GmG Bulletin # 629

 

GmG Wöchentliches Bulletin # 629

 

23.1.2015

 

 

 

 

 

STEHT GOTT AUF DER SEITE, AUF DER WIR STEHEN?

 

 

 

EINE MENGE LEUTE MEINEN DAS !

 

 

 

 

 

 

 

Eine Anmerkung von Neale

 

 

 

 

 

Meine lieben Freunde ...

 

 

 

Lasst uns in der Reihe von Erkundungen unter dem Titel „Gott kennen lernen“ weitermachen.

 

 

 

Zu den gängigsten Vorstellungen über Gott gehört, Gott stehe auf der Seite, auf der wir stehen. Gott stehe in unserer Ecke. Gott gewähre uns Gefälligkeiten, da wir in Gottes Gunst stehen.

 

 

 

Die Menschen haben sich selbst zu verstehen gegeben, dass Gott, wenn sie in den Krieg ziehen, auf ihrer Seite stehe. Wenn sie bei terroristischen Aktionen Tausende Menschen umbringen, ist Gott auf ihrer Seite. Wenn sie sich mühen, ihre Religion auf dem Antlitz zur vorherrschenden Religion zu machen, ist Gott auf ihrer Seite.

 

 

 

Wenn sie einen neuen Staat ausrufen, ist Gott auf ihrer Seite. Wenn sie Anstalten machen, einen althergebrachten Staat auseinander zu reißen, ist Gott auf ihrer Seite. Wenn sie eine soziale, politische oder wirtschaftliche Umwälzung vorantreiben, ist Gott auf ihrer Seite.

 

 

 

Und insbesondere wenn sie dabei sind, sich selber zu schützen, ist Gott auf ihrer Seite – aus welchem Grunde ein jeder Angriff als eine Verteidigung bezeichnet wird.

 

 

 

Ist euch das je aufgefallen? Niemand äußert jemals, er greife einen Anderen an. Alle Angriffe werden Abwehr genannt, und dementsprechend gerechtfertigt.

 

 

 

Gott ist auf ihrer Seite, überdies in positiven Angelegenheiten. Wir haben uns gesagt, dass wir, weil Gott auf unserer Seite ist, bei dem Wahlkampf erfolgreich waren.

 

 

 

Wir haben den Riesen-Vertrag an Land gezogen, weil Gott auf unserer Seite ist. Wir kamen noch rechtzeitig zu dem Hochzeitstermin, obgleich es zu einem gewaltigen Verkehrsstau gekommen war, weil Gott auf unserer Seite ist.

 

 

 

Wartet mal, es kommt gar noch trivialer. Das Siegestor beim World Cup brachten wir unter, weil Gott auf unserer Seite ist.

 

 

 

Wir schlugen den Home Run „in the bottom of the ninth“, weil Gott auf unserer Seite ist. (Wir ziehen eine Runde am Anfang und machen uns zur nächsten auf, dabei machen wir mit dem Finger ein Siegeszeichen zum Himmel hin, um alle wissen zu lassen, dass Gott für die Meisterleistung verantwortlich ist.

 

 

 

Wir gehen mit einem Bein in die Knie und schlagen das Kreuzeszeichen, nachdem wir einen Touchdown Pass zu fassen bekommen haben, um damit klar zu machen, dass wir Gott für unser Gelingen loben und preisen.)

 

 

 

Gott kümmert sich darum, wer bei der Partie gewinnt. So lautet die Botschaft, laut und deutlich. Gott kümmert sich darum.

 

 

 

Gott macht sich etwas daraus, ob der Pass im Schlussfeld ausgewachsen ist oder nicht. Gott kümmert sich darum, ob du einen Home Run machst oder ob du losschlägst.

 

 

 

Gott kümmert sich darum, ob du die meisten Stimmen erhältst oder nicht. Gott ist auf deiner Seite, nicht auf der anderen. Falls Gott auf der anderen Seite wäre, würden sie gewinnen. Falls Gott auf jedermanns Seite wäre, wäre es ein Unentschieden.

 

 

 

Jede Partie würde im Gleichstand enden. Jede Anstrengung würde zu einem Patt führen. Zum Glück ist es nicht so. Gott möchte es, dass DEINE Seite den Krieg gewinnt. Gott möchte, dass DEINE Idee Tausende Dollar einbringt. Gott möchte es, dass DEIN Parkplatz frei ist und auf dich wartet.

