ein Akt, der von meiner Seele nicht, doch von meinem bewussten Geist gewollt ist, dann würde dies ein unerwartetes Ereignis in dem Leben jeder Seele, mit der ich in Kontakt trete, darstellen, und würde somit deren Agenda sprengen.

 

 

Könnte der Selbstmord meines Freundes von unseren Seelen geplant sein, um meine Seele oder die Seele seiner Eltern zu veranlassen, etwas zu erfahren?

 

 

Ich hoffe, du, Neale, findest Zeit, auf meine Fragen zu antworten. Ich verstehe nicht, weswegen der Selbstmord in der Art am Werk ist, wie er es tut. Und, was man nicht versteht, das fürchtet man. Was man fürchtet, das wird einem verhasst.

 

 

Jede Lehre in GmG habe ich hergenommen und geprüft, durchdacht und erwogen, bevor ich sie in mein Glaubenssystem übernahm. Ich nehme nicht alles, was in deinen Büchern gesagt wird, für ein Evangelium – an diesem Punkt bin ich recht sicher: es gibt nichts, was nicht mit meiner Inneren Wahrheit übereinstimmt … ausgenommen das Thema Selbstmord.

 

 

Mit Großer Liebe und Vielem Dank,

 

Ryan

 

 

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NEALE ANTWORTET

 

 

 

Lieber Ryan …..

 

 

Dankeschön für deinen wunderbaren Brief. Ich bin so stolz auf dich, dafür, dass du bei deinem Alter zu einem Ort gelangt bist, wo ein derartiger Brief aufgesetzt werden konnte. Du gibst mir eine solche Hoffnung für unser Morgen!

 

 

Okay, wir werden deinen Brief, eines nach dem anderen, durchgehen. Fangen wir an.

 

 

Zunächst, du sprachst davon, dass Selbstmord, metaphysisch, der Bewusste Geist ist, wie er gegen das revoltiert, was das Überbewusste und der Rest des Geistes / der Seele an Wahl getroffen haben.“ Ich bin mir nicht sicher, ob ich dir bei deiner Definition beipflichte, Ryan. Darf ich dir sagen wieso?

 

 

Gemäß meinem Verständnis ist es für den Bewussten Geist unmöglich, gegen den Überbewussten Geist zu „revoltieren“. Ich würde den Selbstmord als „eine Entscheidung des Bewussten Geistes“ definieren, „der sich das Überbewusste nicht widersetzt“. Deswegen könnte man sagen, Selbstmord ist das, was der Bewusste Geist UND das Überbewusste gewählt haben.

 

 

Das Überbewusste hat zu dem Zeitpunkt oder zu jedem anderen Zeitpunkt im Leben der Seele bloß eine einzige Erklärung dem Bewussten Geist gegenüber abzugeben: „Dein Wille für dich ist Mein Wille für dich.“

 

 

Das Überbewusste hat kein Bedürfnis danach, sich irgendeiner vom Bewussten Geist getroffenen Wahl zu widersetzen, da jede Wahl, die der Bewusste Geist trifft, ausgezeichnet ist. Es ist unmöglich, ein Versehen zu begehen, da ein „Versehen“ etwas Anderes anzeigt, als was das Vorhaben war, und, was das durch das Überbewusste in Absicht Genommene darstellt, ist, dass der Bewusste Geist zu allen Zeiten den Freien Willen zur Ausführung bringt.

 

 

Das Überbewusste hat nie eine andere Agenda als diejenige des Bewussten Geistes. Sollte der Bewusste Geist mit einem Plan erscheinen, der sich von dem Lebens-Plan des Überbewussten unterscheidet, so würde das Überbewusste einfach seinen Sinn ändern. Das meint, es ändert unverzüglich seine Agenda, um sich dem Bewussten Geist anzupassen, da es für das Überbewusste keinen Unterschied macht, was der Bewusste Geist zu tun beschließt. Das Letzte Los der Seele steht nie, und kann nie in Zweifel stehen.

