21. Sept. 2008 ["Sonntagsschule" Fortsg.] - WIE GOTT FUNKTIONIERT

 

Sonntag, den 21. Sept. 2008

 

WIE GOTT FUNKTIONIERT – Teil II

 

Gott funktioniert auf eine recht besondere Weise – und ich glaube nicht, dass dies durch unsere traditionellen Religionen für uns je akkurat wiedergegeben wurde.

Die Neue Spiritualität bietet uns andererseits tiefe Einsicht in die Mechanik des Lebens an – oder in das, was wir den Prozess Gottes nennen könnten.

Gespräche mit Gott macht klar, dass Gott kein Super-Menschenwesen ist, das irgendwo hoch oben im Himmel lebt, das die gleichen Neigungen und emotionalen Bedürfnisse wie Menschen hat. Gott ist weder Mann noch Frau, auch ist Gott nicht von einer bestimmten Rasse. Gottes Gesicht ist weder schwarz noch gelb noch rot noch weiß. Gott ist alles Obige, miteinander verbunden. Weil Gott tatsächlich alles ist, was ist, in kombinierter Weise.

Das ist die „Geheimkombination“, die das Universum entriegelt.

Letzte Woche erkundeten wir in unserer Lehr-Lektion bei der Sunday School All Week die Funktion Gottes. Aufgrund von Platzmangel (wir wollten keine „Enzyklopädie“ schreiben, wie man so sagt) schafften wir es nicht, unsere Erkundung zuende zu führen. Wir trafen die Aussage, dass Gottes Königreich aus drei Bereichen besteht: Der Bereich des Absoluten, der Bereich des Relativen, und das, was ich als den Bereich des Absolativen (was das Absolute und das Relative, miteinander kombiniert, darstellt) bezeichnet habe.

Ich hatte ein Wort zu erfinden - „Absolativ“ -, um diesen Dritten Ort im Königreich Gottes zu beschreiben, da es dafür in der menschlichen Sprache kein Wort gibt. Wenige Menschen haben je versucht, das abzuschildern.

Das ist jener Ort zwischen Wissen und Erfahren, dass es beides und keines von beiden ist. Der Ort, wo Gott größer als die Summe Seiner Teile ist ....

Der Bereich des Absoluten könnte auch der Bereich des Spirituellen genannt werden. Er ist dort, wo die Individuierungen Gottes (wie etwa Du) absolut alles wissen, absolut und simultan.

Der Bereich des Relativen könnte auch der Bereich des Physischen genannt werden. Er ist dort, wo die Individuierungen Gottes (wie etwa Du) alles erfahren, was du weißt, relativ und sequentiell.

Der Bereich des Absolativen könnte auch der Bereich des Alles genannt werden. Er ist dort, wo die Individuierungen Gottes (wie etwa Du) ihre Selbste sequentan erkennen und erfahren. Das meint, das Wissen und das Erfahren erfolgen BEIDES auf einmal, sequentiell UND simultan. Der Ausdruck heißt deswegen sequentan.

So etwas konnte nur erfolgen in einer Umgebung von Zeit/Nicht Zeit. Das ist der Platz, wo all die Wann's-Wo's der Ewigkeit Hier-und-Jetzt existieren.

Etliche bezeichnen nun den Bereich des Spirituellen als das „Königreich Gottes“ ... oder als „Himmel“, wenn ihr so wollt. Indes wurde mir gesagt, das sei nicht korrekt. Die Wahrheit lautet, dabei ist ALLES Himmel, ALLES dabei ist Das Königreich Gottes.

So weit bin ich letzte Woche gekommen. Lasst uns also von hier aus weitergehen ....

 

Gottes Prozess ist folgender:

  1. Gott individuiert sich selbst, manifestiert sich als eine Million-zig-Millionen „Singularisierungen“ von Der Singularität. Oder als, wenn ihr so wollt, das Einzige Ding Das Ist.