 

 

 

Ja, die Botschaft ist klar. Und jeder von uns kann sie bekunden, ohne darin einen Widerspruch zu sehen. Gott ist auf unserer Seite.

 

 

 

Nun kommt Das Große Was Wäre Wenn . . .

 

 

 

Was wäre denn, wenn Gott auf jedermanns „Seite“ wäre? Was wäre, wenn Gott es nicht darum zu tun ist, wer „gewinnt“, wer „verliert“, wer „richtig liegt“, wer „sich irrt“, wer „erfolgreich ist“, bei wem es „danebengeht“, oder wer dies und das tut oder wer gar nichts tut?

 

 

 

Würde dies einen Unterschied ergeben? Spielt das eine Rolle? In der Gesamtanlage der Dinge – hätte das eine bedeutsame Einwirkung auf unsere planetare Erfahrungswelt?

 

 

 

Ja, ganz offensichtlich. Jetzt im Augenblick, da sind sich Milliarden Menschen sicher, dass Gott auf ihrer Seite ist – und, ein gefährlicherer Gedanke ist uns bislang nicht untergekommen.

 

 

 

Diese Auffassung hat Anlass gegeben zu mehr Handlungen, welche für mehr Menschen Jammer und Elend eingefahren haben, als fast jede andere einzelne Behauptung.

 

 

 

Die spirituelle Arroganz der Auffassung wird von den meisten Menschen unbeachtet gelassen, die anscheinend der augenscheinlichen Folgerung ausweichen möchten, dass Gott, sofern er auf ihrer Seite ist, sodann in der Tat nicht auf der anderen Seite sein darf.

 

 

 

Dies stellt einen Gott als eine Gottheit auf, die sich Gewinner und Verlierer aussucht, die Ideen für wert oder für unwert erklärt, die Entscheidungen für fair oder unfair markiert, die Länder für gut oder böse verkündet, die Religionen für richtig oder verkehrt ausersieht, die Menschen als gerettet oder verdammt bezeichnet, und die allerhand Bevorzugungen und Prioritäten, Geneigtheiten und Faibles, Schwächen und Vorlieben für dieses und jenes aufweist.

 

 

 

Und – natürlich – falls Gott auf unserer Seite ist, stehen Gottes Bevorzugungen und Prioritäten, Geneigtheiten und Faibles, Schwächen und Vorlieben für dieses und jenes mit den unsrigen in Einklang.

 

 

 

Gott hat uns allerdings vom Anbeginn an wissen lassen, und dies wird uns Tag um Tag klarer, dass die Althergebrachte Kulturelle Erzählung der Menschheit über Gott, welcher auf unserer Seite sei, schlicht und einfach unzutreffend ist.

 

 

 

Es ist nun dieser Tage in Ordnung so, diese überkommenen Unterweisungen aus unserer laufenden Erzählung zu entfernen, und damit aufzuhören, diese uns selber und unseren Kindern weiterzuerzählen.

 

 

 

Es ist wichtig zu begreifen, dass Gott nicht im Bilde und Ebenbilde des Menschen gemacht ist. Es ist anders herum. Der Mensch ist in dem Bilde und Ebenbilde Gottes gemacht.

 

 

 

Es wäre wundervoll, wenn dies rund um die Welt auf den Anschlagtafeln angeschlagen werden würde: Gott wurde nicht in dem Bilde und Ebenbilde des Menschen gemacht. Es ist anders herum.

 

 

 

Gott mag mithin die Los Angeles Dodgers nicht mehr als die Atlanta Braves. Und Gott möchte nicht mehr, dass dein Land die Weltmeisterschaft gewinnt, als dass Gott möchte, dass ein anderes Land den Sieg davonträgt.

 

 

 

Gottes Hoffnung ist nicht darauf gerichtet, dass deine Nation eher in dem Krieg siegreich ist, als die Nation, mit der du dich im Krieg befindest. Und Gott steht den Revolutionären der Welt nicht mehr bei, als er die Regierungen der Welt stützt. Und Gott bringt sich nicht mehr mit den Werten der Republikanischen Partei in Deckung als mit den Werten der Demokraten.

 

 

 

Für die Menschenwesen ist es an der Zeit, ihre Bedürftigkeit los zu lassen, an einen Gott der Präferenzen zu glauben.

 

 

 

Als Erstes müssten wir unseren Gott, versehen mit Markenzeichen, los lassen, danach geht es bei der Liste um unseren Gott voller Präferenzen.