 

 

Um es anders auszudrücken, sofern alle Straßen zum selben Bestimmungsort führen, macht es keinen Unterschied, welche Straße du nimmst. Auch wenn es geplant hatte, eine andere Straße zu nehmen, wird sich das Überbewusste einfach an das Bewussten wenden: Oh, okay, Wir nehmen DIESE Straße. Für das, was dabei herauskommt, macht das keinen Unterschied.“

 

 

Es wird nun bei der einen Straße mehr Zeit brauchen als bei einer anderen, um zu unserem Ziel zu gelangen, aber das juckt das Überbewusste kein bisschen, weil sich das Überbewusste darüber im Klaren ist, dass Zeit eine Illusion ist. In der Letzten Wirklichkeit – dort hat das Überbewusste seinen Wohnsitz – existiert Zeit nicht.

 

 

Das Überbewusste gibt DIR bloß die „kürzeste“ Route (in relativen Begriffen) aus, da es weiß, dass in DEINER relativen Realität kürzer und länger, schneller und langsamer EXISTIEREN, und das Überbewusste hat Freude dabei, dem Bewussten Geist fortlaufend zu zeigen, wonach der Bewusste Geist strebt: „die kürzeste Route nach Hause.“

 

 

Es ist durchaus den Navigationssystemen ähnlich, die wir heute in den Autos kennen. Dem System ist es gleich, welche Route du zu deinem Ziel einschlägst. Es wird die kürzeste Route anzeigen, wenn du danach fragst, und wenn du eine „falsche“ Wendung nimmst, wird das System einfach die kürzeste Route von dort aus neu berechnen, und dann einen neuen Weg aufzeigen, um von diesem Punkt aus in der kürzesten Zeit dort hinzugelangen, wohin du möchtest. Das Navigationssystem betreibt kein Beurteilen dabei, da es kein Beurteilen BESITZT, und es versucht nicht, dich von der „falschen“ Richtung abzuhalten, da für das Navigationssystem kein „falscher Weg“ EXISTIERT, es gibt nur den Weg, den du nimmst. Das Navigationssystem ist sich darüber im Klaren, dass du, wenn du weiterhin seinen kontinuierlich erneuerten Richtungsanweisungen folgst, nicht fehlgehen kannst, dort anzulangen, wohin du möchtest.

 

 

Verstehst du jetzt, Ryan?

 

 

Okay … du sprachst auch davon … sofern der Bewusste Geist revoltiert und Selbstmord begeht, um den ‚Schmerzen’ des Lebens zu entkommen, so wird das Überbewusste darin scheitern, das zu erfahren, was es in dieser Lebensspanne zu erfahren wünschte. Ich dachte, Scheitern sei eine Illusion, aber, Scheitern existiert ganz klar in dieser Situation.“ Ryan, ich sehe mich wiederum gezwungen, deiner Analyse nicht beizupflichten. Das Überbewusste „scheitert“ nie darin, zu erfahren, was es in dieser Lebensspanne zu erfahren wünschte“, da das Überbewusste in der Sache gar keine Präferenz hat. Es kommt mit einem Plan hierhin, aber nicht mit einer Präferenz. Da besteht ein riesiger Unterschied, Ryan.

 

 

Falls du dir vornimmst, Tennis zu spielen, aber deine Freunde wollen Volleyball spielen, und, falls es für dich nichts ausmacht, was du spielst, dann setzt ihr einfach das Netz höher und spielt Volleyball! Es kann dann nicht ausgesagt werden, du habest nicht erlebt, was du zu erfahren wünschtest, da du ja von vornherein keinen besonderen Wunsch platziert hast.

 

 

 

Versagen“ kann in einer Umgebung nicht existieren, in der nichts im Besonderen für erforderlich erklärt ist. Ryan, von dir wird nichts für erforderlich befunden, um nach Hause zurück zu kehren. Erfordernis existiert nicht. Sie ist eine Illusion. Du kannst NICHT nicht „nach Hause“ zurückkehren. Ja, wie es Zuhause in Gott klar herausstellt – verließt du das Zuhause nie. Deswegen ist Zuhause in Gott keine Angelegenheit dahingehend, irgendwohin zu gehen, sondern handelt es sich darum, dort zu sein, wo du bist, und einfach zu wissen, wo das ist.

