GmG # 807

GmG Wöchentliches Bulletin # 807

 

22.6.2018

 

Lasst uns Freunde sein! - Teil 3 

 

 

Eine Anmerkung von Neale 

 

Meine lieben Freunde …

 

Von der letzten Woche : 

 

Danach, im weiteren Fortschreiten meines Gesprächs mit Gott, wurde mir etwas noch Schockierenderes, etwas für mein System noch Umwerfenderes zu verstehen gegeben. „Es gibt“, sprach Gott zu mir, „so etwas wie Richtig und Falsch nicht.“

 

Wie ihr euch vorstellen könnt, drehte das mein gesamtes Wertesystem um (ohnedem, nicht dass ich jenem allzu viel Beachtung geschenkt hätte …). Ich hatte aus dem Nichts ganz von vorne anzufangen bei der Sicht auf meine Entscheidungen und auf mein Verhalten in meinem Leben und bei deren Bemessung.

 

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Gott hat mir das sehr klar gemacht, dass Vergeben unnötig wird, sobald ich die Handlungen Anderer verstehe, sobald ich jene Anderen selbst verstehe (das, was sie anregt, was sie beseelt, was sie motiviert).

 

Alles, was ich brauchte, um Selbst-Vergeben zu finden, war demnach verstehen, was mich anregte, beseelte und motivierte, als ich damals die Wahlen und Beschlüsse traf, die ich traf, und als ich mich benahm, wie ich es tat.

 

Ich bin eigentlich kein „schlechter“ Mensch. Ich bin nicht niederträchtig, und mein Ansinnen im Leben ist nicht übelwollend. Ich bin nicht darauf aus, jemanden zu „bekommen“, und ich bin nicht einmal auf „Rache“ aus, wenn es den Anschein machte, dass sie mich „bekommen“ wollten. Ich bin einfach ein gewöhnlicher Typ, eine gute Person, hoffe ich --- ziemlich gewöhnlich in meiner Gütigkeit, so wie der Rest von uns. Ich versuche nicht zu betrügen, zu stehlen, zu lügen, nicht zu verletzen, Schaden zuzufügen oder zu zerstören. Und dennoch habe ich betrogen, gestohlen, gelogen, verletzt, Schaden zugefügt und zerstört. Worum geht es also demnach?

 

Es geht um meine Unkenntnis dessen, was ich zum Kuckuck noch mal tat --- und es geht um meine Ansicht, die einzige Möglichkeit, das zu bekommen, was ich meinem Empfinden nach brauchte, sei gewesen, das zu tun, was ich tat. In der Sache lag ich derart falsch. Ich war derart fehlinformiert. Oder schlecht-informiert wäre vielleicht ein besseres Wort.

 

Alles, was ich – letztlich – wollte, war glücklich sein. Ich wollte einfach in meinem Leben glücklich sein, und ich drängelte herum im Bemühen, das hinzubekommen, da ich nicht wusste, wie das hinzubekommen ist. Niemand unterweist uns, wie glücklich sein geht. Es gibt nirgendwo eine Glücklichsein-Schule. Es sollte eine geben, aber es gibt sie nicht. Vielleicht werde ich eine einrichten. Vielleicht schaffe ich die 'CwG Glücks-Schule' ….

 

Hier also stand ich, am Herumraufen wie ein Quarterback mit einer porösen Frontlinie, am Herumflitzen um das Spielfeld, bemüht, nicht durch einen Riesigen Schaden völlig umgehauen zu werden.

 

Früher oder später sähe ich mich selbst widerstandslos fragen: „Uch …. können wir das Spiel nicht noch einmal spielen …?“

 

Ich tat während dieses Gerangels etliche Dinge, auf die ich nicht stolz bin, etliche Dinge, die andere Menschen verletzten … aber jetzt verstehe ich, weswegen ich sie tat. Ich begreife, dass ich keinesfalls trachtete, jemanden zu verletzen. Und selbst obschon ich wusste, dass einige Dinge jemanden verletzen würden, tat ich sie, ohne zu wünschen, dass sie sie verletzen; dabei fragte ich mich in meinem Geist: Warum können wir nicht alle einfach glücklich sein, ohne bei dem besagten Geschäft einen Anderen unglücklich zu machen?