 

 

 

So wir dabei sind, etliche wirklich fundamentalen Ideen, die sich viele Menschen zueigen gemacht haben, zu Fall zu bringen, ist es an der Zeit, die Tatsache zu billigen, dass Gott nicht den Gedanken innehält, Frauen sollten niemals Priesterinnen oder Mitglieder des Klerus werden, Homosexuellen sollte es niemals eingeräumt werden, zu heiraten, oder Nicht-Christen sollte nie der Zugang zum Himmel erlaubt werden.

 

 

 

So schwer es auch ist für etliche Menschen, sich dies vorzustellen – Gott hat keine Vorliebe für Baptisten gegenüber Hindus, für Katholiken gegenüber Juden, für Muslime gegenüber Mormonen, oder für irgendeine Religion gegenüber einer anderen.

 

 

 

Gott bevorzugt nicht einmal Jene, die an Gott glauben, vor denen, die nicht an Gott glauben.

 

 

 

Dies sind nicht Gottes Auffassungen. Das sind Ideen von Menschenwesen, die vermeinen, dies seien Gottes Ideen.

 

 

 

Wir sagten es bereits und wir wollen es noch einmal herausstellen: Gott ist kein männliches Menschenwesen wie es im Buche steht. Gott ist die Höchste Intelligenz und die Zuvörderste Energie, welche dem Universum unterliegt . . . eine Intelligenz und eine Energie bar jedweder spezifischen Identität.

 

 

 

Ist es tatsächlich erdenklich, dass Gott eine Lieblingsfarbe oder eine Lieblingszahl, eine Lieblingsmannschaft oder einen Lieblingsspieler, eine Lieblingsnation oder eine Lieblingsreligion, ein Lieblingsgeschlecht oder eine Lieblingsrasse hat?

 

 

 

Fühlt es sich realistisch an, dass Gott bestimmte politische Ansichten oder wirtschaftliche Ansichten, oder bestimmte soziale oder spirituelle Ansichten innehat?

 

 

 

Und wenn es so wäre, welche sind es?

 

 

 

Warte mal. Diese Frage - - es ist nicht an uns, sie zu stellen. Die Menschen, die bestimmte Ansichten innehaben, werden dir ausrichten, welche es sind. Die ihren, natürlich.

 

 

 

Nun gut . . . derweilen dies die gesamte Handlung der Menschen, der politischen Parteien, Nationen und Religionen auseinanderrupft, welche darauf bestehen, sie seien die alleinigen Wahrer moralischer Werte und die letzten Bastionen spiritueller Rechtschaffenheit auf der Erde, ist es bedeutsam, dass die Menschheit Klarheit über die wahre Natur von Göttlichkeit und über die sachlichen zugrundeliegenden Aspekte der Letztlichen Realität erlangt.

 

 

 

Nichts vom Obigen bedeutet, dass das Leben wider uns ist. Gott ist nicht auf unserer Seite in dem Sinne, dass Gott dich vor jemand anderem bevorzugt, vielmehr ist das Leben stets gerüstet, uns das zuzuwenden, was wir am mitfühlendesten und innigsten glauben, es nicht lange hin zu empfangen.

 

 

 

Das Leben geht aus unseren Vorhaben für es hervor. Uns ist gesagt worden: „So wie du glaubst, so wird es dir getan“, und das ist wahr. Der Glaube ist eine starke und ungemein machtvolle Energie. Er ist ein Magnet. Er zieht zu uns her, dem wir feste mit Freuden entgegensehen.

 

 

 

Allerdings nicht, weil „Gott auf unsere Seite ist“; stattdessen, weil Gott uns einen Vorgang zugereicht hat, mit dem die rohe Energie, welche das Alles des Lebens ist, zu handhaben und zu beeinflussen ist.

 

 

 

Das Leben wirkt auf das Leben ein durch den Vorgang des Lebens selbst.

 

 

 

Die Wesentliche Essenz ist eine Energie, die eine Einwirkung auf Sich Selbst hat. Jemand, der lernt, wie diese Energie durch Gedanke, Wort und Tat in gediegener Manier in Gebrauch zu nehmen ist, hat sich im Leben auf die Straße zur Meisterschaft begeben.

 

 

 

„Bete“ indes niemals oder gebrauche die Macht von Gedanke, Wort und Handlung niemals so, um dir, zum Schaden eines Anderen, etwas zuzustellen.