 

 

Ryan, du trugst auch im Hinblick auf deinen Freund, der seinem Leben ein Ende setzte, vor … den Gedanken, dass durch diese Vorkommnisse noch einmal hindurchzugehen habe (wie es Zuhause in Gottheißt, dass es bei jedem Selbstmord der Fall sei), finde ich unerträglich.“

 

 

Mein Geist fragt sich, weswegen solltest du es unerträglich finden, wenn dein Freund es nicht tut? Ryan, ich vermute, was du nicht ganz verstehst, ist, zum einen, dass dein Freund die Wahl trifft, „durch diese Vorkommnisse noch einmal hindurchzugehen“, und, zum zweiten, dass der Beweggrund, den er wählt, dies zu tun, sich darauf bezieht, die Vorkommnisse in anderer Weise zu erfahren. Und er wird sie in anderer Weise erfahren, er wird andere Wahlen treffen und andere Antworten auf dieselbe Anordnung von Umständen schaffen, denen er beim ersten Mal begegnete, um so jene Umstände und Situationen zu meistern, und, um vermittels seiner Erfahrung der Meisterschaft trefflicher zu erkennen Wer Er Wirklich Ist.

 

 

Kennst du dich beim Baseball etwas, Ryan? Dein Freund ist wie ein Schlagmann, der Baseball-Spielen liebt (wir alle LIEBEN das Leben!), der jedoch eines Tages danebenschlägt. Also weist ihn der Coach am nächsten Tag an, er solle in die Schlagmanns-Box zurückkehren und dort gesondert das Schlagen trainieren. Da der Schlagmann nun das Schlagen LIEBT, und da er jeden Aspekt von Baseball VEREHRT, gibt es kaum etwas Besseres, worum ihn der Coach hätte bitten können. Er ist ganz aufgeregt, Extra-Übestunden im Schlagen zu haben - - und bald wird er den Ball über die Anlage hinaus schlagen.

 

 

Hmmm … ganz bestimmt, das klingt für mich wie ein toller Spaß!

 

 

 

Nun hast du, Ryan, auch angemerkt … Schmerz muss in der Letzten Wirklichkeit nicht existieren, aber auf dem physischen Raumschiff ist er sehr sehr real.“ Dabei, Ryan, hast du recht. Aber du hast versäumt zu erwähnen, dass Gespräche mit Gott zu verstehen gibt, dass „Schmerz“ und „Leiden“ nicht dasselbe sind. Schmerz ist eine physische Erfahrung, und Leiden ist dein Denken darüber. Unter den Frauen gibt es Viele, die bei der Geburt Schmerz erfahren haben. Aber wenn du sie fragen würdest: „Hast du gelitten?“, so könnten sie antworten: „Leiden? Wieso, nein! Es ist die freudigste Erfahrung meines Lebens! Ich habe gerade ein neues Menschenwesen auf die Welt gebracht!“

 

 

Der Punkt ist: der Schmerz, der einen Grund hat, mit dem wir einverstanden sind, kann des öfteren willkommen geheißen werden. Hast du einmal einen Zahn gezogen bekommen, der dich fast umbrachte?