 

Und das alles, weil ich nicht wusste, wie glücklich sein geht … oder wo Glücklichsein zu finden ist. Oder, noch gravierender, was gar Glücklichsein ist.

 

Wenn dir also jemand verspricht, bei dir um sechs Uhr vorbeizukommen, bis halb zehn Uhr aber nicht aufkreuzt, und wenn die Party, auf die du gehen wolltest, dann vorbei ist, könntest du das Gefühl haben, du habest etwas zu vergeben. Aber wenn sie dir, sobald sie außer Atem, schwitzend, beschämt, verlegen, über sich verärgert und händeringend voller Hoffnung, dass man ihnen vergibt, vor der Tür stehen, vortragen, dass sie sich eigentlich eine Stunde früher auf den Weg begeben, dass sie sich aber hoffnungslos verfahren haben …. dann plötzlich ist Vergeben nicht der Tagesbefehl. Du blubbst fast unverzüglich aus dem Vergeben heraus, und begibst dich in ein tiefes Verständnis und Mitempfinden.

 

Das demnach tat ich mit mir und meiner eigenen Vergangenheit. Ich hatte mich, das bemerkte ich, hoffnungslos verratzt. Noch schlimmer als das. Ich wusste nicht einmal, wo ich unterwegs war. Gespräche mit Gott zeigte mir das auf, und ich erwiderte mit Mitempfinden für mich selbst, Mitempfinden, das aus einem tiefen Verständnis dessen heraus geboren war, weswegen ich während jener zurückliegenden Jahre das tat, was ich getan hatte.

 

Gott kennt alldas natürlich im Voraus. Ich meine, ohne dass ich ihm das erkläre. Nicht anders als die Mutter, die ins Zimmer hereinschaut, um das Gesicht ihres Kindes verzerrt von Scham, Angst, Traurigkeit und Selbst-Schuldzuweisung vorzufinden, während es auf das zerbrochene Familienerbstück zu seinen Füßen sieht, versteht Gott alles, was geschehen ist --- und wieso es geschehen ist. Gott hat nicht zu vergeben, da Verstehen jedweden Bedarf zu vergeben tilgt.

 

Sodann, den Gipfel dabei bildet Gottes bemerkenswerte Offenbarung, dass es bei jedem Vorkommnis „keine Sache wie Richtig und Falsch“ gibt! Sofern ich also nicht ausreichend Gründe fürs Selbst-Vergeben (oder für das Fehlen jeder Nachfrage nach ihm) mittels Verstehen, wieso ich all die Dinge getan habe, gehabt hätte, hatte ich jetzt ein noch reichhaltigeres Gewahrsein des Lebens Selbst inne --- seines Zwecks, seiner Funktion, seines Prozesses und seines Aufbaus. Sprich, wie es zusammengesetzt ist. Und das beseitigte die Bedürftigkeit auf etwas, was auch nur in die Nähe kommt, dem „Vergeben“ ähnlich zu sein, voll und ganz.

 

Schritt Eins, Freund mit mir selbst zu sein, war realisiert! Ich konnte all die Schuld „los lassen“, die ich mit mir herumtrug. Ich möchte indes nicht, dass ihr denkt, ich sei plötzlich, was meine Vergangenheit und die Verwundungen, die ich verursacht hatte, anging, nonchalant geworden. Ich ließ die Schuld los, aber ich wandte mich nicht von dem Bedauern ab.

 

Schuld und Bedauern sind nicht das gleiche. Wenn du in sie hineinspürst, wirst du den Unterschied bemerken. Ich werde es nie aufgeben, einige der Dinge, die ich getan habe, zu 'bedauern'. Falls ich das täte, wäre das mein Menschsein aufgeben. Indes habe ich meine Schuld dreingegeben. Sofern nicht irgendwas anderes – ich bin „nichtschuldig, wegen Unzurechnungsfähigkeit“. Es war von mir unzurechnungsfähig, zu meinen, dass ich zu Glück gelangen würde, indem ich tat, was ich getan habe!