 

 

 

Entsinne dich stets – es gibt nur Einen von Uns. Sofern du, demzufolge, zum Schaden eines Anderen, nach etwas für dich trachtest, „gewinnst“ du mit der rechten Hand und „büßt“ mit der linken „ein“.

 

 

 

Selbst dann wenn du im einen Augenblick „gewonnen“ zu haben scheinst, wird dich im nächsten Augenblick heimsuchen, wie du „verloren“ hast.

 

 

 

In einer jeden beliebigen Lage, in welcher dein Trachten den Ansinnen eines Anderen zum Schaden und gegenläufig ist, da sprich ein Gebet, oder halte dich an den Gedanken, dass der Ausgang, welcher sich zeitigen wird, von der Art sein möge, dass er für alle Betroffenen das Beste darstellt.

 

 

 

Dies ist wahre spirituelle Meisterschaft, denn es schreibt nichts vor oder fordert nichts an . . . vielmehr hält es ein jedes Resultat und eine jede Erfahrung für vollkommen.

 

 

 

In diesem Gewahren wird beides aufgetan, Freiheit und Friede.

 

 

 

Mit Liebe,

 

Neale.

 

 

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P.S.: Fühlt euch frei, diese Ausgabe des Wöchentlichen Bulletins an alle Freunde weiterzuleiten. Womöglich ist es jenen danach, mehr darüber in Erfahrung zu bringen und sich zur Subskription zu melden – welche, wie euch ja bekannt ist, kostenfrei ist. Gebt ihnen also eine Chance, sich über diese wundervolle Publikation über GmG kundig zu machen, die jede Woche publiziert wird! Sendet sie an einen Freund, an eine Freundin!

 

 

 

Zur Subskription geht es hier …

 

 

 

http://cwg.org/index.php?page=email_signup

 

 

 

 

 

Über die Jahre sind das Wöchentliche Bulletin und seine Artikel, wie sie Neale Donald Walsch niedergeschrieben hat, in den E-Mail-Postfächern tausender Leser rund um die Welt zu einem Favoriten geraten. Wir freuen uns, zusätzlich zu den neuesten Artikeln von Neale, an dieser Stelle gelegentlich eine Auswahl aus den besten seiner zurückliegenden schriftlichen Äußerungen für diese vorliegende Veröffentlichung zu präsentieren. Wir sähen es ungerne, wenn sich die vielen Leute diesen oder jenen Beitrag davon entgehen ließen, Bemerkungen, die uns den Weg weisen, wie GmG in unserem täglichen Leben anzuwenden ist. Handelt es sich nun um eine neue Vorlage oder um einen Zugabe-Abdruck – wir vertrauen darauf, dass ihr von diesen Niederschriften aus der Feder des Mannes, der uns Gespräche mit Gott überbrachte, trefflichen Nutzen erlangt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Briefe an Neale:

 

 

 

Lieber Neale,

 

Zum Abschluss deines zweiten Buches bemerkst du, dass sich einige von uns bei den hier präsentierten Ideen womöglich nicht behaglich fühlen, und dass sie nicht als „Evangelium“ betrachtet werden sollten. Ich habe ein wirklich ernsthaftes Problem mit dieser Feststellung! Wenn man dem Wort Gottes nicht glauben kann, was sonst gibt es dann? Widerspricht nicht dieser eine Satz allem, was du geschrieben hast? Gott sagt, eines unserer Probleme bestehe darin, dass wir Ihm nicht glauben ... HILFE! Ich bin durcheinander!

 

Ich zog auch alles heran, um sehr sorgfältig zu lesen, bis ich auf S. 42 von GmG, Buch 2, anlangte, wo Gott zu verstehen gibt: „Die Irrungen, die Hitler beging, richteten bei denen, deren Tod er verursachte, keine Verletzung und keinen Schaden an.“ Entschuldige bitte. Bei alledem, Hitler hat viele Tausende aufs Entsetzlichste gefoltert, hat sie für unglaublich schmerzvolle medizinische Experimente eingesetzt, hat kleine Kinder von ihren Müttern getrennt. Für mich wäre das eine unerträgliche Gemütsqual. Hätte Hitler vielleicht die Wahl getroffen, Alle unverzüglich zu erschießen, dann wäre man wohl in der Lage, eine Argumentation dafür herzunehmen, dass das gnädig gewesen sei, doch, wie wir wissen, war das zumeist nicht der Fall.