 

 

Ryan, du sprachst auch davon …. Sollte ich Selbstmord begehen, ein Akt, der von meiner Seele nicht gewollt, doch von meinem bewussten Geist gewollt ist, dann würde dies ein unerwartetes Ereignis in dem Leben jeder Seele, mit der ich in Kontakt trete, darstellen, und würde somit ihre Agenda sprengen.“ Wieder einmal, Ryan, muss ich herausstreichen, dass so etwas unmöglich ist. Jede Seele, mit der du in Kontakt stehst (auf einer gewissen Ebene jede Seele auf dem Planeten) ko-kreierte das Ereignis mit dir zusammen. Nichts passiert im Leben der Seele, im Leben jeder Seele, was nicht DURCH die Seele geschaffen ist. Es gibt keine „Opfer“ und es gibt keine „Schurken“. Es gibt im Leben der Seele keine „Überraschungen“ oder „unerwartete Ereignisse“. Es gibt Ereignisse, die vielleicht für den Bewussten Geist „unerwartet“ sind, aber das hat den Grund, dass der Bewusste Geist auf einer begrenzten Ebene der Gewahrsamkeit existiert. Das heißt, bis er seine Ebene der Gewahrsamkeit erweitert, indem er seine Bewusstheit hebt. Dieses „Bewusstsein-Anheben“ schafft eine neue Perspektive, die es dem Geist gewährt, das zu sehen und zu verstehen, was er zuvor nicht sah oder begriff.

 

 

So etwas wie „einen Akt, der durch die Seele nicht gewollt ist“ gibt es nicht, da er, sollte er durch die Seele nicht gewollt sein, nicht geschehen könnte. Zuhause in Gott stellt es klar, nichts geschieht gegen den Willen der Seele – nicht einmal der Tod. Tatsächlich, in Sonderheit nicht der Tod. Kein Tod kommt als Überraschung, auch ist kein Tod ungewollt oder unerwartet. Tod ist ein Akt der Schöpfung.

 

 

 

Schließlich, Ryan, beschließt du deinen Brief mit einer faszinierenden und intuitiv brillanten Frage …. Könnte der Selbstmord meiner Seele von unseren Seelen geplant sein, um meine Seele oder die Seele seiner Eltern dazu zu bewegen, etwas zu erfahren?“ Die Antwort lautet Ja. Ja gar, es existiert kein anderer Weg, auf dem es hätte passieren können. Freilich, Ryan, ist die Agenda um Vieles umfänglicher als dies. Die Wahlen und Handlungen deines Freundes waren auch dafür vorgezeichnet, deinem Freund, ihm selbst, einzuräumen, etwas zu erfahren. Nun mag dies augenfällig sein, bist du aber für Folgendes gewappnet? Seine Wahlen waren auch dafür vorgezeichnet, es UNS allen, DIE WIR DIES GERADE LESEN, einzuräumen, desgleichen etwas zu erfahren.

 

 

Verstehst du das, Ryan? Zwischen uns gibt es keine Trennung. Der Eine von Uns, der das Alle von Uns ist, erschafft Alles Davon, Genau Hier, Genau Jetzt.

 

 

Kannst du mit dem zurechtkommen, Ryan? Kannst du sehen, dass wir alle für alles zuständig sind? Du könntest nun anheben, eine derart staunenserregende Realität willkommen zu heißen, derweilen du weißt und in Gänze verstehst Wer Wir Wirklich Sind.

 

 

 

Ryan, Gott segne dich in deinem schönen jungen Leben. Gehe nun, und teile die Weisheit, mit der du an diesem Tag in Berührung kamst, mit der Welt. Denn du hast diese Weisheit geschaffen, und sie erhalten. Und so wir alle.

 

 

Amen. Und Amen.

 

 

 

Sei gesegnet.

 

 

 

Neale

 

 

 

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ANMERKUNG: Wenn du gerne einen Brief an den Herausgeber dieses Bulletins schreiben möchtest, dann sende schlicht eine E-Mail an

 

 

 

Neale [at] NealeDonaldWalsch [dot] com

 

 

 

mit der Angabe in der Betreffzeile „Letter to the Editor“. - In dieser vorliegenden Rubrik ['Briefe an den Herausgeber'] zieht Neale gelegentlich Mitteilungen, herrührend aus anderen Quellen, heran.

