Mit dem Weinen fließend leben

 

WEINEN - NICHT WEINEN

 

- Eine Meisterin -

 

„Man muss weinen können, wenn man weinen muss“, sagt sie, „darauf kommt es an.“ Hier spricht eine 40-jährige Frau das aus, was ND Walsch […hier… ] das zweite ‚Werkzeug der Werkzeuge’ auf dem Weg zur Meisterschaft nennt: Bestimme im voraus, in welcher Emotion du ein Gefühl zum Ausdruck bringen möchtest (und selbstverständlich: bringe es zum Ausdruck … gib ihm nicht eine Ungestalt … übe dich im Können von Emotionen).

Dawn Garcia, die 40-Jährige, ist kaum zu übersehen, sie strahlt Güte aus, eine Güte, die den Raum beherrscht und verwandelt. Sie stammt aus Texas, ist verheiratet, hat zwei Töchter und lebt mit ihrem Mann in Landstuhl/Pfalz; seit 18 Jahren in der Armee beschäftigt, und im dortigen US-amerikanischen, kriegsversorgenden Groß-Krankenhaus Vorsteherin für 75 Krankenschwestern.

Frau Garcia hat den Beschluss gefasst, dann, wenn in ihrer Arbeit die Trauer ansteht und da ist, ihr Raum zu geben. Damit hat sie bewerkstelligt, dass die Trauer auch vergeht. Auch über diesen Ablauf 'Raum geben - Vergehen' berichtet ND Walsch im Einzelnen […hier…]. Trauer – und jede andere Emotion - ätzt sich ein, wenn sie unterdrückt wird; sie bahnt sich dann zu unerwarteten und druckvollen Zeiten, einen kaum beeinflussbaren Mahlstrom formend, ihren Weg.

[Dem Bericht über das US-Krankenhaus in der Pfalz entnommen: „Spiegel“ 11/2007, S. 67f. – ThB]