 

Und wie steht es um Jene, die nach einem solchen Leiden fortlebten? Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass er bestimmte Völker ungemein dezimierte (z.B. die Juden). Bitte hilf mir, das zu erfassen, da es für mich eine Barriere bildete, mit der Trilogie-Lektüre fortzufahren. Offensichtlich habe ich eine wichtige Lektion versäumt. Ich freue mich sehr auf deine Erwiderung.

 

T.

 

 

 

 

 

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ANTWORT VON NEALE

 

 

 

Danke, T., für deinen von Herzen kommenden und einfühlsamen Brief. Ich schätze deine Bereitwilligkeit aufs Tiefste, dich der Frage zu widmen, und dich mit dem Geschehen, welches in der Anfrage steckt, zu befassen, anstatt dich wegzudrehen und fortzulaufen, wie es so Viele tun, sobald ihnen etwas unterkommt, mit dem sie nicht einverstanden sind oder was sie nicht verstehen. Demnach möchte ich dich hochschätzen, da du einer der spirituellen Krieger bist.

 

T., ich habe in all meinen Büchern die Feststellung getroffen, dass ich ein unvollkommener Filter bin. Ich gebe nicht vor, in der Lage zu sein, die Weisheit Gottes in vollkommener Form durchzubringen. Ich hoffe nur, in der Lage zu sein, zu der Erörterung - zu dem „Gespräch“, wenn du so willst - über Gott beizutragen, indem ich allen mitteile, was ich mittels meines eigenen Prozesses, den ich in meinem ersten Buch beschrieben habe, über Gott zu erfassen kam. Dies zu begreifen, T., ist wichtig. Sofern du glaubst, dass ich eine Vorstellung über mich selber hätte, ich sei ein Prophet Gottes, ein Mann, der das Wort Gottes ohne Schwachstellen und Irrtümer spricht, dann, meine Freundin, irrst du dich in deinem Dafürhalten. Ich wollte gerne, dass meine Bücher ohne Schwachstellen sind, aber das ist nicht der Fall. Ich wollte gerne, dass die Bibel makellos ist, doch das ist sie nicht. Ich wollte gerne, dass der Talmud fehlerfrei ist, er ist es freilich nicht. Ich wollte gerne, dass die Bhagavad Gita fehlerfrei ist, doch sie ist es nicht. Hier stehen wir wieder, siehst du das? Es gab bereits viele Bücher, die in Anspruch nahmen, „das Wort Gottes“ zu enthalten. Und, sie tun es, T., sie tun es. Doch dieses „Wort“ wurde durch unvollkommene Filter hindurch gebracht, durch nicht voll entwickelte Gemüter von Männern und Frauen. Keines von ihnen sollten wir als „Evangelium“ heranziehen, T. Das heißt, wir sollten nicht davon ausgehen, dass das eine oder andere davon unfehlbar ist.

 

Oh, T., siehst du es nicht? In dem Augenblick, wo ich behaupte, dass mein Buch unfehlbar ist, werde ich gefährlich. Tue das also nicht, T. Und habe nicht einmal eine Bedürftigkeit dafür inne. Versuche nicht, GmG zum unfehlbaren Wort Gottes zu machen. Auf der anderen Hand allerdings verliere nicht den Glauben an jedes einzelne Wort des Buches, schlicht, weil ich versichere, dass einige der Worte unvollkommen sein könnten. Nimm vielmehr aus dem Text das, was sich für dich gut, wertvoll, wahr und wirklich anfühlt, T. Und segne es dafür, dass es dir das zureicht.

 

Nun zu deinen Kommentaren zu Hitler, T. Ich verstehe natürlich deine Schwierigkeit mit dem Absatz, den du zitiertest. Dies bildet die schwerwiegendste Passage in der gesamten GmG-Trilogie, und ich selbst habe damit gerungen, ihre tiefste Bedeutung zu begreifen.

 

Ich glaube nicht, T., dass Gott sagen oder implizieren wollte, die Handlungen Hitlers hätten in einem menschlichen Sinne niemandem Schaden oder Wunden zugefügt. Ich glaube, Gott sprach in einem spirituellen Sinne von all jenen damit befassten Seelen. Die Trilogie verfolgt an anderer Stelle gezielt, dass es so etwas wie Tod nicht gibt, und, dass wir, als göttliche Wesen, dass keiner von uns, Schaden nehmen oder zerstört werden kann. Innerhalb dieses Kontextes, T., sollte die Äußerung, die du zitiert hast, betrachtet werden.