 

 

 

 

 

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Kurzmitteilungen

 

 

 

[Es folgen Schilderungen und Ankündigungen …]

 

 

 

> für mehrere Retreats der kommenden Monate

 

> für den soeben aufgestellten ONLINE-Kurs „Finding Right Livelihood by Living the Life You Love“

 

> für das jüngst (zunächst auf Engl.) erschienene Buch N.D. Walsch's ... „God's Message to the World: You've Got Me All Wrong

 

 

 

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Quelle: CwG Weekly Bulletin # 663 [18.9.2015] ~ Übersetzung: Theophil Balz [19.9.2015]

 

 

 

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Das engl. Original steht unter

 

http://cwg.org/index.php?b=663

 

 

 

Die

 

~ übersetzten Bulletins der letzten Jahre (jeweils als PDF-Datei herunterzuladen),

 

~ die kostenlosen E-books von ND Walsch,

 

~ sein Internet-Tagebuch (Blog; selektiv; inzwischen hat es Neale aufgegeben),

 

~ täglich sog. 'Heavenletters', tägliche Liebesbriefe Gottes an uns Menschliche Seinswesen auf der Erde (niedergeschrieben durch Frau Gloria Wendroff, Iowa, USA)

 

~ Möglichkeiten, eigene Beiträge und Kommentare zu schreiben,

 

~ Möglichkeiten, in einem Wort-Register nachzuschlagen, und manches Andere,

 

 

 

sind gesammelt erreichbar unter

 

www.gmg-materialien.de

 

 

 

ND Walsch lädt uns ausdrücklich dazu herbei, an seinem Leben teilzuhaben - und uns gegenseitig an unserem Leben teilhaben zu lassen.

 

 

 

»Geh mit mir, sage ich, und ich werde versuchen, dir zu helfen, dich aufs Neue wiederzuerschaffen, auch dann, indes ich dich darum ersuche, mir dabei zur Seite zu stehen, das Gleiche zu tun. Lasst uns unsere Futurologie zusammen gemeinsam erschaffen« [GmG Wö. Bulletin #239].

 

 

 

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Weitere verwandte Webseiten sind:

 

 

 

~ www.gespraechemitgott.org

 

~ www.humanitysteam.ch

 

~ www.humanitysteam.de

 

 

 

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IN EIGENER SACHE .....

 

 

 

Liebe Freunde,

 

die Mutter-Organisation, die »CwG Foundation«, benötigt in regelmäßiger Weise einen Mittelzufluss. In einer Extra-Mail vom 1.4.06 habe ich mich an Euch gewandt und dort dargelegt, welche Vorschläge ich für unsere gemeinsame Situation, auch für diejenige der Übersetzer und anderer Mitwirkender in Dtld., unterbreite.

 

 

 

Hier kurzgemacht .... wir erbitten mtl. 4 Euro für das Bulletin. Die Hälfte, abzüglich unserer fixen Kosten, geht per Monat in die USA, die andere Hälfte verbleibt in Dtld. zu den in der E-Mail aufgeführten Zwecken. Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam auf einer Grundlage weitermachen könnten, die uns allen guttut und uns in ergänzender Verschiedenartigkeit füreinander wohlstellt.

 

 

 

Liebe Grüße

 

Theophil

 

 

 

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Theophil Balz ~ Heidering 11 ~ D 49324 Melle ~ theophil [dot] balz [at] web [dot] de

 

 

 

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Ich habe ein Extra-Konto eingerichtet. [Da wir kein Verein sind, ist es nur möglich, das Konto auf einen Privat-Namen laufen zu lassen.]

 

 

 

Theophil Balz ~ »TUFUNZANE«

 

Kto. Nr.: 134023

 

Kreissparkasse Melle

 

BLZ 26552286

 

Kennwort: »Bulletin«

 

 

 

Für Überweisungen vom Ausland:

 

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Notwendiges Kennwort auf dem Überweisungsformular: "BULLETIN"

 

 

 

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Anmerkung: »Tufunzane« (kisuaheli) heißt:

 

»Lasst uns zusammenkommen und uns gegenseitig anleiten und unterweisen.«

 

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