  2. Gott tut dies, damit Es Sich Selbst erkennen kann. Der Prozess der Selbst-Wahrnehmung ist ein dreiteiliges Geschehen: (i) Wissen; (ii) Erfahren; (iii) Sein. In dem Einzelnen Zustand des Reinen Seienden Gottes kann Es Selbst Sein – aber Es kann nicht Erkennen oder Erfahren, was Es Seiend ist, aus dem schlichten Grunde, weil es nichts anderes gibt.

(Man kann sich selbst nicht als „groß“ erkennen, falls es nichts „Kleines“, was existiert, gibt. Man kann sich selbst nicht als „schnell“ erkennen, falls es nichts „Langsames“, was existiert, gibt. Falls nichts existiert außer Das Was Du Bist, ist damit Das Was Du Bist nicht erkennbar oder erfahrbar. Es ist ausdenkbar (das meint, man kann es sich entwerfen), aber es ist nicht erkennbar oder erfahrbar.)

3. Da es nichts anderes, was Ist, gab als das EINZIGE Ding Was Ist, konnte Gott nicht „außerhalb Seiner Selbst“ gehen, um über Sich Selbst etwas herauszufinden, womit Sich Selbst zu Erkennen oder zu Erfahren wäre, wozu Es zu Erkennen gelangen könnte. Demnach, Gott tat das Einzige, was Gott tun konnte. Gott unterteilte Sich Selbst in eine zahllose Anzahl von Teilen (oder Aspekten der Göttlichkeit), sodass fortan jeder Teil Das Ganze erfahren könnte, und, sodass Das Ganze Sich Selbst durch jedes Seiner Teile erfahren könnte. Dieser Prozess ist das, was ich „Individuation“ genannt habe.

4. Gott schuf sodann eine Reihe von, sagen wir mal, Vorrichtungen, mittels derer das Wissen und Erfahren von Sich Selbst möglich würde, obschon nichts sonst außer Es Selbst existierte. Diese Vorrichtungen waren: Zeit; Raum; Physikalität; Relativität; Vergessenshaftigkeit; Bewusstsein; und Evolution.

5. Wozu wir gelangten, es als Die Seele zu benennen, ist nichts mehr (und nichts weniger!) als eine Individuation Gottes (oder ein Aspekt Gottes), in physische Form gebracht und bis zu dem Punkt hin entwickelt, wie sie Selbst-Bewusstsein entwickelt hat. Nicht alles physikalisierte Leben hat sich bis zu dem Punkt entwickelt, Selbst-Bewusstsein innezuhaben. Etliche Lebensformen haben sich andererseits zu einer höheren Ebene an Selbst-Bewusstsein, als die Menschen sie aufweisen, entwickelt. Von ihnen sagt man, sie hätten eine höhere Ebene an Gewahrsein. In der Tat, sogar unter Menschen variieren Ebenen an Gewahrsein von Person zu Person. (Mehr darüber in den vor uns liegenden Wochen.)

6. Im Bereich des Spirituellen ist die Seele Göttlichkeit In Aufgeteilter Form. Das meint, Gott Individuiert. Diese Unterteilung der Göttlichkeit bewegt sich auf einer ewigen Reise durch Die Essenz, vom Bezirk des Spirituellen zum Bezirk des Physikalischen, zum Bezirk des Spirikalischen (das meint den Punkt zwischen den beiden anderen Bereichen). Die Vollendung eines einzelnen Kreislaufs dieser nie-endenden Reise nennt man in unserer Sprache eine „Lebenszeit“.

 

Der Beweggrund für diese Reise, mit ihren vielen Zyklen, wie auch ein Blick darauf, wie und weswegen die Göttlichen Vorrichtungen der Zeit, des Raumes, der Physikalität, der Relativität, der Vergessenshaftigkeit, des Bewusstseins und der Evolution funktionieren – alldas wird das Thema unserer nächsten Erkundung heute in einer Woche sein.

 

Morgen: ein Blick auf die Mormonen-Kirche, und auf die Rolle Christi in unserem Leben, dies durch die Augen einer Gläubigen, unterdessen die Sunday School All Week ihren Fortgang nimmt ...

 

Die Seele ist auf einer ewigen Reise.