 

Ich bin überaus feinfühlig gegenüber der Tatsache, dass sich viele Menschen durch bestimmte andere Feststellungen in der Gespräche mit Gott-Trilogie rund um dieses Thema angegriffen fühlten, insbesondere durch die Behauptung, dass „Hitler in den Himmel kam“.

 

Gewiss verstehe ich, weswegen desgleichen diese Äußerung, sofern sie auf der Oberfläche erfasst wird, tief verletzend sein kann. Ich glaube, allein Jene, die die Gelegenheit hatten, die Trilogie gründlich zu studieren und die ganze Kosmologie zu erforschen, aus der heraus diese Äußerung zutage tritt, könnten sie als nicht-beleidigend begreifen. Nach wie vor können sie womöglich mit deren Theologie nicht übereinstimmen, sie würden allerdings klar einsehen, dass in den Gespräche mit Gott-Büchern keine Trivialisierung des Holocaust vonstatten geht.

 

Gespräche mit Gott äußert tatsächlich, dass Hitler in den Himmel einging, es gibt uns hingegen nicht an, dass er oder sonstwer je den Konsequenzen der auf Erden getätigten Handlungen entkommt. Ja, die Bücher besagen genau das Gegenteil. Sie stellen klar heraus, dass alle Seelen nach dem Tod einem Prozess zugeführt sind, in dem es ihnen zugesagt ist, jeden Moment des Lebens, das sie soeben gelebt haben, zu erfahren, freilich aus dem Blickwinkel jedweder Person, die durch ihre Entscheidungen beeinträchtigt worden waren. Mit anderen Worten, sie erfahren, was an Erfahrungen sie bei Anderen veranlassten.

 

Der Punkt dabei ist allerdings nicht, einer Seele „Gerechtigkeit“ widerfahren zu lassen, sondern, sie zum Gewahrsein zu bringen; sie nicht der Strafe, sondern der Einsicht zuzuführen. Demnach dauert diese Erfahrung nicht fortwährend an. Es geht nicht um ewige Verdammnis, es geht um die Evolution der Seele.

 

GmG trifft die Aussage, dass es in Gottes Königreich so etwas wie ewige Verdammnis nicht gibt. Hölle, bekundet es, existiert nicht als ein Ort, wohin wir zu immerwährender Qual gesandt werden. Somit konnte Hitler dorthin nicht gegangen sein. Eins allerdings ist sehr gewiss. Es ist ein universales Gesetz, und GmG bringt es kurz und bündig herüber: „Was immer du verursachst, dass es ein Anderer erfährt, das wirst du eines Tages erfahren.“

 

In dem GmG-Dialog wird deutlich gemacht, dass dies einen Teil eines Vorgangs darstellt, durch den die Seelen gänzlich zur Entwicklung gelangen – oder, wie wir es ausdrücken können, durch den die Seelen „in den Himmel kommen“.

 

Der wichtigste Punkt, den der Dialog hinsichtlich dieser Angelegenheit hervorhebt, ist, dass die Hitler-Erfahrung nur aufgrund des Gruppen-Bewusstseins möglich war. „Hitler konnte nichts ohne die Mitarbeit, die Unterstützung und die willige Unterordnung von Millionen von Menschen tun“, sagen die Bücher. „Hitler ergriff die Gunst des Augenblicks, er konnte ihn allerdings nicht erzeugen.“

 

Der Dialog gibt an, dass „es an der Stelle wichtig ist, die Lektion zu begreifen. Ein Gruppenbewusstsein, das stets von Trennung und Überlegenheit spricht, erzeugt in massivem Ausmaß ein Schwinden an Mitgefühl, und einem Schwinden an Mitgefühl folgt unvermeidlich ein Schwinden von Gewissen auf den Fuß. Ein kollektives Konzept, welches in rigorosem Nationalismus gründet, ignoriert die Bedrängnisse Anderer, macht im Gegenzug jedweden Anderen für die seinen verantwortlich, rechtfertigt somit Heimzahlung, 'Bereinigung' und Krieg.“

 

Das Buch fährt fort: „Der Horror der Hitler-Erfahrung bestand nicht bloß darin, dass er ihn auf die menschliche Rasse ausübte, sondern, dass die menschliche Rasse ihm das gestattete. Das Erstaunliche liegt nicht bloß darin, dass ein Hitler daherkam, sondern auch, dass so viele Andere sich der Sache anschlossen. Das Beschämende ist nicht bloß, dass Hitler Millionen Juden tötete, sondern auch, dass Millionen Juden umgebracht werden mussten, bevor Hitler Einhalt geboten wurde.“