 

Des Schuldgefühls ledig, so fühlte ich mich was mich anbelangt besser --- ich war fast ein Mensch, mit dem ich mich ganz gut anfreunden konnte. Aber ich hatte noch zwei weitere Schritte vor mir, bevor ich den Prozess abzuschließen imstande war ….

 

 

IN DER NÄCHSTEN WOCHE:  Teil 4 – Die Gabe der Akzeptanz

 

Mit Liebe und Umarmen,

 

Neale

 

 

 

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P.S.: Fühlt euch frei, diese Ausgabe des Wöchentlichen Bulletins an alle Freunde weiterzuleiten. Womöglich ist es jenen danach, mehr darüber in Erfahrung zu bringen und sich zur Subskription zu melden – welche, wie euch ja bekannt ist, kostenfrei ist. Gebt ihnen also eine Chance, sich über diese wundervolle Publikation über GmG kundig zu machen, die jede Woche publiziert wird! Sendet sie an einen Freund, an eine Freundin!

 

Zur Subskription geht es hier …

 

http://cwg.org/index.php?page=email_signup

 

Über die Jahre sind das Wöchentliche Bulletin und seine Artikel, wie sie Neale Donald Walsch niedergeschrieben hat, in den E-Mail-Postfächern tausender Leser rund um die Welt zu einem Favoriten geraten. Wir freuen uns, zusätzlich zu den neuesten Artikeln von Neale, an dieser Stelle gelegentlich eine Auswahl aus den besten seiner zurückliegenden schriftlichen Äußerungen für diese vorliegende Veröffentlichung zu präsentieren. Wir sähen es ungerne, wenn sich die vielen Leute diesen oder jenen Beitrag davon entgehen ließen, Bemerkungen, die uns den Weg weisen, wie GmG in unserem täglichen Leben anzuwenden ist. Handelt es sich nun um eine neue Vorlage oder um einen Zugabe-Abdruck – wir vertrauen darauf, dass ihr von diesen Niederschriften aus der Feder des Mannes, der uns Gespräche mit Gott überbrachte, trefflichen Nutzen erlangt.

 

 

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Beeinträchtigt Reiki die Seele? 

 

 

… Briefe an Neale ... 

 

Lieber Neale …

 

Kürzlich hatte meine beste Freundin das Glück, dass zu seiner Familie eine Enkelin hinzukam. Kurz nach der Geburt stellte es sich bei dem Baby heraus, dass es eine sehr seltene Hautkrankheit hat. Mein Freund bat mich und einige andere Reiki-Meister, dem Baby Reiki und unsere Gebete zu senden. Wie erbeten, haben wir das alle getan. Meine Frage an dich ist, greifen wir störend in das ein, was die Seele des Babys für dieses Leben erwählt hat, indem wir Heilung und Gebete an es schicken? Ich weiß aus deinen Ausführungen, dass wir alle den Pfad für diese Lebenszeit auswählen. Dankeschön im voraus für deine Antwort.

 

Diane

 

 

 

NEALE ANTWORTET

 

Liebe Tony,

 

Die Antwort, Diane, ist Nein. Gebete füreinander sind nie ein störendes Einwirken. Keiner Seele ist das Senden guter Energie an jemanden unwillkommen. Es könnte sein, dass diese Göttliche Essenz auf der Seelenebene deine gute Energie hereinbittet, und dass dies sogar die Ursache dafür bildet, dass du davon erfahren hast.

 

Etwas Gutes tun“ oder etwas Wunderbares tun ist nie und nimmer eine Verletzung des karmischen Gesetzes. Versuche deine Spiritualität nicht zu über-intellektualisieren. Benutze anstelle dessen den allgemeinen Menschenverstand. Was sich gut anfühlt und für dein Herz einen Sinn ergibt, das ergibt auch für Gott einen Sinn, denn dein Herz ist der Ort, wo Gott wohnt.

 

Mit Liebe und Umarmen,

 

Neale.