 

Schließlich – Gespräche mit Gott sagt, dass „der Zweck der Hitler-Erfahrung darin lag, die Menschheit sich selbst aufzuweisen.“ Der Dialog legt Wert darauf, dass ein wenig von Hitler in uns allen existiert, und dass es lediglich eine Angelegenheit des Ausmaßes sei. Er argumentiert, dass „Menschen auspeitschen Menschen auspeitschen ist, sei es nun in Auschwitz oder in Wounded Knee.“ Und ich könnte hier anfügen, oder im Kosovo.

 

„Hitler wurde nicht zu uns gesandt, er wurde durch uns geschaffen. Darin besteht die Lektion. Das Bewusstsein der Trennung, der Absonderung, der Überlegenheit – des 'Wir' versus 'Sie', des 'Uns' versus 'Ihnen' – ist es, was die Hitler-Erfahrung erschafft.“

 

Der Dialog schließt ab: „Hitler dachte, das, was er tat, sei für sein Volk gut gewesen. Und sein Volk dachte das auch! Darin bestand der Wahnsinn dabei. Der größte Teil der Nation pflichtete ihm bei.“ Er macht die Beobachtung: „Wenn du mit einer verrückten Idee herauskommst und zehn Millionen Menschen stimmen dir bei alledem bei, wirst du wohl nicht denken, du seist verrückt“, und fragt uns: „Wer ist demnach zu verdammen?“

 

Einige Kritiker der Gespräche mit Gott meinten, die Bücher portraitierten die Juden dergestalt, als seien sie durch den Holocaust einfach „von ihren Irdischen Beschwernissen befreit worden“, und, dass es, da die Rückkehr zum Schöpfer eine freudige Erfahrung darstelle, darüber nichts zu beklagen gebe. Dies, T., spielt irgendwie auf deinen früheren Punkt an, und es sind mir diese Bemerkungen von Anderen zu Ohren gekommen. Wohingegen allerdings die Bücher feststellen, dass Leben ewig ist, dass der Tod nicht etwas zu Fürchtendes ist, und, dass die Rückkehr zu Gott voll der Freude ist, glaube ich indes nicht, dass irgendeine vernünftige Interpretation des Materials Gott billigenderweise abzeichnen könnte als jemand, der das Töten von Menschenwesen stillschweigend duldet – oder als jemand, der dies wegbürstet, als sei es von keiner Bedeutung und keiner Konsequenz. Die Trilogie verkleinert die Handlungen Hitlers nicht, ebenso wenig ist sie darauf aus, sie zu rechtfertigen. Sie strebt allein danach, jene Handlungen zu erklären, und die Lektionen darzulegen, die wir alle lernen können - lernen müssen -, sofern es unsererseits gilt, eine bessere Welt zu erschaffen.

 

Ich hoffe, dies ist dir, T., behilflich dabei, etwas vom Schwierigsten unter dem Material in dieser Trilogie zu begreifen. Und ich möchte noch einmal betonen, meine liebe Freundin, dass ich allein mein Bestes getan habe, um einige recht herausfordernde und komplexe Wahrheiten durchzubringen. Ich bin sicher, ich bin gewiss, dass ich versagte darin, in einem jeden Falle die höchste Bedeutung, die tiefste Weisheit, die großartigste Wahrheit zu übermitteln. Doch habe ich nie darin versagt, es zu versuchen.

 

Und so, meine gute Freundin, schreitet das Erforschen fort. Das Befragen geht weiter. Die Unterhaltung mit Gott endet nie. Stets sind wir auf der Suche nach Klärung. Stets suchen wir Berichtigung, sobald wir den falschen Kurs genommen haben. Stets suchen wir Leitung darin, uns alle nach dorthin zu verbringen, wohin wir unserer Aussage nach gehen wollen. Und stets ist Gott da, um uns zu führen, um uns zu nähren, um uns zu lieben. Immerzu.

 

Und allerwege.

 

Mit Liebe, Neale.

 

 

 

 

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ANMERKUNG: Wenn du gerne einen Brief an den Herausgeber dieses Bulletins schreiben möchtest, dann sende schlicht eine E-Mail an

 

Neale [at] NealeDonaldWalsch [dot] com (Neale [at] NealeDonaldWalsch [dot] com)

 

mit der Angabe in der Betreffzeile „Letter to the Editor“. - In dieser vorliegenden Rubrik ['Briefe an den Herausgeber'] zieht Neale gelegentlich Mitteilungen, herrührend aus anderen Quellen, heran.

 

 

 

 

 

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Kurzmitteilungen

 

 

 

[Es folgen Schilderungen und Ankündigungen …]

 

 

 

> für den soeben aufgestellten ONLINE-Kurs „Finding Right Livelihood by Living the Life You Love“

 

> für das neulich (zunächst auf Engl.) erschienene Buch N.D. Walsch's ... „God's Message to the World: You've Got Me All Wrong

 

 

 

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Quelle: CwG Weekly Bulletin # 629 [23.1.2015] ~ Übersetzung: Theophil Balz [24.1.2015]

 

 

 

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Das engl. Original steht unter

 

http://cwg.org/index.php?b=629

 

 

 

Die

 

~ übersetzten Bulletins der letzten Jahre (jeweils als PDF-Datei herunterzuladen),

 

~ die kostenlosen E-books von ND Walsch,

 

~ sein Internet-Tagebuch (Blog; selektiv),

 

~ täglich sog. 'Heavenletters', tägliche Liebesbriefe Gottes an uns Menschliche Seinswesen auf der Erde (niedergeschrieben durch Frau Gloria Wendroff, Iowa, USA)

 

~ Möglichkeiten, eigene Beiträge und Kommentare zu schreiben,

 

~ Möglichkeiten, in einem Wort-Register nachzuschlagen, und manches Andere,

 

sind gesammelt erreichbar unter

 

www.gmg-materialien.de

 

 

 

ND Walsch lädt uns ausdrücklich dazu herbei, an seinem Leben teilzuhaben - und uns gegenseitig an unserem Leben teilhaben zu lassen.

 

 

 

»Geh mit mir, sage ich, und ich werde versuchen, dir zu helfen, dich aufs Neue wiederzuerschaffen, auch dann, indes ich dich darum ersuche, mir dabei zur Seite zu stehen, das Gleiche zu tun. Lasst uns unsere Futurologie zusammen gemeinsam erschaffen« [GmG Wö. Bulletin #239].

 

 

 

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Weitere verwandte Webseiten sind:

 

 

 

~ www.gespraechemitgott.org

 

~ www.humanityteam.at

 

~ www.humanitysteam.ch

 

~ www.humanitysteam.de

 

 

 

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IN EIGENER SACHE .....

 

Liebe Freunde,

 

die Mutter-Organisation, die »CwG Foundation«, benötigt in regelmäßiger Weise einen Mittelzufluss. In einer Extra-Mail vom 1.4.06 habe ich mich an Euch gewandt und dort dargelegt, welche Vorschläge ich für unsere gemeinsame Situation, auch für diejenige der Übersetzer und anderer Mitwirkender in Dtld., unterbreite.

 

Hier kurzgemacht .... wir erbitten mtl. 4 Euro für das Bulletin. Die Hälfte geht per Monat in die USA, die andere Hälfte verbleibt in Dtld. zu den in der E-Mail aufgeführten Zwecken. Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam auf einer Grundlage weitermachen könnten, die uns allen guttut und uns in ergänzender Verschiedenartigkeit füreinander wohlstellt.

 

Liebe Grüße

 

Theophil

 

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Theophil Balz ~ Heidering 11 ~ D 49324 Melle ~ theophil [dot] balz [at] web [dot] de (theophil [dot] balz [at] web [dot] de)

 

 

 

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Ich habe ein Extra-Konto eingerichtet. [Da wir kein Verein sind, ist es nur möglich, das Konto auf einen Privat-Namen laufen zu lassen.]

 

Theophil Balz ~ »TUFUNZANE«

 

Kto. Nr.: 134023

 

Kreissparkasse Melle

 

BLZ 26552286

 

Kennwort: »Bulletin«

 

Für Überweisungen vom Ausland:

 

- SWIFT: NOLADE21MEL

 

- IBAN-Nummer: DE73 2655 2286 0000 1340 23

 

 

 

Notwendiges Kennwort auf dem Überweisungsformular: "BULLETIN"

 

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Anmerkung: »Tufunzane« (kisuaheli) heißt:

 

»Lasst uns zusammenkommen und uns gegenseitig anleiten und unterweisen.«

 

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