 

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ANMERKUNG: Wenn du gerne einen Brief an den Herausgeber dieses Bulletins schreiben möchtest, dann sende schlicht eine E-Mail an 

 

Neale [at] NealeDonaldWalsch [dot] com

 

mit der Angabe in der Betreffzeile „Letter to the Editor“. - In dieser vorliegenden Rubrik ['Briefe an den Herausgeber'] zieht Neale gelegentlich Mitteilungen, herrührend aus anderen Quellen, heran.

 

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Kurzmitteilungen

 

[Es folgen Schilderungen und Ankündigungen …]

 

> für einen Drei-Tage-Retreat über „Home with God“, Ende September 2018

> für einen Online-Kurs über „Richtig-leben herausfinden“

> für das jüngst neu erschienene Buch N.D. Walsch's ... „CwG vol. 4 – Awaken the Species

 

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Quelle: CwG Weekly Bulletin # 807 [22.6.2018] ~ Übersetzung: Theophil Balz [22.6.2018] 

 

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Das engl. Original steht unter 

http://cwg.org/index.php?b=807

 

Die 

~ übersetzten Bulletins der letzten Jahre (jeweils als PDF-Datei herunterzuladen), 

~ die kostenlosen E-books von ND Walsch, 

 

~ sein Internet-Tagebuch (Blog; selektiv), 

~ täglich sog. 'Heavenletters', tägliche Liebesbriefe Gottes an uns Menschliche Seinswesen auf der Erde (niedergeschrieben durch Frau Gloria Wendroff, Iowa, USA) 

~ Möglichkeiten, eigene Beiträge und Kommentare zu schreiben, 

~ Möglichkeiten, in einem Wort-Register nachzuschlagen, und manches Andere, 

sind gesammelt erreichbar unter 

 

www.gmg-materialien.de

 

ND Walsch lädt uns ausdrücklich dazu herbei, an seinem Leben teilzuhaben - und uns gegenseitig an unserem Leben teilhaben zu lassen. 

 

»Geh mit mir, sage ich, und ich werde versuchen, dir zu helfen, dich aufs Neue wiederzuerschaffen, auch dann, indes ich dich darum ersuche, mir dabei zur Seite zu stehen, das Gleiche zu tun. Lasst uns unsere Futurologie zusammen gemeinsam erschaffen« [GmG Wö. Bulletin #239].

 

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Weitere verwandte Webseiten sind: 

 

www.gespraechemitgott.org

www.humanitysteam.ch

www.humanitysteam.de

 

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IN EIGENER SACHE ..... 

 

Liebe Freunde, 

 

die Mutter-Organisation, die »CwG Foundation«, benötigt in regelmäßiger Weise einen Mittelzufluss. In einer Extra-Mail vom 1.4.06 habe ich mich an Euch gewandt und dort dargelegt, welche Vorschläge ich für unsere gemeinsame Situation, auch für diejenige der Übersetzer und anderer Mitwirkender in Dtld., unterbreite. 

 

Hier kurzgemacht .... wir erbitten mtl. 4 Euro für das Bulletin. Die Hälfte geht per Monat in die USA, die andere Hälfte verbleibt in Dtld. zu den in der E-Mail aufgeführten Zwecken. Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam auf einer Grundlage weitermachen könnten, die uns allen guttut und uns in ergänzender Verschiedenartigkeit füreinander wohlstellt. 

 

Liebe Grüße 

Theophil 

 

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Theophil Balz ~ Heidering 11 ~ D 49324 Melle ~ theophil [dot] balz [at] web [dot] de

 

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Ich habe ein Extra-Konto eingerichtet. [Da wir kein Verein sind, ist es nur möglich, das Konto auf einen Privat-Namen laufen zu lassen.] 

 

Theophil Balz ~ »TUFUNZANE« 

Kto. Nr.: 134023 

Kreissparkasse Melle 

BLZ 26552286 

Kennwort: »Bulletin« 

Für Überweisungen vom Ausland:

- SWIFT: NOLADE21MEL 

- IBAN-Nummer: DE73 2655 2286 0000 1340 23 

 

Notwendiges Kennwort auf dem Überweisungsformular: "BULLETIN" 

 

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Anmerkung: »Tufunzane« (kisuaheli) heißt: 

 

»Lasst uns zusammenkommen und uns gegenseitig anleiten und unterweisen.« 

 

 

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